Mannheim
Compact Memory

Kokhve Yitsḥaḳ · 1848-01-01 · 12 (1848) · p. Seite 88

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kokhve Yitsḥaḳ
Volume
4 (1848)
Issue
12 (1848)
Date
1848-01-01
Page
Seite 88 (sequence 90)
Language
Hebrew, German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/4785731-6613241-4786036--1125-4786125
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

- 88 - Talmudtsche Exegese von Benjamin Kewall in Wien. תגיא אמר י' ישמעאל «< אלישע פעם אחת גכנםתי להקנויר קנוורת לשני ולפנים וראיתי אנתריאל יה ד' לגאות שהווז יושג על נטא רס משא ואמר אלי ישמעאל גני גרמי ואמרתי יהי רצין מלפניו שיפגשו רחמיך את כעסן ועולו רחמיו על מלותיך ותתנהג עם גניך גמרת הרחמים ותננס להם לפנים משורת הוי! ונענע לי גראשו וקמ׳ל שלא תהיה נרנת הריונו קלה געיניך• (גרנות 1' ע'א); Dieses höchst räthselhafte, wahrhaft mystische תניח zahlt zu jener Klasse אניוח , die Talmud - Feinden, Talmud-Verächtern reichen Stoff zu sarkastischen Bemerkungen, zu höhnenden Gloslen, liefern. ״Wie/' rufen die Herren ganz entrüstet aus, ״Gott, der nie versiegende Urquell alles Segens, will sich von einem Priester segnen lassen?? Und der Priester ist blind, ist anmaßend E und — segnet?? Und dieser Segen!! Der Anfang ist ung, das Andere, eine Rede pro «iomo! Gott der Herr wird jetzt gewiß die kecken Priester mit einem!יחת־ן לגין נקחת־ך חרף חרפח lcharf zurecht weisen? Nichts weniger! Er schüttett beifällig den llopf und — die Eonsequenz: הלח תחיה גר:ת הריונו קלח ,ע,,<י ist fertig. Das ist die Geistes- und Herzenskost, die uns derTalmud iumuthet? Das — Gemach, gemach, Ihr Herren I Blinder Eifer schadet nur, wäre er auch ׳קנאת חחייח was doch — unter »ns gesagt — bei Euch nicht der Fall ist. Laßt Euch sagen, Ihr Herren! ES gibt Menschen, die wegen ihrer Seicht- und Leichiigkeit immer und überall auf der Oberfläche schwimmen, niemals lief kommen. Ganz natürlich, d^ß diese Menschen immer nur Schaum und nie eine Perle zu sehen bekommen. Die n,^ — das werden Euch alle Wohlunterrichteten, die eine ernstliche Gesin- »ung haben, sagen — die אניות sind nichts als Allegorien hochwichtiger Wahrheiten, moralischer Tendenzen, philosophischer Resultate u. dgl., die man einfacher und deutlicher auszusprechen, dicht für rathsam hielt. Wer sie .3דג ■יס ננת nimmt, sie bespöttelt »nd wegwerfend von ihnen spricht, beweist nur die eigene Jgnob»nz und Arroganz und seine — Böswilligkeit. Auch unser תניח »irgt ohne Zweifel einen tiefen bedeutungsvollen Sinn, nnd cs »aben in der That schon Manche ihn gefunden zu haben geglaubt. iSiehe auch diese Zeitschrift Lief. 8. S. g —!3, wo die Lösung, b>e übrigens keine glückliche ist, sich auch in einem höchst g?lunßenen, wunderschönen Gedichte ausspricht.) Vielleicht Folgendes 'hr Kern. Gott als die reinste Güte, die höchste Heiligkeit, als bebevoller Vater der Menschen, muß bei ihrer Glückseligkeit sich f»euen, bei ihren Leiden sich betrüben. ״Und deine Seligkeit, die aus dir selber fließt, scheint dir »och seliger, sobald sie sich ergießt." sV. Haller.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.