Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 109)
- Language
- German
- Belongs to
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schiedentlich buchkünstlerische Fehler unterdurchschnittliche deutsche Gebrauchsbuch, laufen, auf die wir an dieser Stelle hin* Keines aber ist restlos einwandfrei, Und nur weisen, nicht um unfruchtbare Kritik zu deshalb wird das hier festgestellt, weil wir üben, sondern um vielleicht für künftige wünschen und hoffen, daß der Verlag, dessen Fälle die Vermeidung solcher Mißgriffe Streben stets erkennbar und anerkennenswert zu bewirken. bleibt, sich auch noch von den Kleinigkeiten In den Shakespeare«Bänden ist die Tiemann* freimachtundzueinerrestlosbefriedigenderi, Antiqua mit der Grasset*Kursiv gemischt, einwandfreien Produktion gelangt. Dies ist zweifellos eine Mesalliance. Daß dem Dagegen ist der Faust des gleichen Verlages so ist, lehrt schon ein Blick aurVoititelund (mit Radierungen von Artnür Kampf) eine TitdblättTwolfieTvursivzeilen eine empfind* buchkünstlerisch sehr beachtliche Leistung, liehe Disharmonie mit den in Antiqua ge* Die beiden Foliobände sind in Schwabacher druckten Worten bilden. Die Beantwortung gedruckt, die Personen* und Regiebezeich* der Frage, was man statt dessen hätte nehmen nungen in der Behmer*Antiqua. Es ist er* sollen, ist nicht ganz einfach, da es zu dieser staunlich, wie gut die beiden Schriften zu* Schrift keine eigene Kursiv gibt. Immerhin sammen passen. Für die Satzanordnung wäre auf den Titelblättern die Kursiv ohne dürfte Mar-cus-Behmer ^verantwortlich sein, jeden Nachteil zu vermeiden gewesen. Im dieDruckherstellungbesorgteOttov.Holten. Text wäre wohl die Walbaum*, Didöt*oder Der Anblick jeder Seite ist erfreulich, nur Bödoni* Kursiv immer noch passender. sind die Radierungen zu groß im Vergleich I>eirDon~Quichote ist mit farbigen (blauzum Satzspiegel. Der von Behmer gezeichnete en) Kapitelüberschriften und Initialen ge* Titel ist senön, und wenn der Einband nicht schmückt. Die Initialen gehen über 2 Zeilen zu den glücklichsten von Behmer gehört, so und stehen im Satzspiegel. Es gibt nun e"me vergessen wir das doch gern über dem wahr* alte Buchdruckerregel, nach der Initialen im haft erfreuenden Anblick, den jede Buchseite Satzspiegelmöglichstnurschwarzseinsollen, uns gewährt, farbige Initialen dagegen am besten aus dem Satzspiegel herauszustellen sind. Bekannt* EIN HERRLICHES BUCH lieh sind Regeln dazu da, um mit Geschmack Wir können nicht umhin, mit einigen Worten durchbrochen zu werden. Im vorliegenden auf die jüngste große Veröffentlichung der Falle aber hätten wir es vorgezogen, die Bremer Presse einzugehen. Es ist dies das Regel befolgt zu sehen. Wir glauben, daß klassische Werk des Katholizismus: Augüsti* es dem Werke zu einem kleinen Vorteil nus, De Civitate Dei. Ein stattlicher Folio* mehr gereicht hätte.-_^__band, rundJigO Seiten stark, im kleineren Einige Einwendungen lassen sich auch gegen Grad der Bremer Pressen*Schrift, die bis da* eine Novellenreihe erheben, die vom Ver* hin nur für die Bücher des Verlages der lag in gleichmäßiger Ausstattung, wenn auch Bremer Presse Verwendung gefunden hat, ohne Sammeltitel, herausgegeben wird. Es Der Augustinus gehört sicherlich zu den liegen vor: Der Findling von Kleist, Die schönsten Büchern, die die Presse überhaupt goldenen Eier des großen Drachen von veröffentlicht hat. Jede Seite atmet eine Ruhe Ernst Bittlinger, Der Stumme von Gaudi, und Würde ohnegleichen, und man kann Der Runenberg von Tieck, Hönestus von sich wohl vorstellen, daß ein glaubensstarker Börne (dieses eine wertvolle und höchst Mönch zu dieser Ausgabe greift, weil —Schon empfehlenswerte Ausgrabung), Paiwai und äußerlich — kein anderes Buch in gleichem Paiwuzzo von Ernst Motitz Arndt, Die Berg* Maße die klösterliche Abgeschiedenheit aus* werke zu Falun von E. T. Ä. Hoffmann. All strömt, deren der christliche Gottsucher diese Bücher sind besser ausgestattet als das bedarf. 93