Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 12)
- Language
- German
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Beginn der Illanderung zu u er ständigen, viele Kaufhäufer hatten Mafien alter Badenhüter und ihre Besitzer durften froh fein, solchen Absatz zu finden. Für uns war es eine bedeutende Entfaltung, daß wir nicht für alle Bebensnotwendigkeiten unterer Ankömmlinge im vorhinein sorgen mutzten. Wie tollten wir alle die Betten, Fische, Schränke, Matratzen, Killen, Decken, Schüsseln, Teller, Töpfe, Wäsche, Kleider, Stiefel vorher eiten? Das wäre an sich schon eine ungeheure Aufgabe gewesen. Wir überließen sie am beiten solchen konkurrierenden Großunternehmern, die sich dabei ihren Vorteil tuchen mochten. Diese Kaufleute hatten freilich in den armen Einwanderern keine sehr geldkräftige Kundschaft. Anders als in Teilzahlungen konnten die Ansiedler die Waren nicht erstehen. Doch gab es eine Sicherheit darin, daß die neue Gesellschaft die vereinbarten Katen den Arbeitern und Angestellten vom Bohn abzog und den Kaufhäusern direkt zuführte. Dadurch erlangten wir aber auch einen gefunden Einfluß auf die Warenpreise, die unteren Ansiedlern gerechnet wurden. Unter Kechnungsdepartement ließ sich mit den Kaufhäutern auf solchen Verkehr nur ein, wenn sie ihren festen Preistarif vorgelegt hatten. So wurde die Bewucherung der armen Beute verhindert, und die Warenmagazine machten große Umsätze bei völliger Sicherheit. Ja, es ist noch selten in der Weltwirtschaft vorgekommen, daß die Bieferanten einen bevorstehenden Warenverbrauch mit solcher Wahrscheinlichkeit abschätzen konnten. Die Bieferung hatte etwas Heeresmäßiges und doch Freies. Die Konkurrenz blieb allen offen. Dadurch 8 Lhamizer, fllmanacb 113