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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1937-09-01 · 9 (1.9.1937) · p. Seite 14

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
15 (1937)
Issue
9 (1.9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 14 (sequence 15)
Language
German
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t5. Jhrg./Nr. 9 Jüd. Gemeindeblatt f. d. Synag.-Gem. in Preußen/NorddeutsAland 1. September 1937 den Deutschland* durchgeführt. In Bremen hatte sie für die Zeit vom 1. April 1936 bis 31. Min 1937 ein Ergebnis von RM 1425,—, wovon zwei Drittel, mithin RM 950,—, für die eigene Wirtschaftshilfe verblieben, während ein Drittel mit RM 475,— an den zentralen Ausgleichsfonds abgeffihrt wurde. Das Durchschnittsergebnis der einzelnen Karte war RM 4,63, das sind 33 X Pfennige Anteil auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung. — Insgesamt weist der Eingang an Mitteln für Hilfe und Aufbau zugunsten der Bremer Bezirksstelle für jüdische Wirtschaftshilfe einen Betrag von RM 1925,— zur eigenen Verfügung auf. Der Mehrbetrag von rd. 1000 RM gegenüber der Beitragskarten-Aktion erklärt sich aus der Beteiligung an den allgemeinen Sammlungen, die der Zentralausschuß der Juden in Deutschland für Hilfe und Aufban durchführen ließ. — Während die Arbeit der „Blauen Beitragskarte“ unter großem Einsatz vieler ehrenamtlicher Kräfte erfolgreich durchgeführt worden ist und besonders die bereitwillige Mitarbeit der Damen .'nicht genug anerkannt werden kann, muß festgestellt werden, daß die Hauptaktion für Hilfe und Aufbau, füi die in den letzten Jahren Herr Dr. Marx vom Zentralausschuß propagandistisch tätig war, nicht allgemein die Unterstützung findet, die unumgänglich notwendig ist. Der Aufgabenkreis, der den öffentlich-jüdischen Organisationen heute zugewachsen ist, ist derart groß und das Aufgabengebiet der jüdischen Wanderungs- und Hilfsarbeit so weitverzweigt, daß gar nicht genug Mittel beigesteuert werden können. Allein durch die hiesige jüdische Wirtschaftshilfe wurden im Jahre 1936 über Reichsmark 5000,— verausgabt und außerhalb des gemeindlichen Etats aufgebracht. Bei Betrachtung dieser verhältnismäßig geringen Ziffer wird auch der Unbeteiligte nicht umhin können, im Hinblick auf die Finanzierung der Wanderung und deren Vorbereitung Verständnis für die schwierige Situation der gemeindlichen Wirtschaftshilfe aufzubringen und Mittel zu ihrer Förderung bereitzustellen. Todesfälle melde man stets unverzüglich zum Gemeindebüro (Ruf 285 88) und zum Vorstand des Kranken-Wohltätigkeits-Vereins (Ruf 519 48 oder -538 92). Beerdigungskosten sind im -Voraus zahlbar. Die Chewra kadischa ist nicht in der Lage, notwendige Barauslagen ohne Vorauszahlung zu erledigen. Das Büro der Friedhofs-Inspektion, woselbst die behördliche Bestattungs-Erlaubnis erteilt wird, befindet sich jetzt im Gebäude des Garten- und Friedhofamtes Braut str. 26. Venlkiufitig Rüsttag: Dienstag, 14.September. Minchahgebet: 13Uhr**. Kol nidräi: 19 Uhr, anschließend Predigt**. Jom Kippnr: Mittwoch, 15. September. Morgengebet: 7 Uhr. Thorah-Vorlesung. Predigt: 11 Uhr**. Minchah: 16 Uhr. Predigt und Seelenfeier: 17 Uhr 45**. Nöilah: 18 Uhr 15. Nacht: 19 Uhr 23. Platzordnung Beim Gottesdienst an den hohen Feiertagen. An den hohen Feiertagen ist die sonst übliche Platzordnung der Synagoge aufgehoben. Nur die auf den Platzkarten angegebene Platznummer hat Gültigkeit; die Benutzung eines andern Platzes ist verboten. Schülerinnen, denen Karten ohne Platznummer verabfolgt sind, können sich eines Platzes in der dritten und vierten Reihe bedienen, solange die nutzungsberechtigte Dame nicht anwesend ist, doch ist eine Platzbenutzung in den beiden ersten Reihen verboten. Kindern, welche die Religionsschule noch nicht besuchen, ist der Zutritt zur Synagoge an den hohen Feiertagen untersagt. Die Sprechzeiten im Gemeindebüro sind auch im kommenden Winterhalbjahr alltags von 9 bis 12 Uhr. Für Angelegenheiten des Jüdischen Wohlfahrtsamts jiind die Vormittage jeden Montags und Donnerstags einzuhalten; auch für die kommende Winterhilfe bleiben als Sprechzeiten Montag und Donnerstag vormittags. Während des Urlaubs von Herrn Markreich übernehmen die Herren Nathan Grünberg (Vorstand) und Norbert Nathan (Gemeinderat) die Vertretung; für das Wohlfahrtsamt und die Winterhilfe stehen Frau Th. Schragenheim bzw. Herr Max Abraham zur Verfügung. Predigt am 1. Neujahrstag. Die Synagogenbesucher werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Predigt am ersten Tage Rosch ha Schanah bereits um 9 Uhr 15 stattfindet. Die Saaltüren werden 5 Minuten vorher geschlossen. Das Lernen der Chewra Kadis c-h a in der Hoschana rabba-Nacht findet am Sonnabend, 25. September, im Gemeindehause, Gartenstr. 7, statt. . Beginn in der Gemeinde- Sukkah: 21 Uhr 30, Lehrvortrag zum Thema: „Das Recht — eine Hütte des Friedens“ im Lehrsaal 22 >4 Uhr. Durchwanderer müssen an das Gemeindebüro verwiesen werden, weil es nur dort möglich ist, Angaben nachzuprüfen. Verpflegung und evtl. Weiterbeförderung geschieht daselbst durch den Fürsorge-Ausschuß für jüdische Durchwanderer. Kriegsopfer-Beratung erfolgt durch den Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Anschrift der Bremer Ortsgruppe: Kamerad Benno Pincus, Martinistr. 34. Gottesdienst an den Hohen Feiertagen Synagoge: Gartenstr. 6** und Kohlhökerstr. 6* Neujahrsfest 5698 Vorabend: Sonntag, 5. Sept. 1937: 18 Uhr 45. Ansprache des Gemeinderabbiners: 19 Uhr**. Rosch ha’ Schanah, 1. Tag, Montag, 6. September. Morgengebet: 7 Uhr. Thorah-Vorlesung. Predigt 9 Uhr 15 (pünktlich)**. Minchahgebet: 18 Uhr 45. Abendgebet: 19 Uhr 45. Rosch ha’ Schanah, 2. Tag, Dienstag, 7. September. Morgengebet: 7 Uhr. Predigt*. Abendgebet: 19 Uhr 45**. Gottesdienst im Altersheim: Mittwoch, 22. September, vorm. 11 Uhr. Gottesdienst am Lanbhüttenfest Synagoge: Gartenstr. 6 Erew Sukkoth: Sonntag, 19. September, 18 Uhr 30. 1. Tag Sukkoth: Montag, 20. September. 2. Tag Sukkoth: Dienstag, 21. September. Morgengebet: 8 Uhr. Predigt (1. Tag): 10 Uhr. Abendgebet: 19 Uhr 09. 3.—5. Tag Mittelfeiertage: Chol ha’ mo£d 7 u. 18Uhr. Sabbath Chol ha’ moid Sukkoth: 25. September. Morgengebet: 8 Uhr. Minchahgebet: 18 Uhr 15. Sabbath-Ausgang: 18 Uhr’59, Lehrvortrag: 21 Uhr 30. Hoschannah rabba: Sonntag, 26. September 6 Uhr 30. Sch’mini azereth, Schlußfest: Vorabend, 26. September, 18 Uhr. Montag, 27. September. Morgengebet: 8 Uhr. Predigt und Seelenfeier: 9 Uhr 30. Abendgebet: 18 Uhr. Simchas Thorah, Gesetzesfreude: Dienstag, 28. Sept. Morgengebet: 8 Uhr. Abendgebet: 18 Uhr 52. Jenny A*ü*£ung Schiller Cors«ts Bornstr. 5 Kaufhaus des Westens ANZEIGENSCHLUSS am 21 jeden Monate 45 j. iüdisdie Witwe : alt frSSereai Venoöfca m Betrat <jQd.> durch Td.: 23486 In 1. 10. Suche Steilung Kann Stenographie, Maechinenschreiben, Büroarbeiten, Sprachen, Beaufsichtigung von Schularbeiten, etwas Hausarbeit und Kochen. H. GoMuhmidt Twistringe« (Bes. Bremsn) Zu wratolm Zum 1. Dezember Odtf 1. Januar S laSbllarta Ztanar Mit KacSgalagaähaH. Nähere* g^nigliwrstr. gg STENOTYPISTIN (audi Aaflhi(erin) audit Ptm C«ha, Wegeacnde 161 Za veFMleten S arHfiirt<fiTlBifrS».- Meyer, G«fkardMr*0e 9 / Telefon 27355 I Qtmalndsaitglladwr, imt6iHlHxt do»{Odt*ehaHowdwärlcu. dwnBnxaB>qnd»ll I Bemdtsen SU unncc TeUfoH-kum*>ec*—^ fttr JEdlsdie ZdbuRn _ Affe ■ ag fllWIUl nar Ferdinand Meyer Co., OgrWdotr.9 Zi | Anzeigen im Gemeindeblatt erreichen die jüdiadtm Kreise! j 14

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