Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Ewig gültige Gedanken aus dem "Judenstaat", 1896
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4086896-10094641-10094652--093-4086979- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ko Minen werden, sind zu benützen. So kann es eine in der Geschichte beispiellose Fornr der Landnahme und Staatgründung werden, mit bisher nicht dagewesenen Lhancen des Gelingens. ^)er Iudenstaat braucht nur ein Berufsheer—allerdings ein mit sämtlichen modernen Kriegsmitteln ausgerüstetes— zurAufrechterhaltung -erGrdnung nach außen wie nach innen. )ch denke mir, daß die Regierungen diesem Entwürfe freiwillig einigeAufmerksamkeit schenken werden, und vielleicht wird man sogar da und dort von Anfang an dem Plane mit Sympathie entgegenkommen. Denn durch die Iudenwanderungen, die ich meine, können keine wirtschaftlichen Krisen entstehen, wenn man uns nicht nur gewähren läßt, sondern geradezu hilft, so wird die Bewegung überall befruchtend wirken. Die Staaten hätten den Vorteil, daß ihr Exporthandel gewaltig wüchse, denn da die ausgewanderten Juden drüben noch lange auf die europäischen Erzeugnisse angewiesen wären, müßten sie sie notwendig beziehen. Liner der größten vorteile wäre wohl die soziale Erleichterung. Die soziale Unzufriedenheit könnte auf eine Zeit hinaus beschwichtigt werden. 76 A.;:aa>-