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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-07-01 · 7 (1.7.1938) · p. Seite 13

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
7 (1.7.1938)
Date
1938-07-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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MMhcfcM <»«MW«ötan für dl« «ywgog«« 0«wl«d«« I« —■-Jr-*r-ftr»nrf t-MW* Synagogen-Gemeinde MAGDEBURG Gottesdienstzeitem im Juli 1938: Schabbat Vorabend Morgens Mincha Ausgang 1.— 2.7. 19.00 9.30 21.00 21.42 8.— 9.7. 19.00 9.30 20.45 21-36 15.—16. 7. 19,00 9.30 20.45 21.28 22.-23. 7. 19.00 9.30 20.30 21.17 29.—30.7. 19.00 9.30 20.15 21.04 Wocbentagagoltesdienst: Morgen«: 7 Uhr, abend«: 20 Uhr. An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen: 8 Uhr.' Familiennachrichten. In der Zeit vom 19, Mai bis 21. Juni 1938 verstarb: Frau Lina Löwenthal aus Croppenstedt. Wichtige Bekanntmachung! Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäß ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle Gemeindemitglieder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei es durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem Sekretariat, Gr. Schulstr. 2 c, mitzuteilen. Aufforderung zur Steuerzahlung. Die bisherigen monatlichen Gemeindesteuerbeträge sind gemäß Vorstandsbesdiluß vorläufig, d. h. bis zur Zustellung der neuen Steuerzettel, auch weiterhin zu zahlen. Die fälligen Gemeindeateuerbeträge sind bis zum 5. eines Monats zur Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an unsere nachstehenden Zahlstellen: 1. Gemeindesekretariat, Gr. Schul- •traße 2 c, ptr., 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer & BIumenthaL Magdeburg, Kantstraße 2, 4. Bankgeschäft Nußbaum & Rothschild, Magdeburg, Viktoriastraße 11, zu überweisen oder einzuzahlen. Wirtschaftshilfe der Synagogen-Gemeinde, Magdeburg, Abteilung Darlehnskasse. — Sprechstunden ab 1. Januar 1938: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 18—19 Uhr, Gr. Schulstr. 2 b ptr. Tel. 21765. Wir bitten dringend um Zurverfügungstellung brauchbarer Kleidungs- und Wäschestücke für unsere Kleiderkammer. Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt, Gr. Schulstraße 2 b ptr. Das Palästina-Amt teilt mit: Zweigstelle Magdeburg des Palästina-Amtes bei Herrn Lehrer Rosenberg, Gr. Schulstr. 2 c. Sprechzeit nach Vereinbarung. — Wirtschaftsberatung für Palästina und lieber«ee nach telefonischer Anmeldung bei Herrn Walter Heinemann, Kaiser-Wilhelm- Platz 2. Fernsprecher: 23526. Die Sprechstunde des Landesverbandes Mitteldeutschland des C. V. findet am 20. Juni von 16—18.30 Uhr bei Sabatzky, Königstraße 15, II, statt. " Sprechstunden des Herrn Rabbiner Dr. Wilde finden Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 11 bis 12 Uhr, Ludolfstr. 1, statt. Tel.: Nr. 25039. An Sabbaten und Feiertagen ist der Friedhof für Besucher geschlossen. In dringenden Ausnahmefällen wird der Zutritt — nach vorheriger Benachrichtigung des Inspektors, Fernruf Nr. 40320 *- ermöglicht werden. Fünf Jahre Hilfe und Aufbau. Der Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau kann nunmehr auf eine Tätigkeit von fünf Jahren zurückblicken. Während dieser Zeit wurden namhafte Beträge für Wanderung, Berufsausbildung, Schul- und Erziehungswesen, Wirtschaftshilfe und Wohlfahrtspflege bereitgestellt. Die Mittel hierzu wurden zu einem wesentlichen Teil durch eine Beteiligung breitester Kreise an der „Blauen Karte“ aufgebracht. Deshalb rufen wir alle Gemeindeangehörigen erneut auf: „Gebt uns Euren regelmäßigen Beitrag zur Blauen Karte“. Jüdische Gemeinde DUISBURG Gottesdienaseitea im Juli 1938: Schabbat Vorabend Morgens Mincha Ausgang 2. Juli 19.15 9.00 20.50») 21.45 9. „ 19.15 9.00 20.50 21.41 16. „ 19.15 9.00 20.45 21.34 23. „ 19.15 9.0Ö 20.35 21.22 30. „ 19.15 9.00 20.25 21.11 *) Anschließend an den Mincha-Gottesdienst ist Lehrvortrag. Familien - Nachrichten. Silberne Hochzeit: 15. Juli 38, Siegmund Meyer und Frau Rota geb. Cshn, Duisburg, Junkernstraße 2. Erholungtfürsorge. Allen Kindern sollen die Ferien Erholung bringen, den Bedürftigsten zumeist! Zur Beschaffung der Mittel werben wir um Uebernahme von Patenschaften (mindestens RM. 50,— für ein Kind). Zur Ergänzung machen wir eine Haustammlung am Sonntag, 10. 7. 38. Leerung der Büchsen des F rauenvereint findet Mittwoch, den 13. Juli 1938, 4—5 Uhr nachmittags beim Wohlfahrtsamt Kuhlenwall 28 statt. Israelitische Hilfsvereine Am 9. Juni 1938 fand nach langen Jahren die erste Generalversammlung der nunmehr vereinigten jüdischen Hilfsvereine der Gesamtgemeinde statt. Herr Rabbiner Dr. Neumark, der Leiter der Versammlung, wies darauf hin, daß der Zusammenschluß der Vereine eine Notwendigkeit geworden sei, daß aber nun auch die Vereinstätigkeit neu organisiert werden müsse. Es sei nicht beabsichtigt, die ganze Arbeit der Hilfsvereine ausschließlich in Duisburg zu zentralisieren. Es bleibe in den bisher selbständigen Vereinen noch Arbeit genug, die nur von den Menschen geleistet werden könne, die die speziellen örtlichen Verhältnisse genau kennen. Herr Dr. Neumark schlug deshalb vor, einen Gesamtvorstand zu bilden, diesem aber Ausschüsse für jeden Stadtteil beizuordnen. Einen umfangreichen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Hilfsvereine und des Wohlfahrtsamtes im letzten Jahre erstattete die Fürsorgerin Fräulein Lotte Heumann. An Hand von Einzelfällen wurden die verschiedenen Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt und anschließend die Formen der Einnahmequellen in ihren Einzelheiten erörtert. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Nothilfesammlung, die nach der Zusammenlegung auch in den Stadtteilen Hamborn und Ruhrort eingeführt worden ist, das Fundament der ganzen Arbeit bilde. Der Bericht schloß mit einem Appell an die Mitglieder, die Arbeit zu unterstützen und insbesondere durch finanzielle Hilfe an der Lösung der täglich neu erwachsenden Aufgaben mitzuarbeiten. Die augenblicklich im Mittelpunkt der Arbeit stehende Erholungsfürsorge erfordere die Mitarbeit und größte Einsatzbereitschaft aller Gemeindemitglieder. Herr Dr. Kaufmann berichtete über die Jüdische Winterhilfe, die in der Geeamtgemeinde 480 Personen, also 35 Prozent der jüdischen Bevölkerung, im vergangenen Winter betreut hat. In den Vorstand des Hilfsvereins wurden die Herren Dr. Neumark, Isy Brodinger, Eugen Kaufmann, Fritz Kaiser, Martin Defries, Max Höxter und Hans Grünewald gewählt, als Vorsitzender Herr Dr. Neumark. In den Vorstand des Frauenvereins wurden die Damen' Grete Strauß, Emma Löwenthal, Irma Nathan, Fränze Kaiser, Luise Philippson, Jenny Grünewald und Hilde Löwenstein gewählt, als Vorsitzende Frau Grete Strauß. Eine längere Erörterung entspann sich über die Beitragsfestsetzung. Die Beiträge wurden schließlich für die Gesamtgemeinde gleichmäßig, und zwar auf RM. 12,— jährlich für den Hilfsverein und auf RM. 16,— jährlich für den Frauenverein festgelegt. Aus der Versammlung wurde auf die Ablösungs-T elegrammformulare hingewiesen und deren häufige Benutzung empfohlen. Diese Formulare sind im Wohlfahrtsamt und bei Frau Dr. Conitzer, Duisburg, Mülheimer Straße 81 erhältlich. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr Das Theater des Jüdischen Kulturbundes erfreute uns mit seiner Juni-Aufführung, für die es „D e 1 i I a“ von Franz Motnar herausbrachte, und die zu einem ganz großen Erfolg wurde. Nicht bloß, daß die Wahl des Stückes eine von Anfang bis zum Schluß spannende Handlung voll geistreicher Pointen brachte; mehr noch, wie das Ensemble diese Handlung vor uns lebendig werden ließ: man spürte, wie jeder einzelne Spieler vod seiner Aufgabe besessen war und so zu einer im ganzen prächtigen Gesamtleistung beitrug. Hervorgehoben seien die „Marianne“ (die Delila des Stückes), gespielt von Friedl Münzer, deren große Schauspielkunst wir wieder bewundern konnten, die „Uonka“ (Ruth Festersen) und die köstliche Figur des „Schankburschen“, die Ben Spanier, der auch für die Regie verantwortlich zeichnete, in urwüchsig-derbbiederer Art verkörperte. Der spontane Beifall des Publikums war der herzliche Dank für den schönen Abend. MEININGEN Gottesdienstseiten in Juli 1938: Tag Vorabend Morgen« Auegang 2. Juli 19.30 9.00 21.25 9. 19.30 9.00 21.20 16. 19.30 9.00 21.15 23. 19.30 9.00 21.05 30. n 19.30 9.00 20.55 Erfurt. Der L a n desrerband Mitt e 1 d e u t s c h 1 a n d des C.V. hält am Donnerstag, dem 28. Juli, Ton 16—18.30 Uhf in der Synagoge »eine nächste Sprech« stunde ab. _ 13

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