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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 14

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 14 (sequence 20)
Language
German
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EINE VERKAUFS BESTÄTIGUNG DES GERSOM SONCINO MITGETEILT VON RABBINER Dr. A. Z. SCHWARZ, WIEN . ' - ■ r' \ n den Blättern, die den Geist der Soncinaten wieder lebendig machen sollen, darf wohl auch ein Dokument Platz finden, das von dem be* deutendsten Mitglied dieser Familie herrühi^mlFmit den Zügen seiner Hand persönlich zu Uns redet. Es steht auf der unbedruckten Versoseite des letzten Blattes in dem Exemplar von Mose Coucy», Sepher mizvoth gadol, Soncino 1488, das sich im Besitz der Israelitischütneologischen Lehr* anstalt in Wien befindet. Zehn Tage nach dem als Enddatum des Druckes angegebenen 15. Tebeth 249 [.- Freitag, 19. Dezember 1488] hat Gersom Soncino diese Bestätigung ausgestellt. Ich kenne weder ein Autogramm von ihm, noch ein dem unsrigen ähnliches Schriftstück eines Inkunabel* ^uckers^ I^^4M€rH^tift ein bloßes Kuriosum vor, etwa durch die Laune des (sonst unbekannten) Käufers hervorgerufen, der dem Büch einen be* sonderen Liebhaberwert geben wollte? Man wird diese Vermutung ablehnen angesichts folgender Erwägung: Es handelt sich hier um ein Exemplar des* jenigen Werkes, das als erstes in seinem Druckkolophon den Namen Gersöms anführt. Die kurze Frist zwischen dem Enddatum und dem Verkauf kann sehr wohl durch technische Manipulationen ausgefüllt ge* dacht werden, z. B. durch den tatsächlichen Reindruck des letzten Bogens, Trocknen, Falten usw.; gebunden wurde es (nach dem von Bogeng, Buch* einband, S. 15 Gesagten) damals kaum; die Frage der Heftung^von In* kunabeln beim Drucker finde ich in der Literatur nirgends berührt. Daß dieses Exemplar zu denen gehörte, die zuerst verkauft wurden, ist nicht zu bezweifeln. Bis zur Führung eines Gegenbeweises erscheint die Vermutung zulässig, daß es überhaupt das erste war und aus diesem Grunde von dem Drucker mit der feierlichen Besitzesübertragung versehen worden ist. m £;

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