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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-08-01 · 8 (1.8.1938) · p. Seite 9

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
8 (1.8.1938)
Date
1938-08-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Im Judentum ist der Mensch mit der Macht ausgestattet, das Gute wählen zu können. Segen und Fluch sind vor ihm ausgebreitet. Er kann den Segen wählen. Der echte jüdische Weg, der Weg des Segens, ist der Weg zu Gott. Kurt Klappholz. landesrarband der Synagogan-Gemeinden In Llppa Hora ia Lippa- Am 3. Juli (and in der Synagoge in Horn der Abeckiedsgotteidienst lür den Terdienit- Tollen *tellv. Vorsitzenden des Landesverbandes und den Vorsteher der Syoagogen-Gemeiode Horn, Herrn Walter Sondermann, statt. Nach dem MorgeogoUe«- dienst sprach der stellv. Vorsitzende der Gemeinde Horn, . Herr J, Hirschfeld, Herrn Sondermann ifir seine Verdienste für die Gemeinde Dank und Anerkennung ans. Bezirksprediger Alexander (Detmold) dankte für Sondermanns Arbeit im allgemeinen und insbesondere für seine soziale Hilfsbereitschaft. Dann sprach der Vorsitzende des Landesverbandes, Herr Moritz Herzberg (Detmold), und überreichte dem Scheidenden einen silbernen Kiddnachbecber mit Widmung. Sichtlich bewegte dankte der Geehrte und versprach seine Treue deiner Gemeinde, seinem Verbände und Jedem einzelnen Mitgliede. An di* Eltern der Jugendlichen, dl« sich in Gruppon dar lugwidalija In Eros Itraal befinden. fa den letztea dref Jahren sind über 2000 Jatendliche aus Deutschland mit der Jugendalija nach xez Israel gekommen. Zum Teil sind diese Jugendlichen bereits ausgebildet, z. T. befinden sie sich noch in der Ausbildung. Viele instruktive Briefe und Berichte sind in dieser Zeit von den Jugendlichen an Ehern. Angehörige und Freunde geschrieben worden, deren Inhalt teilweise auch für die größere jüdische Oeffentlichkeit und besonders für die jüdische Jugend in Deutschland von Interesse ist. Wir bitten deshalb alle diejenigen, die im Besitze solcher Briefe und Berichte sind, uns diese — wenn möglich in Auszügen — zwecks Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. — Die Originalbriefe werden selbstverständlich wieder zurück* gesandt. Die Briefe und Berichte sind zu senden an die Jüdische Jugendhilfe E. V.. Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158, Gartenhaus, 2. Stock, mit dem Vermerk ,,H“. Bicher fftr Ausgewanderte Der Hilfsverein der Juden in Deutschland bittet um Ueberlassung von Bücherspenden, die zum Teil nach Bogota in Kolumbien uno zum andern Teil an die Ica-Kolonien in Entre Rios in Argentinien weitergeleitet werden sollen. Da diese Bücher dazu bestimmt sind, unseren Auswanderern in Uebersee Freude und Belehrung zu schaffen, muß es sich hauptsächlich um Bücher gediegenen Inhalts aus der jüdischen oder der allgemeinen Literatur handeln. Die Spenden sind zu richten an den Hilfsverein der Juden in Deutschland, Informationsabteilung, Berlin W 35, Ludendorffstraße 20. Preisausschreiben Jüdische Winterhilfe 1938/39. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle, als zentrale Trägerin der Jüdischen Winterhilfe wendet sich auch ia diesem Jahr an die jüdischen Künstler mit der Aufforderung zur Teilnahme an einem Preisausschreiben für die Jüdische Winterhilfe. Aufgabe der Jüdischen Winterhilfe ist es, alle Juden in Deutschland zum freiwilligen Opfer monatlicher Geldspenden im Rahmen der Richtlinien für die Jüdische Winterhilfe, zur Leistung der Eintopfspende (an den Eintopfsonntagen) und zur Teilnahme an der Pfundspende zu gewinnen, um die Betreuung aller jüdischen Hilfsbedürftigen wahrend der sechs Wintermonale (Oktober 1938 bis Marz 1939) sicherzustellen. Verlangt werden graphische, zeichnerische, {»holographische oder in sonstiger Technik ausgeührte Bildentwürfe, die Io Ausführung und Ideengehalt dem Sinn der Jüdischen Winterhilfe Rechnung tragen und sich sowohl auf die allgemeine Werbung als auch auf die Werbung der verschiedenen Spendenartcn (Geldspenden, Eintopfspenden oder Pfundspenden) beziehen und die zur Veröffentlichung in der jüdischen Presse oder für die Herstellung von Plakaten zum Anschlag in öffentlichjüdischen Räumen geeignet sind. Es ist vorgesehen, daß die Werbung für jede der Spendenarten in jedem der sechs Wintermonate wechselt. Beteiligen kann sich jeder Jude in Deutschland. Es sind drei Preise festgesetzt: 1. Preis ... 300 2. J*re» . , . Z40 Mt 3. Frei, ... 130 Der volle erste, zweite und dritte Preis wird zuerkannt für eine Entwurfsreihe für die allgemeine Werbung oder für die Werbung für eine der besonderen Spendenarten, die für jeden der sechs Winterhilfsmonate ein wechselndes Bild vorsieht. Teilpreise werden dann zuerkannt, wenn nicht eine volle Entwurfsreihe, sondern nur einzelne Entwürfe reisgekrönt werden. Ankauf nicht preisgekrönter ntwürfe bleibt Vorbehalten. " Die Prüfung der Entwürfe und die Entscheidung über die Verteilung dfr Preise erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges durch die Reiehsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtssteüe, ia Gemeinschaft mit nach ihrem Ermessen hinzugezogenen Künstlern, künstlerischen Sachverständigen und Persönlichkeiten aus den jüdischen Organisationen. Die preisgekrönten Entwürfe bleiben Eigentum der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, die damit das Recht der Veröffentlichung und Vervielfältigung erwirbt. Wir fordern die jüdischen Künstler und interessierten Mitglieder der jüdischen Gemeinden zur Einreichung von Entwürfen auf. Die Entwürfe sind mit einem Kennwort zu versehen. Name und Adresse des Einsenders sind mit dem Kennwort zusammen ia einem besonderen verschlossenen Briefumschlag einzureichen. Letzter Termin der Einsendungen ist der 15. September 1938. « Die Anschrift für alle Einsendungen lautet: Reichsvertretung der Juden in Deutschland. Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle (Jüdische Winterhilfe), Berlin-Charlottenburg, Kantstr. 158. Die Preisträger werden bis zum 30. September 1938 von der Zentralwohlfahrtsstelle benachrichtigt. Offene Auslandsstellen (zur Vermittlung genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg) Für England wird ein perfekter jüdischer Fachmann in der Herstellung von feingewalzten (calanderten) Guramilagcn und Artikeln, die aus diesem Material gemacht werden, gesucht. Für England wird eiu jüdischer Chemiker zur Herstellung von Scbwefelcadmium gesucht. Für die Philippinen wird eia jüdischer Wurstmacher gesucht.-Der Betreffende soll ledig und nicht alter als 30 Jahre sein. Er muß absolut erfahren im „Wurstmachen** (neukoscher) sein und imstande, in einer Fabrik zu arbeiten und sie zu überwachen. Bewerbungen in doppelter Ausfertigung. Für Polen wird ein jüdischer Zuschneider(in) für Herrenwäsche gesnebt. Für eine neu zu eröffnende Filiale eines Fabrikationsbetriebes in Polen wird ein erfahrener jüdischer Konditor oder Dragäe-Kocher gesucht. Für eine Neugründang in Sizilien wird eine jüdische Kunstgewerblerin gesucht. Es kommt nur eine durchaus tüchtige jüngere Kraft ia Frage, viel- Familienanzeigen FRITZ ALFRED CAMNITZER LORE CAMNITZER geb. Schüler Dnlaberg, den 2. August 1938 Saaratraße 10 Anzeigen QemeindebUdt Allen lieben Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl I Julius Falk u. Frau MANFRED WOLFF CHARLOTTE WOLFF geb.Pincus danken herzlichst für die anläßlich ihrer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten Stettin Nagleberf Alte Ulridistraße 15 a EVA SIMON HERBERT WEIL Berlin W M Bamberger Strage 18 Willy Friedländer JUWELEN, GOLD- UND SILBERWAREN Reparaturen Ankawt Umarbeitungen Barlin W SO, Touentzianstr. 9 Farnruf 24 80 90 Am Montag, dem 11. Juli, iat mein lieber Vater Samuel Dannemann entschlafen. Stettin, Birkenallee 8b Dr. f ma Dannemann Anzeigensdtin/i des n&dtsten GemeindebUdtest Mittwoch, d. 24. August Karlsbader Wasserzwieback für fede DUU Postpakei mit lOQ großen Scheiben franko RM. 5.—* * Goldscheider, Bcrün-Ch^rlotienburg 4 Sdiiiierstr. 60 — Stammhaus Karlsbad 9

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