Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 16 (1862)
- Issue
- 28 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 121)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
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- 118 - Der erste Brief der Tichemiten an Hiob Ludolf, kaiserlichen Rath. Aus dem hebräisch - samaritauischen Urtexte ins Hebräische transcribirt. Bon Dr. Alois Müller *) (Gedruckt ist dieser Brief samaritamsch im Jahre 1688.) בשם יחיה אלהי ישראל: יהוה אלהינו: ואלהי אבותינו! אלה׳ אביהם ויצחק ויעקוב: כודי לו תמיד ננל הימים: אשל_ שלח משה נבינו בתולה והמצוה: וגלא קדוש הר גליזים בית אל הוא המקום חמבחל עליו השלום: אשל אמל יהוה והיה בעבלכם את הילד; תקימו את האבנים האלה אשל אנב׳ מצוה אתכם היום בהל גליזיס: ובתל כן נשלם עליכם:ונשול יהוה ישמלכס: ביכלוחו הגדולה : אמן: וכד בא אלינו מכתב בלשן העברי על יד יעקב בן ישראל העומלי היהודהי: וזכיתם אך אנחנו בני שמרון: לא ידענו שם שמלון: מת הוא: דעו אחינו כי אנחנו בני ישראל השמיים עם־ קדש עהולים: קדישיס: שמל׳ החולה הקלושה חולת משת בן עמלם : ולא נקלא אלא התולה מן בראשית אל לעיני כל ישראל: ועמנו ששל יהושע בן נון: ולא נקרא חשל׳ נביים היהודהיס : ואנחנו כלנו מן בני יושן> הצדיק מן שגט׳ אשלים ומנשה: ומן בני לו• ומן בני שינחש בן אלעזל בן אהלן הכהן: *) Bekanntlich ist gegenwärtig Nablus, 12 Stunden nördlich von Jerusalem, wohl der einzige Ort, in dem Samaritaner seßhaft zu finden. Der erste europäische Gelehrte, welcher die Aufmerksamkeit aus sie richtete, war Julius Scaliger. Zuletzt trat Silvester de Sacy mit ihnen in Korrespondenz, welche mit einigen Unterbrechungen bis zum Jahre 1820 dauerte. Die Samaritaner erkennen bekanntlich nur die 5 Biicher Moses als göttlich au; das ganze übrige alte Testament verwerfen sie. Sie haben zwar auch ein Buch Josua, welches aber von dein unsrigcn ganz verschiedell, voller Fabeln, nur arabisch vorhanden ist, und die Geschichte bis auf den Kaiser Hadrian und weiter fortfiihrl, ober auch nicht kanonisches Ansehen bei ihnen hat. Sie haben den hebräischen Pentateuch mit samaritauischen Lettern geschrieben und lesen ihn in ihren Synagogen nur hebräis ch vor, die samaritanische Uebersctzung ist fast ganz außer Gebrauch gekommen, da sie das Hebräische besser verstehen. Aber sie lesen das Hebräische mit einer ganz eigenthitmlichen Aussprache. Den Namen Jehova lesen sie Schema שמא d. h. ״der Namen." Daher die Fabel daß sie einen Götzen unter dem Namen ״Asiina" anbetcn. Das Wort בראשית sprechen sie nicht wie wir, sondern mit Pathach im Anlaute. Uebrigens ist ihre Umgangssprache arabisch. — Der vorliegende Text ist leicht verständlich. In demselben sind die beiden Worte הר גריזים stets als Eines geschrieben. Die mangelhafte Ortographie, der wir in einzelnen Worten begegnen, darf uns nicht Wunder nehmen, wenn wir bedenken, wie wenig wohl das Hebräische bei ihnen im Gebrauche ist. Weiter bemerken wir noch ״ אפרבגיder Franke", ראו שלאים ״Jerusalem״ אעלד ,״England״ מה ,״nichtפשטנו ,״ von השוט die Wahrheit ״wir wissen, kennen". Geschrieben ist der Brief im Jahre 1685 (?). Jedenfalls haben sie eine ganz eigene Zeitrechnung. Der Einsender.