Lûaḥ
- Journal
- Lûaḥ
- Volume
- 1929 - 5690
- Issue
- 1929 - 5690
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 15)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Mattes ist, sondern die des vorigen: wenn am kommenden 12. Elul der Geburtstag Mendelssohns — im bürgerlichen Datum gegenüber dem (>. September von 1729 um volle 11 Tage verzögert, wie im Schaltjahr 5989 nicht anders zu erwarten — zum zweihundertsten Male wiederkehrt, trennen uns nur noch zweieinhalb Wochen vom Jahreswechsel. Bis dahin aber denken wir uns diesen Luaeh in den Händen seiner meisten Benutzer und hoffen sogar, denjenigen unserer Freunde, die wir nicht nur durch ihn erreichen, das Andenken Mendelssohns in eindringlicherer und lebendigerer Form nahe zu bringen, wie es sich für unsere Gesellschaft ziemt. Denn ein Bahnbrecher jüdischer Volksbildung, selbstlos und allein der heiligen Sache hingogeben, wie nur einer, ist Mendelssohn ohne jeden Zweifel ge,wesen. „Ich verfertigte die deutsche l’ent.ateuch- Uebersetzung“, so schrie!) er in einem hebräisch abgefaßten Brief, „nicht etwa, um dadurch Huf und Namen in der Welt, oder gar einen pecuniären Gewinn zu erlangen, sondern zum Gebrauche für meine Kinder, die mir Gott schenkte“. Und an der gleichen Stelle versichert er seine Mitarbeiter, außer einem allenfalls zu erwartenden materiellen Gewinn „stehe ihnen noch eine himmlische Belohnung zu, für ihr redliches und gutes Streben in den Augen Gottes, dessen Gesetz sie noch zu verherrlichen suchen, indem sie das Herz der israelitischen Jugend von den fremden Ausgeburten, mit denen sie sich bis jetzt befaßte, abwendig machen“. Wer trotzdem nicht, den beispielgebenden jüdischen Volksbildner in ihm sieht, sondern ihn aus Freude am Schlagwort, lediglich als Kämpen der Aufklärung mit dem Achselzucken airtun möchte, das man heutzutage nur zu gern für dieses immerhin nicht ganz unrühmliche Stück neuerer Geistesgoschichte bereithält, der übersieht vor allem einmal, wie scharf unser Philosoph seihst definiert hat: 9 2