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Illustrirter jüdischer Familienkalender · 1881-01-01 · 5642 = 1882, 4. Jahrgang · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Illustrirter jüdischer Familienkalender
Volume
5642 = 1882, 4. Jahrgang
Date
1881-01-01
Page
Seite 106 (sequence 115)
Language
German
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IRI
…/10622931-10676943--115-4085667
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106 Zacharias Frankel. (זכריה בן יעקב הלוי) Von Dr. M. Rahmer, Rabbiner in Magdeburg. ״Nicht wer fürchtet, sondern wer liebt, ist wahrhaft gläubig." Z. Fr ankel. Der Mann, dessen freundlich blickendes wohlgetroffenes Bild das Portal dieses Jahrbuches ziert, hat im ersten Jahre unseres Jahr- Hunderts — am 1. October 1801, שמחת הזרה*) — das Licht, der Welt erblickt und war fast durch ein halbes Jahrhundert ״seines Volkes Licht und Leuchte". — Nappaport, Zunz, Frankel bilden das leuchtende Dreigestirn, das in den ersten Dezennien unseres Säculums am Himmel der wiedererwachenden jüdischen Wissenschaft erglänzte und die Sonne wissenschaftlicher Erforschung des Judenthums in Deutschland heraufführte, von der die Verjüngung des jüdischen Geistes, die Erneuerung und Hebung unserer Literatur in vielen Strahlenbrechungen ausging. Es giebt wohl selten ein Gelehrtenleben, in welches wissenschaftliche Forschung und praktische Wirksamkeit so innig verschwistert erscheinen, wie dasjenige, das am 13. Februar 1875 harmonisch in sich abgeschlossen vollendete, und dessen Bild in gedrungener Kürze hier zu ent- Wersen mir der ehrenvolle Auftrag geworden, dem ich pietätsvoll Nachkomme. Frankens Geburtsort war Prag, jene altehrwürdige ״Mutterstadt in Israel," der uralte Stammsitz talmudischer Gelehrsamkeit; in der aber auch schon ein Strahl der Erleuchtung viele Geister erhellte, und den Trieb nach allgemeinem Wissen in ihnen weckte. Einer daselbst von altersher — väterlicher- und mütterlicherseits — in hohem Ansehen stehenden Gelehrtenfamilie entsprossen, wurde unser Frankel *) Mit Bezug auf diesen Tag heißt es in dem Festliede zu seinem 70. Geburtstage (vergl. ״Israelitische Wochenschrift" Jahrg. 1871 Nr. 42): 8״in16ha8 Thora — Lust der Lehre" Die ein Sturm in düstrer Nacht, Durch der Zeiten Trüb' und Schwere Licht und Leben rings entfacht. — ״Simchas Thora — Lust am Lehren" Ist des Meisters Lebenslauf, Weiser Väter <L>pruch zu ehren: ״Stellet viele Schüler auf!"

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