Bikkūrē hā-'ittīm
- Journal
- Bikkūrē hā-'ittīm
- Volume
- 1824 - תקפ״ה
- Date
- 1824-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 178)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
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( 16 ) 4<L kömmt. Denn, daß dieser Hang nach Erzählungen von überirdischen Dingen nicht das Werk der Erziehung oder der Religion sey, beweist die Vorliebe, die selbst die zarte Jugend für Geister-und Wundergeschichten hat; und in diesem Sinne spricht der göttliche Dichter : „Der unmündigen Kinder Lallen befestiget dein Reich."*) Da aber Religion die einzige Brücke ist, die Zeit und Ewigkeit verbindet, so ist ihr Einfluß auf die Phantasie sehr entscheidend. Und da die Imagination das Organ der Poesie ist, so muß die Poesie jeder Nation vorzüglich den Charakter der Volksreligion an sich tragen. Die Poesie der Heiden wird daher, da ihre Religion der Sinnenwclt so nahe verwandt, ihr höchst Intellektueleö nur veredelter Körper war, im Darstellenden und Beschreibenden unerreichbar bleiben. Aber eö mangelt ihr jenes Arische sanfte Lispeln der Geisterwelt, jener leise Hauch auö der Unendlichkeit, wo die Phantasie im Ringen nach Bildern die außerhalb ihres VvrstcllungS-Vermögens liegen, so hoch beseligt sich fühlt.— Nach dieser Voraussetzung sollte man sich von der ebräischcn Poesie eben nicht viel versprechen. Keine Religion biethet der Einbildungskraft so wenig dar; kein? ist mit den Sinnen so wenig befreundet als die mosaische. Nicht nur daß Gott hier daö unbegreifbarste, über alle Vorstellungen erhabene Wesen ist; wovon wir unö kein Bild machen können noch dürfen; sondern dieser höchst intellektnelc Gott regiert auch unmittelbar das ganze physische und moralische Weltall selbst. „Gott ist es, der das Heer der „Sterne mustert; aber auch auö seiner Hand erhält „alles Lebendige seine Speise. Gott der Ehre donnert, Psül», " . ».