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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 77

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 77 (sequence 91)
Language
German
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-^-EJVLiRJCJJN^G E N EINE UNPBEKANNTE^E^R^ÄTSCliE^rNTCtrt^ABE-fc Die Preußiscfie Staatsbibliothek besitzt seit Wenn Haebler in seiner Geschichte des längerer Zeit einen spanischen Pentateuch* spanischen Frühdrucks die hebräischen In« druck, der bisher nicht die Aufmerksamkeit kunabelnSpaniensinzweiGruppenscheidet, gefunden hat, die er wohlverdiente. Nur von denen die eine durch die Pressen von drei Blatt scheinen anderwärts noch von Hijar, Lissabon, Faro und Leiria, die andere diesem Druck vorhanden zu sein: eines ist durch die von Montalban, Guadalaxara und in L. Rosenthals Inkunabelkatalog 151 unter Zamora vertreten ist, so dürfte unsere Inku* Nr. 66 beschrieben und in Freimanns The« nabel nicht der ersteren Gruppe angehören, saurus typogr. hebr. unter B40,1 veröffent« da in dieser Konstruktionsmängel von der licht, während die zwei änderen1 sich in der Art der erwähnten, soweit wir sehen können, Bibliothek des Tewish Theological Seminary von Anfang an nicht vorhanden waren. Vor in New York befinden. Das Exemplar der \^llendung des^ Freimannschen Thesaurus Staatsbibliothek, dasübrigens auf Pergament wäre es aber wohl überhaupt verfrüht, das gedruckt ist, ist fast vollständig: nur das erste verwandtschaftliche Verhältnis unserer In« und das vorletzte Blatt fehlen r leider aber ist. kunabel zu anderen endgültig festlegen zu das Onkelos«Targum, das an der Seite und wollen. Nur so viel darf gesagt werden, daß am unteren Rande herlief, fast überall ab« die von Haebler noch nicht berücksichtigten . geschnitten. Drucke des Traktats Chullin, des Mischne Paläographisch hat unsere Inkunabel,die Tora und des Orchot Chajjim, die alle aus Besonderheit, daß das Haarstrichlein, mit einer Offizin hervorgegangen zu sein dem ein hebräischer Buchstabe zu beginnen scheinen — Drucke, voftoenen Proben in pflegt, hier immer etwas rechts einwärts5.Treimanns Thesaurus unter B 35 s, 36i, 382 einsetzt und schräg nafh links hin, verläuftWiedergegeben sind — mit unserem Druck ■ die Erscheinung ist mir in dieserÄusjÜrägung eine nicht geringe Ähnlichkeit haben, weder aus anderen Drucken noch aus Hand« Eine Schlußschrift, die uns über das Datum Schriften erinnerlich. — In drucktechnischer des Druckes sichere Auskunft gäbe, fehlt Hinsicht ist zu bemerken, daß zwar auf den leider. An ihrer Stelle findet sich auf der ersten Seiten häufig zur Füllung des Zeilen« letzten Seite eine handschriftliche Notiz, und endes Buchstaben der nächsten Zeile heran« es wäre immerhin möglich, daß sie den Na« gezogen werden, aber von Blatt 6 an diese men des Druckers und des Druckortes ent« etwas primitive Methode völlig aufgegeben hält, zumal wenn sie wirklich, wie es den An« ist. Wir sehen den Übergang zu größerer schein hat, mit ">"V (= durch) beginnen sollte. technischerVollkommenheitsichvorunseren Aber dann liest man unmittelbar darauf Augen vollziehen. Archaisch wirkt die nn« nur noch den Namen .Mose henJosefLaJles gleichmäßigeStärkederBuchstabensowieder Folgende ist hoffnungslos verloschen. Umstand, daß weder Ober« noc|hUn$erlinien Wir würden über die Anfänge des hebräi* der Zeilen streng gerade ausgerichtet sind, sehen Buchdruckes in Spanien besser unter* Denn die Höhe der Buchstaben ist etwas ver« richtet sein, wäre nicht bei der Vertreibung schieden, und vörallem muß man annehmen, der Juden, wie man annehmen muß, soviel daß die Typenkegel in ihren Maßen nicht zu* wertvolles, Material verlorengegangen. Man einanderstimmten,sodaßsichdieBuchstaben kann nur wünschen, daß uns hier noch im Satzrahmen verschieben konnten. weitere glückliche Funde zu Hilfe kommen. 1 s. A. Marx in Jewish Quarterjy Review, N. S. XI, S. 99. Arthur Spanier 77

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