Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 4)
- Language
- German
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braucht, wanderte hin, weil einige Heute dort Seid in der konzentriertesten Form erlangten. Die Dach strömenden waren nur zum Teile Soldgräber. Sie gingen nicht dem Verdienste nach, der in der 6rde verborgen war, sondern dem, der schon zutage lag. Sie wollten an dem bereits gefundenen Solde verdienen. Ich habe dieses grelle Beispiel gewählt, um zu zeigen, wie jede Grwerbsgelegenheit, wenn sie den Unternehmungsgeist anfpricht, schnell noch andere Grwerbsgelegenheiten schafft. Jeder praktische Nenfch weitz das beinahe instinktiv, ohne erst auf die Profefforen der Nationalökonomie zu warten, die es ihm in geheimnisvollen Ausdrücken erklären. Tatsächlich gehörten wir Juden schon feit langer Zeit zu den findigsten Unternehmern. Dur auf untere eigene Zukunft hatten wir früher nie wirtschaftliche Hoffnungen gebaut. Warum? Weil die Sicherheiten fehlten. Wenn die Sicherheiten aber geschaffen wurden, mutzten wir in diesem Lande mindestens dieselbe Unternehmungskraft betätigen wie in anderen Ländern. Darum machte mir das Hervorkommen der notwendigen Kapitalien keine übermäßige Sorge. War das Land bereit und die Ginwanderung eingeleitet, fo mutzte jedes angemessene Selderfordernis aufzubringen fein. Da mir die Leitung der Kolonisation übertragen war, bedang ich mir vor allem aus, datz der Charter vorläufig noch nicht veröffentlicht werden dürfe. Ich wollte kein tumultuarifches Ginwandern haben. Gs wäre gewitz zu argen Unordnungen gekommen. Die ärmsten, gierigsten 105