Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Heinrich Heine in seinem Verhältnis zu Mutter und Schwester
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 23)
- Language
- German
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Die Hobe gris de perle habe ich für Hnnchen bestimmt, und die blaue Hobe für Leuchen, die Du in Hamburg zurückerwartest, wie Du mir sagst. Übers Meer rate ich Dir, selbst wenn Du Gelegenheit hättest, die Hobe nicht zu schicken, da die Seeluft die Farbe beschädigt. Bleibt die Blondine aber zu lange aus, so kannst Du immerhin, wenn Du willst, der zurückgebliebenen Brünette die blaue Hobe ebenfalls geben, und ich will hiermit im voraus Dir sagen, daß mir auch dieses recht wäre. Ich habe für die Mutter nichts gekauft, da sie eine Prachtrobe sich doch nicht machen läßt und nur schreien würde. Ich bitte Dich daher, kaufe für sie in Hamburg eine wunderschöne Mütsch, und sage ihr, daß dieselbe in Deinem Pakete beigepackt war; kaufe so schön als möglich, und sage mir unverzüglich, wie viel Du für mich ausgegeben hast. Den Namen, den Du mir genannt hast, habe ich mir wohl gemerkt, und ich werde vir darüber schreiben; ich vergesse es nicht. Es geht mir leider diesen Sommer nicht gut. Ich leide Tag und Nacht an Krämpfen, und komme nicht aus dem Bette. Die verbrengerin führt sich sehr gut auf, und hat sich mit den eingekauften Hleidern zehnmal mehr gefreut, als wenn die Kleider für sie selbst gewesen wären. Sie soll aber dafür belohnt werden. Sie ist mir unentbehrlich in meinem Leiden, und mich graut vor dem Gedanken, daß ich sie verlassen muß. 292