Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- I (1905)
- Issue
- 1 (14.4.1905)
- Date
- 1905-04-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1 LITERATURBLATT Jahrganges einer neuen Reihe als Heft 15 der ganzen Serie erscheint. Der Titel ist vereinfacht worden und die Zeitschrift aus dem Selbstverläge der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in buchhändlerischen Vertag übergegangen. Aber wesentlicher ist, dass der hochverdiente Redakteur M. (irunwald der alleinige Herausgeber geblieben ist, und dass damit die wissenschaitliche Bedeutung der ebenso anspruchslosen wie ernsthaften Zeitschrift gewährleistet ist. Das neueste Heft der „Miitteihingeu". welches bereits den achten Jahrgang dieser Zeitschrift eröffnet, enthält eine ungemein aufschlnssi\'.Jie Arbeit desi emsigen Sanimlera Albert 'Wol.fi, Dresden, ,„U e b e r jüdische Kunst und ältere jüdische Künstle r". ES ist zu wünschen, dass diese verdienstvollen Forschungen auf allen beteiligten Seiten wenigstens dadurch gefordert werden, dass man dem Autor mit dem, Nachweis biographischer Daten nach Kräften an die Hand geht. So wird der am Schluss seines Aufsatzes ausgesprochene Wunsch, in kurzem eine Fortsetzung (bieten zu können, hoffentlich bald in Frfiilluiig gehen. »,E ine jüdische Hochzeit i n S ü d r u s s l a n d" schildert anschaulich und mit Wiedergabe der originellen Dadehenlieder Dr. S. W e i ssenberg, Elisabctbgrad, der sich durch seine anthropologischen Forschungen über die sikinissisehen Juden vorteilhaft bekannt gemacht hat. „42 H a g g a d a h h a n d s e h r i f t - 111 u s t r a t i o u e n", von dem bekannten Bibliothekar an der Bibliothedue nationale. Moise Schwab, mit erläuterndem französischem Text begleitet, bilden den Schluss des iiilnUsreichen Heftes. Die Reproduktionen sind gut. Theodor HerzÜ's sämtliche zionistische Schriften Unserer heutigen Nummer liegt eine Bestellkarte des Jüdischen Verlages, BerlCn-Charlottenburg, Herderstr. ,3/-4 auf die 10 Mark-Ausgabe von Theodor. Herzls. zionistischen Schriften bei, Diese Ausgabe wird in vorzüglicher Ausstattung und vornehmem Einband! hergestell.it und zum verhältnismässig niedrigen Preise von Mk. 10.— angesetzt, um weiteren Kreisen die Anschaffung dieser schönen Ausgahe zu ermöglichen. Da das Werk in dieser Ausstattung nur in einer bestimmten Auflage erscheinen wird, empfiehlt es sich, Bestellungen um g e h e n d aufzugeben. Notizen Jüdischer Handel im frühen Mittelalter Jüdische Grosskaufleute vermittelten von fränkischer Zeit ab bis zum Sn n t'CS 'a,irhunderts. als zunehmende Verfolgungen sie zwangen '»n Osten, in Litthauen und Polen, Schutz zu suchen, auf dem Seewege «en Handelsverkehr milt dem Orient und besassen bereits im 9. Jahr- 1 r*ifestc Handelsstrassen, die über Land von Arragonien bis nach [ndien "", Ul"ta führten. Arabiens Spezereien, die kostbaren Gewebe der Sassa-? ," Kamc" so an den Hof Karls des Grossen, daneben auch allerlei seltenes Oetier, wie die beiden Affen, von welchen man in Mainz Ueberre&te fand.. welche zweien der jüdischen Kaufmannshäuser den Namen gaben, das Kamel dessen Schädel in der Fhreustrasse zu Köln zum Vorschein Kam der Flefant Abdull Abhas. den der Kaufmann Isaak aus Asien bis an den kaiserlichen Hof nach Aachen brachte. Aber auch die feinen Frzeustivsse byzantinischer Kunst kamen so ins Abendland. In Mainz sind gerade auf dem Gebiete der ältesten jüdischen Niederlassungen zwischen der heutigen Betzelsrasse bis nördlich zur Eigensteinkurie die prachtvollen hibcl« (.Gewandnadelii) in Adilerform, sowie der reiche Schmuck von