Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 17 (1863)
- Issue
- 29 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4785731-4787844-6613316--2767-4787850- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4 heiligen Schrift in seiner Entstehung beobachten, so finden wir darin eine zweifache Thätigkeit des Schöpfers. Vorerst ein direktes, unmittelbares Erschaffen (יש מאין), welches, ohne irgend ein Vorhergegangenes, nur durch das Gotteswort allein entstanden ist, so Himmel, Erde und sonstige Himmelskörper, Feuer und Wasser u. s. f.; dann aber finden wir noch ein indirektes, mittelbares Schaffen, das nämlich der Welten- Herr mittelst eines schon früher hervorgebrachten Dinge« veranlaßt hat, so die meisten Werke, wie sie vom zweiten Schöpsungstage weiter in der heiligen Schrift ausgezählt werden 8(תדשא הארץ דשא, ישרצו המי שרץ נפש חיה u. s. s.), daß nämlich mittelst der Erde, mittelst des Wassers Dies oder Jenes hervorgebracht werde, wo als» schon ein Etwas war, das ein Zweites Hervorbringen sollte. Beide Arten des göttlichen SchafienS walten bei der Schöpsung des Menschen vor. Von seinem thierischen Thcile heißt es: ,Gott nahm Staub von der Erde und bildete einen Menschen daraus/ also aus dem Staube, der schon vorhanden war, ward der Mensch geschaffen, was ein Mittelbares ist; von seinem Geiste aber erzählt das Schristwort: ״Cr blies in seine Nase einen Lebensodem," d. i. ein Neues, noch nicht Vorhandenes, ein wahres יש מאין, in unmittelbarer Schöpfung. Der Vorzug der direkten Schöpsungsart vor der indirekten ist bald zu erkennen. Gras welkt, Bäume v e r d o r r e n, ja Lebendiges verweset; warum'( Weil sie das Produkt eine« andern Produktes sind und ihre gewissen Grenzen haben. Was jedoch unmittelbar von Gott ausgegangen ist, ist ״ein Wort des Herrn, das ewig bleibt." ־ Da» ״Werde," vom Munde der Allmacht ausgesprochen, tönt und währt bis in die Unendlichkeit, die Himmelskörper werden zu sein nicht aushören, die Erde nie ihrer Achse entrückt werden, die Sonne immerfort leuchten, Mond und Sterne freundlich aus uns niederblicken. - Darum, o Mensch, folgere nicht von Körper aus Seele, schließe nicht: Weil der Körper abstirbt, hat auch die Seele keine Ewigkeit. Nein! Der Körper ist ein Produkt der Erde, ein mittelbares Ding, und muß verwesen wie Gras und Baum und Thier; das Werk der Seele aber ist ein vom Herrn ganz direkt ansgegangeues Geschehniß, und muß ewig bestehen. In dem Profetenworte: als?יבש חציר נבל ציץ ודבר אלהינו ׳ לעולם liegt der Beweis, liegt die Bürgschaft für die Fortdauer des menschlichen Geistes. Was die direkte Schöpfung vorzüglich bezeichnet, ist der Nanic ראשית, da dieses ein Urerstes bedeutet, dem zu seiner Entstehung nichts Anderes vorangegangen, als das Geheiß Gottes: ״aus Nichts ein Et« was" zu werden; dem mittelbar Gewordenen kann man den Naincn ראשית nicht beilegen, so ist GraS an und sür sich kein ״tlrerstes/ son-