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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1937-12-01 · 12 (1.12.1937) · p. Seite 13

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
15 (1937)
Issue
12 (1.12.1937)
Date
1937-12-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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15. Jhrg./Nr. 12 Jüd. Gemeindeblatt f. d. Synag.-Gem. in Preußen/Norddeutsdiland 1. Dezember 1937 Synagogen-Getneinde STETTIN Jüdisch* Winterfillfe Die an uns herantretenden Anforderungen sind ganz erheblich größer als erwartet! Wir hüten daher dringend alle, die bisher ihre Beitriige nicht geleistet haben, um recht baldige und später regelmäßige Zahlung. Nur dann werden wir in der Lage sein, allen so zu helfen, wie sie es beanspruchen können. In Anbetracht einer zu Chanukka zur Verteilung gelangenden Sonderspende bitten wir, die am 5. Dezember stattfindende Pfundsammlung besonders reichlich zu bedenken. Zahlungen erbitten wir an: Konto J 20 Iwria Bank, Postscheckkonto Nr.’ 123 10, Geschäftsstelle, Rosengarten 9/10. Arbeitsplan für Dezember. Sprechstunden finden statt: des Geschäftsführers Carl. Cohn Dienstag 11—12% Uhr; Kassenstunden täglich 10—12 Uhr; Kassenstunden für Lieferanten nur Donnerstag 10—11 Uhr. Sprechstunden der Vorsitzenden des Frauen- Vereins, Frau Riess, auch für Winterhilfe Mittwoch 10—11 Uhr; der Fürsorgerinnen Montag 15)4—16% Uhr, Mittwoch 8%—9% Uhr, Freitag 8%— 9% Uhr. Unterstfitzungsanträge sind nur persönlich in den Sprechstunden zu stellen; Unterlagen sind mitzubringen. Anträge auf Bekleidungsstücke nur schriftlich. Kleiderkammer ist geöffnet: Montag 15%—17 Uhr, Donnerstag 15%—17 Uhr, Dienstag 10%—12 Uhr, Freitag 10H—12 Uhr. Pfundsammlung : Nächsten Sonntag, den 5. Dezember. Eintopfsammlung: Sonntag, den 12. Dezember. Mitteilungen de* Kulturbundes. Als Dezember - Veranstaltungen bringen wir: Am Montag, dem 6. Dezember, 20% Uhr, einen Kleinkunstabend ,j)er große Bilderbogen“ unter künstlerischer Leitung und Mitwirkung von Nikolai Eljaschoff. Die Namen der übrigen Mitwirkenden und die einzelnen Darbietungen bitten wir aus dem Programm zu entnehmen, das an der Abendkasse verabfolgt wird. Am Dienstag, dem 28. Dezember, 20% Uhr, einen Vortrags - und Gesangsabend „Die Jüdischen Meister der Operette in Paris, Wien, Budapest‘ (Offenbach, Leo Fall, Oskar Strauss, Ascher, Eysler, Jarno, Kalman pp.) unter Mitwirkung von Frl. Dr. Anneliese Landau (Vortragende), Ruth Lehnberg (Sopran), Mar Kuttner (Tenor), Kapellmeister Wilhelm Alt mann (am Flügel). Beide Veranstaltungen finden im Karchowski-Fiscber’schen Saale, Stettin, Friedrich-Karl-Str. 3, statt. Wir machen der Ordnung halber nochmals darauf aufmerksam, daß im Gemeindebüro nur der Austausch alter Mitgliedskarten gegen neue, die Ausgabe neuer Mitgliedskarten für neue Mitglieder und die Aushändigung der Beitragsmarken für die Patenkarten stattfindet. Im übrigen sind die Beitragsmarken nur an den beiden Zahlstellen, nämlich bei Frl. Spitzer, Kaiser-Wilhelm- Straße 42 (Konfitürengeschäft), und bei der Fa. D. Jassmann (Inh. Hermann Zeidler), Reifschlägerstr. 3, einzulösen. Um den Andrang im Saal bei den Veranstaltungen auf das geringste Maß zurückzuführen, findet dh; Ausgabe von Marken am Saaleingang nur noch gegen einen Zuschlag von 0,20 RM je Marke statt. Bekanntmachungen BMkkL Unentgeltliche Ausleihe von Büchern aus allen jüdischen Wissensgebieten. Reichhaltige Belletristik. Lesezimmer mH Zeitschriften aller. Richtungen. Ausleih- und Lesestunden: Dienstag 17H—19)4 Uhr. Alle Bücher, die länger als 4 Wochen entliehen sind, sind sofort zurückzugeben! Rückgabe von Büchern nur während der Ausgabezeiten in der Bücherei (nicht im Verwaltungsbüro der Gemeinde!). Bekanntmachungen von Todesfällen und Beerdigungszeiten werden, ebenso wie andere wichtige Gemeindeangelegenheiten, in dem für Bekanntmachungen bestimmten Gitterkasten an der Hoffront der Synagoge veröffentlicht. Öffnungszeiten für den Friedhof. Sonntag bis Freitag 8—17 Uhr. Bei vorkommenden Sterbefällen Ist umgehende Benachrichtigung des Bestattungskommissars der Chewra kadischab, Herrn A. Fein, Stoltingstr. 44, Telefon 32030, außerdem Mitteilung an unser Verwaltuugsbüro,. Rosengarten -9/10, Telefon 26663, erforderlich. Provinxlalklelderkasuner. Montag nachmittags von 3% bis 4% Uhr; Mittwoch nachmittags von 3% bis 4% Uhr; Freitag vormittag von 10% bis 11% Uhr. Provinzialverband für jüdische Wohl fahrtspflege in Pommern. Bezirksstelle für Berufsausbildung Pommern und Mecklenburg. Stettin, - Rosengarten 9/10. Fernsprechanschluß: 268 83. Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag .10—12 Uhr, Montag 18—20 Uhr. Die Sprechzeit ist genauestens innezuhalten. Auswärtige bedürfen der vorherigen Anmeldung. Veränderung im Personenstand Trauungen: 3t. 10. 37 Manfred Joel mit Vera Großmann; 25. 11. 37 Semmi Perei mit Dora Chronowitz. — Altersjubiläen: 8. 12. 37 Martha Lindenstädt geb. Cohn (80 J.); 18.12.37 Georg Saenger (70 J.); 21. 12. 37 Emil Mendershausen (70 J.). — Todesfälle: 27. 10. 37 Elisabeth Wittkowsky geb. Maaß (65 J.); 28. 10. 37 Frieda Levy geb. Falk (42 J.); 6. 11. 37 Flora Lefeber geb. Cohn (70 J.); 11. 11. 37 Leonhard Rosemann (71 J.). Verbünde und Veraine Jüdischer Central-Verein E.V. Landesverband Pommern. Bismarckstr. 9II. Fernsprecher 21 943. — Juristisch-wirtschaftliche Beratung wochentags 17—19 Uhr, außer Mittwoch und Sonnabend. Hllfsverein der Juden ln Deutschland E.V. Beratungsstelle für Pommern und Grenzmark: Stettin, Friedrich-Karl-Straße 3, ptr., Haltestelle Moltkestraße der Straßenbahnlinien 3 und 4. Fernruf 27 169. — Sprechstunden: 10—13 Uhr. Für Auswärtige auch außerhalb dieser Zeit nach vorheriger ' Vereinbarung. Beraterin: Frau Elsa Meyring. Die Korrespondenzhefte »Jüdische Auswanderung« sind eingetroffen. Relehsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Stettin. Kriegsopferberatung: Dr. Mosbach, Lindeststraße 30. Sprechstunden: Mittwochs und Donnerstags 10%—17)4 Uhr. Es ist dringend notwendig, daß die festgesetzten Sprechstundenzeiten innegehalten werden. Keren Kajemeth LeJiaraeL Bezirks-Sammelstelle Stettin: Freunde des Palästina-Auf - baus lösen ihre Glückwünsche durch K K L - Telegramme ab; zum Preise von RM 0,50 p. Stück erhältlich bei: Berta Spitzer, Kaiser-Wilhelm-Straße 43; Julius W o 1 f f, Bismarckstraße 18; Zionistisch^ Sekretariat, Elisabethstr. 4,11, links. Zweigstelle Stettin des Palästina - Amtes Berlin*' Elisabethstr. 4, II, links. Tel.: 21 727; Sprechstunden: täglich (außer Sonnabend und Sonntag) von 10 bis 12 Uhr u. 16 bis 18 Uhr. Auswärtige Besucher der Zweigstelle werden gebeten, zweck mäßigst vorher einen Termin mit dem Leiter der Zweigstelle, Georg Kopyd lowski, zu vereinbaren. — Der Makkabi Hazalr Brith Hasophlm, Gdud Stettin (Anschrift: Langebrückstr. 5 III) schreibt: Ober ein Jahr erfolgreicher Arbeit liegt hinter uns, und doch sind wir noch lange nicht zufrieden. Gegenwärtig haben wir 6 Gruppen (je 3 Jungens- und Mädelskwuzoth) altersmäßig gestuft von 9 bis 25 Jahren. U. a. wollen wir eine neue jüngere Mädelskwuzah auf machen, zu der auch die Mitglieder des ehemaligen Kinderspielkreises herangezogen werden sollen. Meldet euch deshalb bei uns! So geht’s nun mit frischer Kraft weiter. Wir haben ein umfangreiches Wmterprogramm aufgestellt, in dessen Mittelpunkt, wie stets, die weitere Vertiefung unseres jüdischen und zionistischen Wissens steht. Des weiteren wollen wir im Laufe der nächsten Monate einen großen Elternabend veranstalten, wo wir der breiten jüdischen Öffentlichkeit Gelegenheit geben werden, durch Ausschnitte aus unserer täglichen Arbeit das Tun und Wollen des einzigen jüdischen Jugendbundes in Stettin kennen zu lernen. — Am, Erez, Saphah (Volk, Land und Sprache), das sind die drei Faktoren, die unter Zugrundelegung positiven Judentums und dem Erkennen des Wert# jüdischer Vergangenheit unser' Sein bestimmen. Wir wissen, wie die Not des Alltags und alles, was sich um und in dem jüdischen Menschen, gleichgültig ob jung und alt, abspielt, unser Leben erschüttert. Bei dieser Not des Einzelnen und aller darf man nicht vergessen, immer auf die Gesamtheit, das Ganze zu schauen. Der Kampf des einzelnen Menschen ist winzig klein im Vergleich zu ist der Sinn unseres Lebens, wo können wir unsere Aufgabe im Bewußtsein unserer Geder Drangsal, das uns alle umgibt. Was Samtverantwortung erfüllen? Die Beantwortung dieser Fragestellung entscheidet das Schicksal des Einzelnen und damit des ganzen Volkes. Gibt es etwas Schöneres und Wertvolleres als in einer Gemeinschaft junger jüdischer Menschen zu leben, die voll Zuversicht an die jüdische Zukunft im eigenen Lande glaubt und sich stets für die nationalen Interessen des jüdischen Volkes einsetzt? In unserem Gemeinschaftsleben erblicken wir durch unsere Idee und das enge Verbundensein der einzelnen Menschen - den Sinn unseres Lebens überhaupt Durch die Kraft des Gemeinschaftserlebnisses selbst erhält der Einzelne die innere Stärke, die ihn befähigt, über seine Schwierigkeiten und Sorgen hinwegzukommen, und er sagt sich immer: „chasak weemaz“ (sei stark und fest)! So rufen wir denn heute alle noch abseits Stehenden auf, zu uns zu kommen und mit uns gemeinsam den Kampf um die jüdische Zukunft zu führen. NuF wenn wir eisern Zusammenhalten und alle in einer Front stehen, können wir etwas erreichen! Wir wollen uns wirklich Chawerim, Freunde sein, uns gegenseitig verstehen lernen und gemeinsam mit Elternhaus und Schule die Aufgaben erfüllen, die uns gestellt sind. Zeigt, daß Ihr die Zeit versteht und setzt Euch mit Eurer ganzen Kraft für alle, und damit das ganze jüdische Volk ein. Du — und Du — und Du, auf jeden einzelnen, gleich wie alt, komint es an, jeder auf seinem Posten und nur Einigkeit macht stark! „W’im Io achschaw emataj?“ Und wenn nicht jetzt, wann dann? i jii». J. T, e. S. V. Bar Kaehha. Geschäftsstelle: Erwin Meyer, Lindenstr. 23. Die sportliche Tätigkeit des Vereins im Monat November war außerordentlich rege. Nach langer Zeit konnten wir wieder einmal die Fahrt nach Berlin unternehmen, me dort U

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