Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 16 (1938)
- Issue
- 5 (1.5.1938)
- Date
- 1938-05-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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1«. Ihrg^Nr. S IttdltctM« OwnlmtebtoM Nr dt« «ynagogan Gamaliadrm ht PmlM/llwddMltdilnd 1. Mat im' Synagogen-Gemeinde MAGDEBURG Gottesdienste im Mai 193t Schabbai 6.— 7.5. 13.—14. 5. 20.—21. 5. 27.-28. 5. Vorabd. Morg. Miacha Auag. 18.30 9.30 19.45 20.36 18.30 9.30 20.00 20.50 18.30 9.30 20.15 21.04 18.30 9.30 20.30 21.17 Wochentagsgotteadienat: morgens 7 Uhr, abends 19.30 Uhr. — An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen: 8 Uhr. Einsegnung am Sonnabend, dem 21. Mai: Rudi Lachmann. Familiennachrichten: Geburt: Im Monat März 1938 erfolgte die Geburt dea Kindea Bernhard Bchrendson, Sohn dea Herrn Kurt Behrendann und Frau Herta, geh. Basch. Wichtige Bekanntmachung! Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäß ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle Gemeindemitglieder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei ea durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem Sekretariat, Gr. Schulatr. 2 e, mitzuteilen. Aufforderung zur Steuerzahlung. Die bisherigen monatlichen Gemeindesteuerbeträge sind gemäß Voratandabeschluß vorläufig, d. h. bis zur Zustellung der neuen Steuersettel, auch weiterhin zu zahlen. Die fälligen Gemeindeateuerbeträge sind bia zum 5. eines Monats zur Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an untere nachstehenden Zahlstellen: 1. Gemeindesekretariat, Gr. Schulstraße 2 c, ptr., 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer & Blumenthal, Magdeburg, Kantstraße 2, 4. Bankgeschäft Nußbaum & Rothschild, Magdeburg, Viktoriastraße 11, zu überweisen oder einzuzahlen. Wirtschaftshilfe der Synagogen-Gemeinde, Magdeburg, Abteilung Darlehnskasse. — Sprechstunden ab 1. Januar 1938: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 18—19 Uhr, Gr. Schulstr. 2 b ptr. Tel. 21765. Wir bitten dringend um Zurverfügungstellung brauchbarer Kleidungs- und Wäschestücke für unsere Kleiderkammer. Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt, Gr. Schulstraße 2 b ptr. Das Palästina-Amt teilt mit: Zweigstelle Magdeburg des Palästina-Amtes bei Herrn Lehrer Rosenberg, Gr. Schnlstr. 2 c. Sprechstunden: Mittwoch 5—7 Uhr. — Wirtschaftsberatung für Palästina und Uebersee nach telefonischer Anmeldung bet Herrn Walter Heinemann, Kaiser-Wilhelm- Platz 2. Fernsprecher: 23526. Sprechstunden des Herrn Rabbiner Dr. Wilde finden Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 11 bis 12 Uhr, Ludolfstr. 1, statt. Tel.: Nr. 25039. Die Sprechstunde des Landesverbandes Mitteldeutschland des Jüdischen Central- Vereins findet am Mittwoch, 18. Mai, von 16—19 Uhr, Königstraße 15, II, bei Max Sabatzky, statt. An Sabbaten und Feiertagen ist der Friedhof für Besucher geschlossen. In dringenden Ausnahmefällen wird der Zutritt — nach vorheriger Benachrichtigung des Inspektors, Fernruf Nr. 40320 — ermöglicht werden. Fünf Jahre Hilfe und Aufbap. Der Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau kann nunmehr auf eine Tätigkeit von fünf Jahren zurückblicken. Während dieser Zeit wurden namhafte Beträge für Wanderung, Berufsausbildung, Schul- und Erziehungswesen, Wirtschaftshilfe und Wohlfahrtspflege bereitgestellt. Die Mittel hierzu wurden zu einem wesentlichen Teil durch eine Beteiligung breitester Kreise an der * „B lauen Karte“ aufgebracht. Deshalb rufen wir alle Gemeindeangehörigen erneut auf: „Gebt uns Euren regelmäßigen Beitrag zur Blauen Karte“. Jüdische Gemeinde DUISBURG Die Zeiten des Gottesdienstes Sch.bbat Vorabd. Mor£. Miacha Atta,. 7. 5. 19.15 9.00 20.00 20.50 14.5. 19.15 9.00 20.15 21.03 21. 5. 19.15 9.00 20.30 21.15 28. 5. 19.15 9.00 20.40 21.27 4.6. 19.15 9.00 20.50 21.35 Gottesdienst am Schowuaus 5. 6. 21.35 9.00 6. 6. 20.30 9.00 Am 4. Juni abends findet anschließend an den Gottesdienst Lernabend im Gemeindehause (Theodor-Lauter-Haus) statt. Familien-Nachrichten. Geburten: 1. 4. 1938: John Jakob Rothschild, Sohn von Herrn Josef Rothschild und Frau Erna, geb. Dreyfuß, Duisburg, Mainstr. 15; 14. 4. Arno Moses Eisenstab, Sohn von Herrn Seelig Eisenstab und Frau Cilly, geb. Zierler, Hamborn, Kaiser-Wilhelm-Straße 73a. — Barmiswa: 7. 5. 1938: Alex Feuerstein, Sohn von Herrn Jakob Feuerstein und Frau, Duisburg, Charlottenstr. 29; Rudolf Teiwel, Sohn von Frau Rosa Katz-Teiwel, Duisburg, Kremerstr. 47. Gemeindebibliothek. Die Ausgabe der Bücher findet ab 1. Mai 1938 Montag abends statt. Vor uns steht das Schowuaus-Fest, das Fest der Gesetzgebung und der Erstlingsfrüchte! Auch dieses Fest des beginnenden Sommers ruft uns zu: Lasset an der Festesfreude auch die Armen teilnehmen und gedenkt ihrer durch reichliche Spenden! Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Duisburg. Jüdische Volksschule. In diesem Jahre konnte zum erstenmal eut achttägiger Landschulaufenthalt durchgefufert werden. Unter der Leitung ihres Klassenlehrers verbrachte die Oberklasse die letzte Woche des Schuljahres in dem dem „Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände44 gehörenden „Bröltalhaus44 (Bes. Köln). Das Ziel dieser Landschulwoche, als Abschluß und Höhepunkt der gesamten Schulzeit Lehrer und Schüler zu einer Lebensgemeinschaft zu vereinen, in der in geeigneter Weise Lern- und Freizeiten gestaltet werden, wurde vollkommen erreicht, und allen Teilnehmern sind diese Tage zum unvergeßlichen Erlebnis geworden. — Im Zusammenhang mit der diesjährigen Schulentlassung fanden an zwei Elternabenden Aufführungen eines Bildes aus „Der junge David44 von Richard Beer-Hofmann statt, zu denen die Bühnendekorationen im Werkunterricht der Schule hergestellt waren. Die Schulentlassungsfeier fand am 30. 3. statt. Zur Entlassung kamen 16 Knaben und 9 Mädchen. Herr Frank sprach in seiner Abschiedsrede über den Sinn der Schulzeit und gab den ins Leben eintretenden jungen Menschen als Richtschnur für ihren Lebensweg die „Treue44 zu Gott, zu ihrem Volk und zu sich selbst. Herr Rabbiner Dr. Neumark sprach insbesondere zu den bisherigen Schülern des 9. Schuljahres, die nunmehr ihre Ausbildung im Beruf antreten werden. Er ermutigte sie, mit ihren frischen jungen Kräften die neue Lebensarbeit zu beginnen. Mit dem Gesang der „Techesakna44 fand die schlichte Feier ihren Abschluß. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr. Der Heine-Abend am 3. 4., von dem Vortragenden G. W. Rosenbaum als „ein Märchen vom verlorenen Sohn44 bezeichnet, bot in abwechselnder Folge zwischen Vortrag, Rezitation und Gesang unte£ Mitwirkung von Otto Bernstein (Rezitation), Adelheid Heß (Gesang) und Kurt Heinemann (Klnnicr) eine Vortragsfolge von packender eindringlicher Wirkung. In markanten Sätzen ließ der Vortragende ein Lebensbild des Dichters, geformt aus - Anlage und umweltbedingten Zeitströmungen, Vor uns abrollen, wirkungsvoll unterstrichen durch die jeweiligen rezitatorischen und gesanglichen Darbietungen aus den Werken des Dichters. Allen Vortragenden wurde für diesen bildenden, schönen Abend herzlicher Beifall zuteil. Ein gemeinsamer Sederabend fand unter Leitung des Herrn Rabbiner Dr. Neumark im Theodor-Lauter-Haus statt, an dem hauptsächlich die Mitglieder des Synagogenchors und ihre Angehörigen teilnahmen. Er nahm besonders durch die schönen gemeinschaftlichen Gesänge einen erhebenden Verlauf. In einer gemeinsamen Veranstaltung des Jüdischen Frauenbundes uvid der W i z o sprach in unserer Synagoge Herr Rabbiner Dr. Lemle aus Frankfurt a. M. über „Werdende Religion in Palästina44. In fesselnden Einzelbildern wußte er den Zusammenprall alter weihevoller Erinnerung und modernsten Lebens, der einem Besucher des Landes heute auf Schritt und Tritt begegnet, darzulegen. In tiefgründigen Ausführungen schilderte er die weltanschaulichen Konflikte, die sich daraus ergeben mußten, um zum Schluß die Kräfte aufzuweisen, die in neuer schöpferischer religiöser Gestaltung diese Gegensätze zu harmonischer Vereinigung bringen können und deren erste Ansätze bereits verheißungsvoll zu beobachten sind. KOBLENZ Gottesdienstseiffen: Schabbat Vorabend Morgen* Ana,. 7. Mai 7.15 ~ 9.00 8.45 14. „ 7.15 9.00 9.00 21. „ 7.15 9.00 9.10 28. „ 7.15 9.00 9.20 4. Juni 7.15 9.00 9.30 Sprechstunden: Büro täglich 9—12 Uhr; Rabbiner: Mo., Di., Do., Fr. 11%—12%; Fürsorge: Mo., DL, Do., Fr. 11—12 Uhr. Sprechstunden: Dienstag, den 3. Mai und Dienstag, den 17. Mai im Gemeindehaus, Florinsmarkt 11, von 16%-—18 Uhr. 15