Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 8 (1853)
- Issue
- 18 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 95)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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94 Jahr«» in Wien, mit dem gefeierten Mannheimer auf dem freundschaftlichsten Fuße — ich glaube mir es nicht unverdient schmeicheln zu dürfen— gegenseitiger Achtung und Würdigung, und es gehört mehr als eine gewöhnliche Dosts von schamloser impertinenter Frechheit hiezu, mir zuzumuthen : ich hätte mir einige Uebersetzungspiecen seiner Kinoth zugeeignet! Es gibt übrigeus Dinge, die, wenn sie nicht zum Todtlachen, zum Todtärgern wären. Wir finden uns nicht bewogen, auf den frechen anmaßenden Ton dieser schmutzigen Anschuldigung einzugehn, und finden uns i» dem Bewußtsein befriediget, eS u»S mit gutem Gewissen sagen zu können: selbe in keiner Beziehung verdient zu haben. Wir haben — vor Gott bezeugen wir e- — ehrlich den Sachverhalt hiemit dargestcllt, und dieselbe fällt somit auf den eigenmächtigen Verleger Busch zurück! — Da wir aber diese übrigens uns sehr gleichgültige Rüge dem literarischen Tritschtratsch-Fabrikanten JsidorBusch verdanken, so wollen wir uns nicht, wie so mancher Anschuldiger, de« schwärzesten Undanks schuldig machen, und ihm zum Deukmal einen Aufsatz hieher setzen, der aus der Feder unsres rühmlichst bekannten Eduard Dreier geflossen, und unter dem Pseudoniiu „Guido Waltersberg" in der „Wiener Zeitschrift" v. I. 1846 S November Nr, 221 abgedruckt war. Dem Verdienste seine Kronen, Künst'ger Frechheit — kein Versch-oucn! — Stern. Dies der Aufsatz Wort für Wort: „Gallerte Wiener Buchmacher. Bo» Gnido Waltersbcra. >. Isidor Busch. Nützlicher als alle» Dieses, mein Sohn ist eig«> »cs Aufmerkc», des Vstchermachens ist kein Ende! Sprüche Salomom«. Zu den unzähligen Krebsschäden der Literatur gehören auch jene spekulativen Unternehmungen, welche entweder vou VerlagShandlungeu, oder einzelnen Individuen ausgehend, nichts andere« als pekuniären Vortheil beabsichtigen, ohne sich um das Weitere zu kümmern. Seit der Erfindung der Presse sind noch nie so viele Bücher gemacht worden, wie jetzt-, seit der Erfindung der Presse hat es »och nie so viele Buchmacher gegeben, wie in unserer Zeit. Einen Buchmacher nenne ich Denjenigen, der alte Folianten, vergessene Bücher, seltene Druckwerke u. s. w. plündert, und unter seinem Namen herausgibt; einen B u ch mache r nenne ich Denjenigen, der von irgend einem armen Studenten, ein in srenrder Sprache geschriebenes Werk übersetzen läßt, diese Uebersetzung feilt, und für thcure« Honorar als eigene« Original - Produkt einem Verleger verkauft; einen Buchmacher nenne ich Denjenigen, dem e« nur darin» zu thun ist, Bücher in die Welt zu schicken, der sich daher in alle Litcraturzweigc »ittzgt, heute einen Baud Ballade», morgen eine schlechte Topographie, übermorgen Volksmärchen, dann Novelle», dann die literarische Hinterlassenschaft einer ihm ganz fremden Personalität n. s. w. hcrauSgibt, und dies Alles nur um des liebe» Honorars Willen, zu Nutze» und Fromme» de« eigene» Säckels; einen B » ch m ack> er nenne ich endlich Denjenigen, der, ohne selbst ciuen Funken Geist zu besitze«, der ohne je eine Zeile für die Oessentlichkeit geschrieben zu haben, sich dennoch an die Spitze eines literarische» Unternehmens stellt, wo er seine eigen« Unfähigkeit durch fremde Talente bemäntelt, und durch Anderer Arbeit auf einem Felde erntet, welcheer selbst zn bebaue» nicht im Stande ist. Zu dieser verwerflichsten Klaffe der Buchmacher gehört Isidor B n s ch, der Herausgeber de- „Jahrbuches für ZSraeliten."