Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Ewig gültige Gedanken aus dem "Judenstaat", 1896
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4086896-10094641-10094652--085-4086971- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
weil es die Bewucherung durch Kleinhändler, Wirte usw. verhindert. Die Company aber vereitelt so von Vornherein, daß sich unsere kleinen Leute drüben dein gewohnten Hausierhandel zuwenden, zu dem sie hüben ja auch nur durch eine geschichtliche Entwicklung gezwungen wurden. Und die Company behält die Säufer und Liederlichen in der Hand. Ls wird also in der ersten Zeit der Landnahme gar keine Arbeitslöhne geben? Doch: Überlöhne. ^)er Normalarbeitstag ist der Siebenstundentag! Das heißt nicht, daß täglich nur sieben Stunden lang Bäume gefällt, Lrde gegraben, Steine geführt, kurz die hundert Arbeiten getan werden sollen. Nein. Man wird vierzehn Stunden arbeiten. Aber die Arbeitertrupps werden einander nach je dreieinhalb Stunden ablösen. Die Organisation wird ganz militärisch sein. Dreieinhalb Stunden hindurch kann ein gesunder Mann sehr viel konzentrierte Arbeit hergeben. Nach dreieinhalb Stunden Pause — die er seiner Nuhe, seiner Familie, seiner geleiteten Fortbildung widmet — ist er wieder ganz frisch. Solche Arbeitskräfte können Wunder wirken. Der Siebenstundentag! Lr macht vierzehn allgemeine Arbeitsstunden möglich — mehr geht in den Tag nicht hinein. 68