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Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege · 1929-09-01 · 5 (September-Oktober 1929) · p. Seite 282

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Journal
Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
Volume
1 (1929)
Issue
5 (September-Oktober 1929)
Date
1929-09-01
Page
Seite 282 (sequence 50)
Language
German
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soziale Arbeit, die durch eine abgeleistete berufliche soziale Probearbeit etwa in einer Erziehungsanstalt oder in einem Jugend- oder Wohlfahrtsamt usw. erwiesen werden muß. Die Anmeldung erfolgt spätestens ein halbes Jahr vor Eintritt in das Seminar bei dem Provinzialschulkollegium, Bcrlin-Lichterfelde, Zehlendorfer Straße 52, Block I. Das Soziale Institut Charlottenburg, Goethestraße 22 (Jugendheim). Das Soziale Institut nimmt Studentinnen und Akademikerinnen mit abgeschlossener Hochschulbildung auf, um sie in die praktische und theoretische Wohlfahrtsarbeit einzuführen. Neben Kursen für praktische und theoretische Einführung und Umschulung ist besonders der sozialpädagogische Lehrgang für Studierende mit dem staatlichen Wohlfahrtspflegerinnenexamen als Abschluß zu nennen. Näheres ist durch die Geschäftsstelle zu erfahren. Lehrgänge über soziale Fürsorgearbeit an der Universität Münster in Westf. Das Seminar für Fürsorgewesen beim Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Münster hält im Wintersemester 1929/30 wiederum einen einjährigen „Lehrgang über soziale F ü rsorgearbeit" ab, in dem neben theoretischer Ausbildung eine Einführung in die praktische Arbeit erstrebt wird. Für die Zulassung zu diesem Lehrgang wird in der Regel die Ablegung der Reifeprüfung bzw. einer Ergänzungsprüfung, sowie ein mindestens viersemestriges akademisches Studium in einer ..der verschiedenen Fakultäten gefordert. In Ausnahmefällen können auch Damen und Herren zugelassen werden, die die zum gastweisen Hören von Vorlesungen und Uebungen erforderliche Vorbildung besitzen und die außerdem über ein gewisses Maß von Lebenserfahrung und praktischer Betätigung auf dem Gebiete der sozialen Fürsorgearbeit verfügen. Gesuche um Zulassung, sowie alle Anfragen, sind unter Beifügung von Rückporto zu richten an das Seminar für Fürsorgewesen beim Institut für Wirtschafts- und Sozial Wissenschaften, Münster i. W., Johannisstraße 9. Veranstaltungen, Tagungen Jubiläumstagung des jüdischen Frauenbundes vom 9. bis 12. Juni, Berlin. Seit der Veröffentlichung unseres Berichtes über die zweite Weltkonferenz jüdischer Frauen in Hamburg vom 3. bis 6. Juni 1929 in Nr. 4 unserer Zeitschrift (siehe Seite 229) sind ausführliche Berichte über die Berliner Jubiläumstagung des Jüdischen Frauenbundes in der gesamten jüdischen Presse, vor allem in den Juli- und Augustheften der „Blätter des Jüdischen Frauenbundes" veröffentlicht worden. Indem wir ausdrücklich auf diese Berichte und die noch in der nächsten Zeit erfolgenden Veröffentlichungen in den Frauenbundsblättern verweisen möchten, sei in aller Kürze die Berliner Tagung unter den uns besonders angehenden Gesichtspunkten gewürdigt. Ihre Bedeutung ist vor allem darin zu sehen, daß sie den inhaltlichen Bereich der Arbeit des Jüdischen Frauenbundes in seinem ganzen Umfang erkennen ließ. Diesen aufschlußreichen Blick in die Tiefe und Weite des ganzen Tätigkeitsgebietes, der gesamten Bestrebungen und Ziele gewährten zunächst die drei Vorträge von Rabbiner Dr. Baeck (Festrede), Paula Ollendorff („Rückblick") und Hannah Karminski („Ausblick"). Die Referate von Frau Bertha Eschelbacher über „Die soziale Arbeit der jüdischen Frauenvereine" und Frieda Weinreich über „Soziale Arbeit als Beruf", von den verschiedensten Ge- 282

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