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Soncino-Blätter · 1927-01-01 · II. Band 1927 · p. Seite 59

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
II. Band 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 59 (sequence 63)
Language
German
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MATERIALIEN ZUR GESCHICHTE DER BIBLIOTHEK DAVID OPPENHEIMS Zur Geschichte dieser bedeutsamsten jüdischen Privatbibliothek des achtzehnten Jahrhunderts werden hier einige neue Beiträge geboten und von den bisher bekannten solche neu herausgegeben, die seinerzeit in heute schon wieder schwieriger zugänglichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Die Orthographie der Vorlagen wurde unverändert beibehalten, die Seiteneinteilung der Originaldrucke durch Einfügung der betreffenden Seiteraiffern jeweils vor das erste Wort der neuen Seite kenntlich gemacht. Von der Redaktion stammende Anmerkungen sowie Ergänzungen innerhalb des TexteTsind durch eckige Klammern gekennzeichnet. H. M. : '; a. neun die oppenheimersche bibliothek betreffende briefe Aus den in der Hamburgischen Stadtbibliothek aufbewahrten handschriftlichen Briefen in Quarto Mitgeteilt von Dr. F. Lr Hoffmann in Hamburg^ [Aus: Serapeum. Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und ältere Litteratur. Hrsg. v. Dr. Robert Naumann. Jg. XX, No. 21, S. 321-333. Leipzig, den 15. Novcmbei 1859.] Während der Jahre 1711 bis 1716 leistete er bei diplomatischen Unterhandlungen dankbar [S. 3 22] anerkannte Dienste; 1723 wurde er Bürgcrmeister und entwickeltejmch in dieser höchsten Die Bedeutsamkeit und Geschichte der Oppenheimer'schen Bibliothek sind hinreichend bekannt; über Johann Anderson jedoch, von dem die vier ersten der neun an Johann Christoph Wolf gerichteten Briefe, und über Losius, von dem der achte Brief geschrieben, wird eine kurze Notiz nicht unzyeckmässig sein. —" Anderson wurde am 14. März 1674 in Hamburg geboren. Durch Privatunterricht vorbereitet, wollte er sich der Theologie widmen, entschied sich aber später für die Rechtswissenschaft, die er in Halle studirte, wurde 1697 in Leyden Doctor der Rechte und wirkte dann als Sachwalter in seiner Vaterstadt. Der Senat wählte Anderson 1702 zum Secretair, 1708 zum dritten Syndicus. amtlichen Stellung eine unermüdliche Thätigkeit. Seine vielseitigen Kenntnisse, seine bereitwillige Förderung wissenschaftlicher Bestrebungen fanden allgemeine Anerkennung;- er stand mit Leibniz, J. G. Eckard, Dietrich von Stade u. A. in literarischer Verbindung. In den Musscstunden beschäftigte sich Anderson mit naturwissenschaftlkhenr sn wie Aic HenKrhm Älfprthümer und die deutsche Sprache betreffenden Studien. Er besass eine ansehnliche, 1746 öffentlich verkaufte Bibliothek (der Katalog erschien ohne Anderson's Namen) und reichhaltige Sammlungen von Naturgegenständen, Münzen und Gemmen. Er starb am 3. Mai 1743. Selbst hat Anderson voir seinen wissen^ schaftlichen Arbeiten nichts veröffentlicht; 1746 wurde seine „Nachricht von Island, Grönland und 59

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