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Soncino-Blätter · 1927-01-01 · II. Band 1927 · p. Seite 71

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
II. Band 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 71 (sequence 75)
Language
German
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laßen. Nur muß von einem solchen Verkauf in gantzen nkhj^gaj^früh [G.adH? laiitJgprH^t^p«'- den, sonst mindert es die Zahl der Pränumeranten. 10. ) Hildesheim müsste nicht der Ort seyn, wo die Auction gehalten würde, weil Ausländer daselbst zu wenige Bekandte haben, auch wohl nicht viel einheimische Käufer zu vermuthen sind, sondern entweder Hamburg (wegen des leichten Transports nach auswärtigen Ländern und der starcken Altonaischen Judenschafft.) oder Göttingen, weil dahin auswärtige Gelehrte viell Bekantschafft haben, auch gemeiniglich bey Göttingischen Auctionen die Universitaets-Bibliotheck sehr hoch bietet. Ich zöge jedoch unter "beyden Oettern Hamburg vor. 11. ) Fast hätte ich vergeßen zu sagen, dass es sehr wesentlich ist, und ja nicht versäumet werden muß, jedem Buche eine stets fortgehende Teutsche Nummer vorzusetzen (.nicht eine, wie man es in manchem Catalogo [G: manchen Ca talogis] macht, - in der Mitte von neuem angehende:) ohne dies würdederRathNum.4. nicht befolget werden können, und die Commißionen würden sehr erschwehret, weil nicht jeder, der die Commißion giebt, das Rabbinische flüchtig schreibt, und mancher, der eine Commißion bekomt, es gar nicht lesen kann, auch würde bey einem ungelehrten auctionator und Protocollführer ohne solche Numren nicht fortzukomen seyn und stete Verwirrung entstehen. Alles dieß zusammen genomen und die Zeit gerechnet, die dazu erfodert wird, scheint es nicht möglich zu seyn, ohne enorme Laesion den Anfang der Auction früher als von dato an 3 oder'3 Y2 Jahr zu machen. Eine übereilte Auction wäre gar kein Mittel, den wahren Preiß zu erforschen, sondern eine Verschleuderung. Göttingen den 3iten Aug. 1775. JOHANN DAVID MICHAELIS, Ritter des Nordstern Ordens, Königl: Grossbritt; Hof rath und Professor Philosophiae zu Göttingen. III. EIN BRIEFWECHSEL Uber das vorstehend abgedruckte Gutachten ist ein bisher unveröffendichter Briefwechsel erhalten geblieben, über den wir die folgenden Angaben der Liebenswürdigkeit des Herrn Dr. Bruno Strauß, Berlin, verdanken: 1. Moses Mendelssohn an J.D. Michaelis 13.8.1775: Er bittet Michaelis um die Erstattung eines Gutachtens über den Wert der berühmten Oppenhcimerischen Bibliothek für die ihm persönlich gut bekannte Madame Oppenheimerin zu Hildesheim. 2. * Hirschcl Isaac Oppenheim.sei. Witwe an J. D. Michaelis 27. 8. 1775: Übersendet unter Berufung auf Mendelssohn den Katalog der Bibliothek an Michaelis. J.D.Michaelis an Moses Mendelssohn 31.8.1775: Er berichtet, daß er das Gutachten in drei Tagen fertiggestellt habe, und legt ausführlich dar, aus welchen Gründen er über den Verkaufswert der Bücher keine Schätzung habe anstellen können. Fürcinc solche Schätzung wie auch für eine Vorrede, die dem zu druckenden Kataloge voranzusetzen wäre, habe er - Mendelssohn als den geeignetsten Mann in Vorschlag gebfacht. 4- Hirschcl Isaac Oppenheim sei. Witwe arTj. D.^ Michaelis 6. 9. 1775: Dankbrief für die Erstattung des Gutachtens. Die Originale der Briefe Nr. 1, 2, 4 sowie der Entwurf des Gutachtens befinden sich in der Göttinger Universitätsbibliothek, Nr. 3 im Besitze von Franz v. Mendelssohn, Berlin. Die Briefe Nr. 1 und 3 werden in der Jubiläumsausgabe der Werke Moses Mendelssohns (Berlin, 1929) veröffentlicht werden, die Briefe Nr. 2 und 4 werden mit gütiger Erlaubnis der Göttingcr Bibliotheksverwaltung nachstehend abgedruckt.

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