Lûaḥ
- Journal
- Lûaḥ
- Volume
- 1929 - 5690
- Issue
- 1929 - 5690
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 9)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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beobachtet und danach der Monatsanfang bestimmt. Außerhalb Palästinas hat man wegen dieser wenig sicheren Berechnung den eintägigen Ilauptf eiertagen mit Ausnahme des Versöhnungstages einen zweiten Tag hinzugefügt. Fixiert wurde der jüdische Kalender erst durch Hillel II. im 4. Jahrhundert nach der gewöhnlichen Zeitrechnung. Die zweiten Feiertage aber wurden beibehalten. Zwölf Monate bilden das Jahr, weil ungefähr nach dieser Zeit die Erde einmal ihren Kreislauf um die Sonne vollendet hat und die Sonne die Jahreszeiten macht, in die gewisse Feste fallen sollen. Das normale jüdische Jahr hat 354 (6X30+(iX29) Tage, d. i. 1.1 Tage weniger als das normale Sonnenjahr. Zum Ausgleich mit diesem setzen wir innerhalb 19 Jahren (Mondzyklus) 7 Schaltjahre (3, 6, 8, 11, 14, 17, 19), d. h. Jahre, in denen hinter dem 12. Monat ein 13. von 30 Tagen — Weadär oder Adär scheni. zweiter Adär — eingeschaltet wird. Will man wissen, ob ein Jahr ein Schaltjahr ist, so teile man die betr. Jahreszahl durch 19; bleibt 3, 6, 8, 11, 14, 17 oder 0 Rest, dann ist es ein Schaltjahr. Das .Jahr beginnt mit dem 1. Tischri, die Monate mit dem Nissan; dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich wohl daraus, daß man ursprünglich das Jahr mit Nissan als dem ersten Frühlingsmonat beginnen ließ, später aber den 1. Tischri, den „Tag des Posaunenschalls“, der die hohen Feiertage einleitete, zum Neujahrsfest gemacht hat. Man zählt die Jahre (auf Grund biblischer Angaben) „nach der Schöpfung der Welt“, wobei die Idee, nach der Welt (hebräisch aulom, auch Ewigkeit) statt nach einem Religionsstifter oder einem geschichtlichen Ereignis zu zählen, ausschlaggebend ist. Der erste Tag jedes Jahres wird so zum Geburtstag der Welt. Die häufiger im Jahre wiederkehrenden religiös ausgezeichneten Tage sind: 3