Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Heinrich Heine in seinem Verhältnis zu Mutter und Schwester
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 12)
- Language
- German
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sie den letzten Sous für meine Rrankheitspflege und die Erleichterung meines Zustandes ausgeben kann. Sie führt sich außerordentlich gut auf, und nur in Betreff des kranken Mädchens hatte ich einen schweren Stand, bis ich sie bewog, die arme Person ins Hospital zu geben, wo sie jetzt wirklich ist, und sich schon merklich besser befindet, hätte ich dieses schon vor 4 Monat getan, so wäre ich nicht blos eine bedeutende Summe reicher, sondern ich wäre auch den kostspieligsten Mißverhältnissen entgangen, aus denen ich mich jetzt nur mit Mühe Herausreißen famt; ich spreche in Beziehung auf meine Domestiken. Manche alte Wirrnisse in meinen Finanzen scheinen sich aufzuhellen, und ich habe die Aussicht, von manchem schon Kufgegeben einen Teil endlich zu retten, was mich am meisten verdrießt, ist, daß ich nicht im Stande bin, einen Sous zu verdienen, in einer Zeit, wo ich so vieles tun könnte. Noch immer kein Wort von Lampe, dessen Stillschweigen darauf berechnet zu sein scheint, den Moment zu erwarten, wo ich auf dem letzten Loche blasen, mich ihm für einen Npfel und ein Stück Brot ganz gebunden hingeben müßte; er irrt sich. — Nn Gustav habe ich unlängst geschrieben, ihn mit einigen literarischen Aufträgen belastet. — Und nun eine wichtige Sache: obgleich mir mein liebes Lottchen schreibt, daß das Ristchen mit Büchern schon am 2ten Oktober hierher von 281