Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 21 auf das Jahr 5624 -1864
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 92)
- Language
- German
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75• goldene Zahl bekannt geworden, so stand bei ihm die Ausgleichung der Mondesjahre mit den Sonnenjahren durch einen Cyclus von neunzehn Jahren fest wie eine eiserne Mauer, und er trat dann öffentlich mit den wohlbekannten Worten auf: ״Ich bin im Stande, die in den fremden Landen lebenden Israeliten von den Unbequemlichkeiten und Störungen, die sie betroffen haben, durch die eingeführte Doppelfeier zu befreien." Kühn sprach er zu seinen Genossen: יכילנא לתקן לכולא גולה שלא יהיו משועבדים לשלוחי ב״ד; Samuels ernster Wille war also, chem lange Zeit bestandenen Nebel durch eine feststehende Kalenderberechnung abzuhelfen. Aber wie fast ein jedes neue Streben nach etwas Großem und Nützlichem eine Zeitlang schwer zu kämpfen hat, bis es durchdringt, so erging es auch Samuel; sein guter Wille ward von den andern Rabbinen verkannt und sein Streben nach Verbesserung dieser Angelegenheit blieb ganz unbeachtet. Aber noch im Greisenalter verließ ihn nicht der Gedanke, seinen Verbesserungsplan annehmbar zu machen. Behufs dessen schickte er dem R. Jochanan die Ausarbeitung eines Kalenders über die nächstfolgenden 60 Jahre zu; aber R. Joclianan sendete ihm die Arbeit mit den kalten Worten zurück: ״Es ist blos ein;Rechenexempel" (.חולין צ״ר). Demungeachtet trat Samuel nicht in lässiger Weise zurück, virlmehr überlieferte er seinen Schülern alle Regeln zu seiner Kalender-Berechnung in präciser und faßlicher Darstellung. Denn, sagte er, gewiß, die Zeit wird sich ändern; es werden einst Gelehrte in Israel erstehen, die, das Mangelhafte der jetzigen Anordnung einsehend, ihre Mitglieder nicht immer als Kundschafter nach dem neuen Mondeslicht ins Gebirge senden und dem Volke durch die Doppelfeier eine Störung in der Landwirthschaft bereiten werden; es wird eine Zeit kommen, in der man die Richtigkeit meiner Berechnung be-