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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-06-01 · 6 (1.6.1938) · p. Seite 11

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
6 (1.6.1938)
Date
1938-06-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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14. JhrgJNr. 4 VMM** 0»i»l«d«blli Mr dt« lyMgogM Gwlndtt i« ru«BegH«frtrt«rticM—rt 1. M IfU UNSER Han* Joachim Schoeps: ^Zur jüdisch« religiösen Gegenwartslage44« Heft 1 der Schriftenreihe „Jüdische Wirk* lickeit heute44; „Vortrupp44 Jüdischer Buchverlag, Berlin; steif kartonniert, 30 Seiten. Günther Friedlaender; „Jüdisch« gend zwischen gestern Ja* und P v . . V . M ****** morge n44. Heft 2 der obengenannten Schriftenreihe; „Vortrupp44 Jüdischer Buchverlag, Berlin; steif kartonniert, 30 Seiten. Die beiden vorgenannten Hefte gehören nicht nur äußerlich zusammen, weil sie eine vom Verlag neu geschaffene Schriftenreihe eröffnen, sondern sie ergänzen einander auch inhaltlich. Gibt Schoeps eine Analyse der geistig-religiösen, so gibt Friedlaender eine Analyse der sittlichen und sozialen Situation der heutigen jüdischen Jugend in Deutschland* Freilich schreibt Schoeps nicht über die Jugend allein, sondern er bemüht sich, den Standort der jüdischen Theologie von heute und die jüdisch-religiöse Gesamtsituation dieser Zeit darzustellen, von der er richtig erkennt, «laß die Hauptquelle allen jüdisch-religiösen Erkennen* und Empfindens nicht mehr in irgendwelchen Theoremen, sondern fast ausschließlich nur noch im jüdischen Geschichtierlebnis gesehen werden kann, weil die jüdische Geschichte auch für sogenannte „Ungläubige44 unzweifelhaft vom sinaitischen Gottesband her alle ihre Prägung erhalt* So zeigt Schoeps, daß die zukünftige Generation, also die jetzige Jugen«!, sich hauptsächlich um ein jüdisches Geschichtsbewußtsein als Quelle jüdisch-religiöser Haltung wird mühen müssen. — Friedlaender seinerseits will die Sitoation der Jugend schildern, zeichnet dabei aber auch das jüdische Elternhaus und die Elterngeneration, wobei er freilich oft zu schwarz malt und persönliche Erfahrungen, die er mit Eltern einzelner Jugendlicher gemacht zu haben scheint, in nicht gerade überzeugender Weise verallgemeinert. Auch sonst bleibt die Friedlaendersche Schrift unter dem Niveau derjenigen de« wissenschaftlich und schriftstellerisch geschulteren Schoeps. Beiden Heften aber ist gemeinsam, daß sie über eine bloße Analyse kaum hinaoskommen. Es sei die Hoffnung ausgesprochen, daß die angekündigten weiteren Hefte der Schriftenreihe mit den zum Teil recht gut renommierten Verfassern der jüdischen Oeffentlichkeit nun auch das bringen, worauf diese als auf das ihr allein Wichtige wartet; produktive, einleuchtende und befolgbare Wegweisung. Die anerkennenswerte Einsatzbereitschaft, die der Verlag mit der Herausgabe einer derartigen Schriftenreihe beweist, hatte diesen Erfolg verdient. G—tz. Dubnow, Simon: Mein Leben. Hrsg, von Elias Hurwicz. Berlin: Erwin Löwe 1937* 255 S. * Die Lebensgeschichte des berühmten jüdisch-russischen Historikers, eine schlichtbescheidene und bis ins Letzte ehrliche Autobiographie, zählt zu den wenigen großen, klassischen jüdischen Selbstzeugnissen, wie sie uns etwa noch zuletzt Shmarya Levin schenkte* Simon Dubnow berichtet von seinem Leben, das nicht weniger heldenhaft, kampfreich und leidverklärt war als das der großen Entdecker, ln Rußland zn einer Zeit schwerster Judenverfolgungen aufgewachseu, wendet er sieh aunächst von der überlieferten Orthodoxie ah, um bis zum Beginn des Mannesalters wieder zu der großen jüdischen Idee znsückzufinden, die ihn schließlich dazu treibt, innerhalb eines Mensehenalters die jüngste große Mooumentalgescbichte der Juden zn schreiben. Ueberaus fesselnd ist in dieser Lebensgeschichte die Darstellung des russischen Judentums um die Jahrhundertwende, das m einem ganz anderen Sinne ein un verwässert es und volksmäßig-gebundenes war als das westeuropäische; höchst reizvoll die persönlichen Erinnerungen an die großen „Kameraden44, wie Ach«ad Haam, Scholem Alejchem, Mendale, Bialik usw. Ein Werk von dauerndem Wert, das selbst als ein markanter Baustein in der Geschichte des Judentums zu bezeichnen ist. D. Etcher, l^rl: Der Sohn des großen Koni gU. Berlin'; Lowe 1937. 61 S. Im Rahmen einer kleinen, sprachlich wohlgefügten Erzählung, die an farbigen Landschaftsbiidern von Palästina reich ist, wird hier die Geschichte von Absalom, dem Sohne König Davids, der, bösem Rate folgend, sich gegen seinen Vater empörte und gerechter Strafe verfiel, in enger Anlehnung an die Bibel erneuert. — Das geschmackvoll ausgestattete Bändchen eignet sich als Geschenk für junge und ältere jüdische Bücherliebhaber. E. G—n. G#zchlftllch« Mtttolhmgon (Oha. Verantwortung der Redaktion) Der hmti{en Aoflafc lieft eise Soauaer-Modeabeilafe der Uideihtjer L e i n e n - u n d Gebildweberei F. V. GrfafeM, Berlin W, Leipiifer Straße 20/22, Kurffiritendamm 227 aad K6b>. Hobe Straße 77/» bei. B. NEUMANN, Berlin, Kurfürstenclamin SOS * •um PIANOS FLÜGEL | RADIO I Kühlschränke FRIOIDAIRE I Bosch, Stomons, AEG, SH*or Polar u. o. nee ued gebraucht l Grofihendelsfimen I CAMNITZER & CO. BERLIN C 2, KONIGSTRASSE 46/47 (Salamanderhaus) TEPPICHE—MÖBELSTOFFE Engros _Export Inh. Machol l L*win Neu« Fri• d richstra6a 37 »ad UMrdac-, UMn-Mlatci HERMANN CrOLLEK Kloeteretr. 17-1» Berlin C 2 Ruf 512*18 MUMM ■ MMM M IHMIII« ficbr.lrendcnhcln Berlin O 112, Frankfurter Allee 284 Mcttarnlcrc ZaUbcr,CialcB Mein« Damen I dL : > indung! DOunMj ©urcU Immer unverändert schön« Uni« bei Jeder Bewegung und Jeder Körperhaltung durch : —7ua£ an.p mit der neuen BAP.eberslblemid. «■«■■! 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