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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1937-07-01 · 7 (1.7.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 12

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
15 (1937)
Issue
7 (1.7.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1937-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Magdebnrg StraBtn-, Sportu. Gosellschafftsschuh« J| i.fxmin Sctiuhurarnn allnr Art Woint Magdeburg, Sdiwertfeger » Straffe 14-15 HDSFN jeder Art Versicherungen auch Anfertigung nach Angabe Hosen -Vertrieb Jakobstraße 50 Leben, Unfall, Auto, Glas, Wasser, Feuer, Einbr.-Diebstahl, Haftpflicht, Transport, Schmucksadien, Reisegepäck M. Goldmann Generalvertretung •ettertntr. 1« Telefon 304SS 1— >fl »Htm »IMKllBC UflHitM a UM $ BMMMMkMr unter Garantie des MtttiMpBMS kauft <mdholtabQuc|]l|fta||er Zsdtokfcestr. 20 / Telefon 21008 BLITZ schreibt u. vervielfältigt schneit u. sauber AnzalganschluB an 24.Jadan Monats r n11 nr Weg 2341 Iticksickn viiin priayt nsitflkrl TascketvJreiUty Holler Braltar Weg 73-74 icfferwarcn AUFHAUS ARLINER Ein kochopporot m. Therm. 3.75 »Siemens« Elnkochglffser m. Ring Breiter Weg 133 Mägde bürg MITTEILUNGEN DER ÜÜJDISCHEN GEMEINDE DUISBURG Zeiten des Gottesdienstes Freitag Abends Morgens Abends 2.— - 3. Juli 19,30 Uhr 9 Uhr 21,46 Uhr 9.— -10. 19,30 Uhr 9 Uhr 21,41 Uhr 16.— -17. 19.30 Uhr 9 Uhr 21,33 Uhr 18. „ Tischoh beaw 21,33 Uhr 9 Uhr 19,30 Uhr 23.— -24. a 19,30 Uhr 9 Uhr 21,22 Uhr 30.—31. » 19,30 Uhr 9 Uhr 21,10 Uhr 6.- ■ 7. August 19,30 Uhr 9 Uhr 20,56 Uhr Familiennacfariditen Das Wohlfahrtsamt benötigt dringend: Herrensachen, Damenmäntel, Matratzen. Denkt an unsere Ferienkinder! ♦ Der diesjährige Philosophie-Preis der Universität Genf (Prix Hunibert) wurde unter drei Kandidaten verteilt, unter denen sich wiederum der Duisburger junge Wissenschaftler Max Mandellaub befindet. Er stellt damit seiner im letzten Jahre preisgekrönten moralphilosophischen Studie über Max Scheler eine preisgekrönte wissenschaftliche Darstellung der Philosophie des jüdischen Gelehrten Emil Meyerson zur Seite. Barmtzwoh: 3. 7. 1937 Gert Kaiser, Sohn von Herrn Hauptlehrer Fritz Kaiser und Frau Fränze geb. Compart, Duisburg-Ruhrort,' Landwehrstr. 21. Vermählung: 10. 5. 1937 Otto Heidelberg mit Fränlein Gerda van Leeuwen, Buenos Aires. Geburtstage: 18. 7. 1937 Frau Wwe. Otto Meyer, Neudorferstraße 149 81 Jahre; 31. 7. 1937 Julius Weintraub, Universitätsstr. 43 70 Jahre. Sterbefälle: 29. 5. 1937 Frau Auguste Lode, Kasslerfelderstr. 19; 19. 6. 1937 Frau Selma Guttmann, Duisburg-Ruhrort, Amtsgerichtsstr. 9. Nachrichten aus Duisburg In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung, die der Etatberatung gewidmet war, machte der Vorstand zunächst davon Mitteilung, daß nunmehr auch die Synagogengemeinden Ruhrort und Hamborn den Eingemeindungsbeschluß durch ihre Repräsentantenversammlungen angenommen haben, und daß der Antrag der Regierung zur Genehmigung eingereicht sei. Ob die Regierung allerdings darüber bis zum 1. Juli ent. scheiden könne, sei zweifelhaft. Jedenfalls wolle man versuchen, die Eingemeindung zu dem nächstmöglichen Termin in Kraft treten zu lassen. Der vom Vorstand vorgelegte Etat für das Rechnungsjahr 1937/38 wurde sodann nach kurzer Erörterung von der Gemeindevertretung einstimmig angenommen. Er schließt wie im Vorjahre mit einem Betrag von RM 36 000.— in der Einnahmen und Ausgaben ab. Der Vorstand behielt sich vor, nach erfolgter Vereinigung der drei Gemeinden einen Nachtragsetat vorzulegen. Der Steuersatz wurde wie im Vorjahre auf 30 •/# der Einkommensteuer und 50*/# der Vermögenssteuer unter Anrechnung des niedrigeren Betrages auf den höheren festgesetzt. Daneben. wird das bisherige Gemeindegeld von RM 4.— bis RM 30.— erhoben. Einen wohlgelnngenen Gemeindeabend bereitete uns Herr Dr. Ludwig Landau mit seinem Vortrag „Vom Sinn jüdischer Geschichte“, den die Gesänge des Herrn Max Mansfeld wirkungsvoll umrahmten. Mit dem „Haschkiwenu“ in der Vertonung von Birnbaum und der Arie „Höre Israel“ aus Mendelssohns „Elias“ schuf Herr Mansfeld, begleitet von Herrn Dr. Landau, bei den zahlreich erschienenen Zuhörern sofort eine religiöse Stimmung, die bis zum Ausklang des Abends in jüdischen Volksliedern anhielt. Herr Dr. Landau wußte in seinen Ausführungen den Sinn der jüdischen Geschichte den Hörern nahezubringen, indem er alle Epochen des jüdischen Altertums von Aegypten bis zur Römerzeit an uns vorüberziehen ließ und ihren Wert in der Deutung erblickte, die die Propheten und großen Männer jeder Epoche entdeckten und dem Volke vermittelten. Durch sie gewinnt auch das Leid in der jüdischen Geschichte den schöpferischen Sinn, daß er das Volk nicht zermürbt, sondern zu neuen, immer mehr vertieften Lebensauffassungen und Gestaltung befähigte. Was die Thora einmalig und für die Ewigkeit als eigentlichen Wert und Sinn des Lebens gezeigt und in Lebensgesetzen gestaltet hat, das ist immer wieder neu in solchen Epochen aufgerichtet worden. Am Sabbath-<Gebot und in den großen Gedanken des 90. Psalms legte der Vortragende diesen ewigen Sinn dar als den, dem Leben einen heiligen Inhalt zu geben und Weisheit des Herzens zu gewinnen. Jüdischer Kulturbund Rhein-Rhur. Der Liederabend von Ernst Wolff fand bei den Zuhörern, deren Beifall er in steigendem Maße gewinnen konnte, eine begeisterte Aufnahme. Die schwierige Aufgabe, ein abendfüllendes Programm ganz allein zu bestreiten, und dazu noch selbst die Klavierbegleitung zu übernehmen, wurde mit souveränem Können und hingebender künstlerischen Leidenschaft gelöst. Ernst Wolff sang Lieder von Girodani, Donaudy^ Peri, Händel, Kowalski und Volkslieder. Besonders gefielen die Lieder aus dem ,»Pierrot Lunaire“ von Kowalski loMoutnhr h Uh» ml Ikäi-hMtalhi Spezial Strumpf Vertrieb Verkauf vorUufif aur eu (ros MaB-Schnoiderei für Damen u. Herren M.Wa|sfelfiar/MülheimerStr.l12 Anzeigen im Gemeindeblatt erreichen die jüdischen Kreise / Anzeigenschluß am 24. jeden Monats. 12

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