Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 13)
- Language
- German
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- Aleppo 1× ep/1047811
- Haifa 1× ep/1047930
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wurde altes billiger. Girier Kartellierung der Warenhäufer war leicht vorzubeugen. Für Geschäfte, die fich zu einem Preiskartell zufammentaten, beforgten wir die Verrechnung nicht. Sie mochten dann zufehen, woher fie ihre Kundschaft nahmen. Untere ordentlichen Heute bekamen sie nicht. Aut diese Art schufen wir in zwei, drei Monaten den Markt der ersten Zeit. "Während fich in allen Ländern die Ortsgruppen um die Auswahl der süchtigsten bemühten, bereiteten englische, deutsche und französische Warenhäuser ihre Niederlassungen in "Haifa, Jaffa, Jericho und vor den Toren Jerusalems uor. Die einheimische Bevölkerung sah das Auftauchen der abendländischen Sachen mit Staunen. Man wußte sich anfangs die Merkwürdigkeiten gar nicht zu erklären. Gin schnurriger Brief des Architekten Steineck aus dieser Zeit schildert die gravitätische Verblüffung der Orientalen beim Grfcheinen dieser Wunder. „Grnfte Kamele blieben stehen und schüttelten den Kopf." schreibt unter Freund. Aber die Ginheimifchen fingen gleich zu kaufen an, und bis nach Damaskus und Aleppo, nach Bagdad und an den persischen Golf verbreitete sich die Kunde von den neuen Bazaren. Die Leute strömten herbei. So bewirkte schon die Vorahnung unteres "Unternehmens ein Aufleben von Handel und Wandel. Nach den glänzenden "Refultaten der ersten Monate begannen einige Großhändler die gangbarsten Waren in Palästina selbst zu erzeugen, weil fie dabei die Transportspesen ersparten. Das waren die frühesten Ansätze zu unterer heutigen blühenden Großindustrie. 114