Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Ewig gültige Gedanken aus dem "Judenstaat", 1896
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 15)
- Language
- German
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Ich habe zudem die Überzeugung, daß der Siebenstundentag vollkommen durchführbar ist. Und wenn sich Zeigt, daß er praktisch möglich ist, so wird ihn unser künftiger Staat als gesetzlichen Normaltag einführen. Den Siebenstundentag aber brauchen wir als weltfammelruf für unsere Leute, die ja frei herankommen sollen. Ls muß wirklich das gelobte Land sein ... Allmählich wird die Company in den anfänglich primitiven Niederlassungen Industriesachen zu erzeugen beginnen. Zunächst für unsere eigenen armen Auswanderer: Kleider, Wäsche, Schuhe usw. farbikmäßig. Denn in den europäischen Abfahrtsstationen werden unsere armen Leute neu gekleidet. Cs wird ihnen damit kein Geschenk gemacht, weil sie nicht gedemütigt werden sollen. Ls werden ihnen nur ihre alten Sachen gegen neue eingetauscht. Die völlig Besitzlosen werden für die Bekleidung Schuldner der Company und zahlen drüben in Arbeitsüberstunden, die ihnen für gute Aufführung erlassen werden. Schon in der Neubekleidung der armen Auswanderer soll etwas Symbolisches enthalten sein: Ihr beginnt jetzt ein neues Leben! Die Society of Iews wird dafür sorgen, daß schon lange vor der Abreise und auch unterwegs durch Gebete, populäre Vorträge, Belehrungen über den Zweck des Unternehmens, hygienische Vorschriften für die neuen Wohnorte, Anleitungen zur künftigen Arbeit, eine ernste und festliche Stimmung 69