Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Heinrich Heine in seinem Verhältnis zu Mutter und Schwester
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 13)
- Language
- German
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Hamburg abgeschickt worden sei, so habe ich doch dasselbe bis heute noch nicht erhalten, und ich bitte Lottchen, die darauf bezüglichen Untersuchungen zu machen. Ich gestehe, daß ich nicht wenig verdrießlich bin. Ich bitte mein liebes Lottchen, mir darüber gleich zu schreiben. Und nun lebt wohl: ich küsse Euch alle treulich und herzlich Harry Heine Paris, 7. Juni 1851 Liebe gute Mutter! Es ist wieder lange her, daß ich keine Nachrichten von Deinem Wohlbefinden erhalten habe. Ich hoffe, daß Du die Übergangs-Jahrzeit wohl überstanden hast; mich hat sie etwas geprickelt, aber ich bin, wie mich dünkt, noch gesünder als vorig Iahr davon gekommen. Mein Zustand hat sich etwas verbessert, wobei aber dennoch noch immer viel Grund zu Klagen übrig bleibt. Daß Gustav momentan seine Neise hierher aufgegeben, wegen zu großer Beschäftigung, hat mich betrübt. Ich habe viele deutsche Besuche, die mir aber selten etwas angenehmes mitzuteilen haben. Gestern erfuhr ich die skandalöse Geschichte, welche die dortigen Gabens und die ganze Oppenheim'sche Zamilie so sehr compromittiert, ja mit In- 282