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Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege · 1929-03-01 · 2 (März-April 1929) · p. Seite 105

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Journal
Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
Volume
1 (1929)
Issue
2 (März-April 1929)
Date
1929-03-01
Page
Seite 105 (sequence 39)
Language
German
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schiedencn Kurperioden herbeizuführen und Auskünfte über offene Plätze usw. zu erteilen. Die ersten Meldebogen werden Anfang März an die Heime verschickt werden. Fernerhin hat die Arbeitsgemeinschaft Jüd. Erholungsfürsorge angeregt, daß alle jüdischen Erholungsheime sich auf einen gemeinsamen einheitlichen Aul'nahmcbogen einigen. Die Erörterungen hierüber sind noch nicht abgeschlossen. Ans der praktischen Arbeit Zentralstelle für jüdisches Pflegestellcnwesen und jüdische Adoptionsvcrmittlung, Jüdischer Frauenbund E. V., Elberfeld (früher: „Zentralstelle für jüdische Adoptionsvermiltlung und Pflegestellenwesen"). Am 15. Oktober 1028 fand unter dem Vorsitz von Klara Samuel in Elberfeld eine Zusammenkunft der rheinisch-westfälischen Vermittlungsstellen der „Zentralstelle für jüdisches Pi'legestellenwesen und jüdische Adoptionsvermittlung" statt. Frau C. Floersheim-Düsseldorf schilderte zwei gut durchgeführte kritische Adoptionsfülle und betonte vor allem die Notwendigkeit der Mitarbeit jüdischer Organisationen bei der Unterbringung in jüdischer Pflege. Wichtig sei die sinnvolle Verteilung der Dii'ferenzkosten, die bei Unterbringung in jüdischer Pflege gegenüber nichtjüdischen Pflegestellen zu tragen sind. Die Geschäftsführern! der Zentrale, Frl. A. Guttmann, sprach in ihrem Heferat: „Die Adoption, ihre Bearbeitung durch Zentrale und Vermittlungsstellen" über die fürsorgerischen Aufgaben der Adoptionsvermittlung, den in ihr ruhenden Kinder-, Mütter- und Familienschutz und die bevölkerungspolitische Bedeutung der Adoptionsvermittlung. Das Pflegestellen- und Adoptionswesen soll durch nachgehende Fürsorge ausgebaut werden. u in sc vi ' Jüdische und allgemeine Sozialarbeit Israelitische Hcilcrzichungsbcim Marburg a/L. Anläßlich der offiziellen Einweihung des M a r b u r g e r I s r a e - litis eben II e i 1 e r z i e h u n g s - licimes am 20. Januar sei nochmals auf seine große Bedeutung für den Ausbau der vorbeugenden Jugendfürsorge hingewiesen. Der Anteil der jüdischen Wohlfahrtspflege an der Dauerausstellung im Ileiebsarbeitsministerium. Die eindrucksvolle Daueraustellung imReichsarbcitsministerium gibt einen außerordentlich klaren Ueberblick Ii au über Art, Umfang und Bedeutung des Gesamtaufgabenkreises sowohl des Arbeitsministeriums selbst, als auch der mit ihm in Verbindung stehenden Dienststellen und Organisationen. In gedrängter, übersichtlicher Form ist hochwertiges Anschauungsmaterial zusammengetragen worden, das in lebendiger Weise das Gesamtbild der Leistungen in der Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenen-Fürsorge, Arbeitsvermittlung, Berufsberatung, Sozialversicherung (Angestellten-, Arbeitslosen-, Invaliden-, Krankenversicherung), Siedlungswesen usw. vermittelt. Die freie Wohlfahrtspflege wird besonders wirkungsvoll durch Gcgen- 105

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