Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 16 (1938)
- Issue
- 9 (1.9.1938)
- Date
- 1938-09-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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»dhcfc— Omhiiblw Nr tiMgogw-Oiwilrdn tm 1. r IW» Synagogen-Gemeinde MAGDEBURG Gottesdienst seiten im September 1938: Schabbat Vorabend Morgens Mincha Ausgang 2.9.- - 3.9. 18.30 9.30 19.00 19.46 9.9.- -10. 9. 18.30 9.30 18.45 19.28 16. 9.- -17. 9. 18.30 9.30 18.30 19.10 23. 9.- -24. 9. 18.30 9.30 18.15 18.53 30.9.- -1.10. 18.00 10.00 Fett tagzgot lesdiensle: RoschHaachana Ea iat Pflicht jede* Juden, mit seiner Gemeinschaft daa neue Jahr im Gotteabana an besinnen! Sonntag, den 25.. September 1938: Roacb Haschana-Beginn: abends 18.00 Uhr Featpredigt. Montag, den 26. September 1938: morgens . . . , , , , , 9.00 Featpredigt ( ■ > , , 10.15 abends.. ■ i 18.00 Dienstag, den 27. September 1938: morgens 9.00 Festpredigt a ■ ■ ■ > 10.15 Ausgang.. - , . 18.46 Wocbentagagottesdienat: Morgens: 7 Uhr, abends: 18.30 Uhr. An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen: 8 Uhr. .Wichtige Bekanntmachung! Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäB ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle Gemeindemitglieder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei es durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem Sekretariat, Gr. Schulstr. 2 c, mitznteilen. Aufforderung znr Steuerzahlung. Die bisherigen monatlichen Gemeindesteuerbeträge sind gemäß VorstandsbeschluQ vorläufig, d. h. bis zur Zustellung der neuen Steuerzettel, auch weiterhin an' zahlen. Die fälligen Gemeindesteuerbeträge sind bis zum 5. eines Monats zur Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an unsere nachstehenden Zahlstellen: 1. Gemeindesekretariat, Gr. SchulstraBe 2 c, ptrn 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer & Blumenthal, Magdeburg, KantatraBe 2, 4. Bankgeschäft NuBbanm & Rothschild, Magdeburg, ViktoriastraBe 11, an überweisen oder einznzahlen.. Auswanderungsberatnngsprecbstunde. Wir weisen nochmals darauf hin, daB die Auswanderungsberatnngasprechstunde jeweils am 2. Dienstag des Monats, im Monat September also am 13. September von 9.30 Uhr vormittags stattfindet. Zur Sprechstunde zugelassen werden nur diejenigen Personen, die sich bis zu dem dem Sprechstundentag vorhergehenden Freitag im Büro der Wohlfahrtsstelle in die Sprechstundenliste eingetragen haben. 2. Wir bitten alle diejenigen, die einen Umschulungskursus für Servierkunde durchmachen wollen, sich bis zum 5. September im Büro der Wohlfahrtsstelle zu melden. Im Kursus wird die gesamte theoretische wie praktische Ausbildung im Servieren gelehrt. Bezweckt wird die Möglichkeit, sich im Ausland als Kellner, Diener oder Steward betätigen zu können. Der Kursus dauert 3—4 Wochen. Der Kostenbeitrag beträgt M.^ 25.—. Sprechstunde der Wohlfahrtsstelle. Infolge der Zusammenlegung der bisher getrennt geführten Büros der Wohlfahrtsstelle und des Provinzialverbandes für Jüdische Wohlfahrtspflege ist eine unbedingte Beschränkung der Sprechstunde der Wohlfahrtsstelle notwendig. Die Sprechstunde findet daher nur jeweils am Dienstag und Freitag zwischen 10—12 Uhr vormittags — Vir bitten, auch telephonische Anrufe an die Wohlfahrtsstelle auf die Vormittagsstunden zwischen 9—12 Uhr zu beschränken. Plätze-V erkauf. Die Erneuerung der Karten für die Synagogen-Plätze findet vom 12. September 1938 bis einschließlich 16. September 1938, während der Geschäftsstunden von 9_12 Uhr im Gemeindesekretariat statt. im Interesse der bisherigen Platzinhaber wird um pünktliche Einlösung der Platzkarten gebeten, da sonst anderweitig über die Karten verfügt wird. Nicht eingelöste Karten werden vom 19. September bis einschließlich 25. September 1938 während der Geschäftsstunden im Gemeindesekretariat verkauft. Gemeindemitglieder, die begründet einen Freiplatz beanspruchen, müssen dieses schriftlich bis spätestens 12. September 1938 beim Vorstand der Synagogen-Gfemeinde beantragen. Die Verteilung der Freiplätze erfolgt in der Reibenfolge der Anmeldungen durch die Plätzekommission, und die Ausgabe der Karten erfolgt in der Zeit vom 19. bis 25. September 1938. Jüdische Gaststätte, Moses Baer, Magdeburg, Gr. Schulstraße 2 b, 1. Etage. Jüdischer Centralverein. Unsere nächste Sprechstunde ist am Mittwoch, dem 20. September von 16—18.30 Uhr, Königstraße 15, bei Sahatzkv. Schild Magdeburg im Sportbund des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten beteiligte sich an den Tischtennis-Meisterschaften für Mitteldeutschland mit gutem Erfolg. Es siegten im Herren-Doppel: David Schneebalg/Fritz Karliner 1. Platz, Herren-Einzel: David Schneebalg 2. Platz; Fritz Karliner 3. Platz; Gemischten Doppel: Jutta Organek/ D. Schneebalg 2. Platz. Ab 3. September findet wieder regelmäßig Tischtennis-Training in der Aula statt. Sämtliche Sportlerinnen und Sportler werden gebeten, an den festgesetzten Trainingstagen ui^edingt auf dem Sportplatz zu erscheinen. Israelitische Gemeinde BREMEN Gottesdienstzeitea in September 1938: Vorabend Morgen. Min cb« Ausgang 3. Sept. 19.00 8.00 19.00 19.55 10. „ 18.45 8.00 18.45 19.37 17. „ 18.30 8.00 18.30 19.18 24. „ 18.15 8.00 18.15 19.01 Beginn der Selichot: Sonntag, 18. Sept. Jahresschluß: Sonntag, 25. September. Wochentags: 7 Uhr und 19 Uhr, an den Selichottagen und Erew Jomkippur: 6 Uhr früh. Jahrxeiten im September 1938, an den Vorabenden beginnend: 5. Sept.: Alfred Marcus Cohen. — 6. Sept.: Ludwig Weiß. — 13. Sept.: Emil Cohen. — 14. Sept.: Norbert Nathan. — 21. Sept.: Herrn, und Wilh. Anspacher. — 23. Sept.: M. Samuel. — 24. Sept.: Dr. P. Hes.'1 Familien-Nachrichlen. Barmiswa: Am 1. Oktober: Paul Nathan, Sohn des Herrn Norbert Nathan, Gen.4 Ludendorff Straße und ‘Alfred Swinitxki, Sohn des Herrn Jos. Swinitski, Hohetorstraße 43/45. — Gestorben: Max Reifenberg, am Dobben 17, im 72. Lebensjahre am 8. August, Marcus Eisenstädt Wwe., a. d. Weide 30, am 20. August im 85. Lebensjahre, Erich Bens, König* Albert-Straße 5, im 45. Lebensjahr am 25. August. Unentgeltliche Eintrittskarten sum Gottesdienst am Neujahrs* and Versohnungs* fest können in der Zeit vom 1. bis 10. Sep* fernher beantragt werden. Derartige An* trage sind unter Angabe der Einkommens* und Vermögensverhältnisse an den Vorstand su richten. Zuteilung erfolgt in der Regel sum Zweig-Gottesdienst, der im Gemeinde* hause Gartenstraße 7 eingerichtet wird. Freie Wohnräume, die in ‘ jüdischen Häusern oder Haushaltungen frei werden, melde man schriftlich sum Jüdischen Gemeindebüro; desgleichen solche Räume, wo die Herrichtung von Wohngemeinschaften ermöglicht werden kann. Blaue Beitragskarte der jüdischen Hausfrau: Nächste Abrechnung der Beitragsmarken am Montag, 12. September, 16—17 Uhr, Gartenstraße 7, I. Spenden sur Ablösung der Glückwünsche, Zum bevorstehenden Jahreswechsel bitten wir, Glückwunseh-Ablösungen sngunsten des Jüdischen Auswanderungs-Hilfsfonds an das Jüdische Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 7, auf Konto 3864 bei der Bremer Bank zu überweisen. Die Namen der Spender werden in der Oktoberausgabe bekanntgegeben werden. Gemeindeabend. Ans Anlaß der Wiederkehr des 34. Todestags von Theodor Herxl fand am 4. August ein Gemeindeabend in der Synagoge statt. Herr Landrabbiner Dr. Blum-Emden verstand es, die große Persönlichkeit Theodor Henls den sahireich erschienenen Zuhörern darsustcllen. Der Vor* trag war von hebräischen Gesängen des Herrn W. Lastgarten wirkungsvoll umrahmt. Pfaukarten. "Die Gemeindemitglieder werden gebeten, die ihnen für die Hohen Feiertage reservierten Platzkarten gegen Entrichtung der ihnen mitgeteilten Gebühr vormittags zwischen 9 und 12 Uhr im Ge* meiudebüro einznlosen. Die Einlösung der Karten muß bis zum 6. September erfolgt sein. Ueber nicht eingelöste Karten wird anderweitig verfügt. — Vorbedingung der Kartenausgabe, daß kein Rückstand auf Beitragskonto vorhanden ist, muß erfüllt sein. Kleiderkammer. Beim Herannahen der Herbstsaison wird dringend um Zuweisung brauchbarer Kleidungsstücke für Männer, Frauen und Kinder gebeten* Auf Wunsch Abholung. Nachricht nach Gartenstraße 6/7, Fernruf 28588. ~ Am Montag, 11. Aw, ist Herr Max Reifenberg im Alter von 72 Jahren seinem langjährigen Leiden erlegen. Zehn Jahre, von 1927 bis 1937, hat der Dahin* geschiedene als Vorsteher an verantwortlicher Stelle in unserer Gemeinde mitgewirkt und vor allem im- Finanzausschuß, im Wohlfahrtswesen und in den Verwaltungen des Jüdischen Altersheims und der Neuberger-Waisenstiftung seine Fähigkeiten sum Besten des Gemeinwohls entfaltet. Max Reifenberg «>r «u. Hora, Krei» Llpp.tndt, gebürtig; er gehörte zu jenen Männern, nie •ich in ruhiger sachlicher Arbeit um «*• Judentum mühen und durch ihre Rechtschaffenheit und Friedensliebe nusgleichend wirken. Wir gedenken seiner in herzlicher Dankbarkeit und bewahren ihm ein ehren* de* Andenken. K