Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 7 (1.7.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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I nicht, ein solcher Prozeß ist schon oft vor mich gekommen, sondern oerhandelt doch über ihn. (Sifrt.) Schabbart „Waetehanan“ Sehabbat „IVaehmu“, 24. Juli 1937. Thoravorlesung: 5. Büch Mose 3,23—7,11. Haftara: Jesaia 40,1—40,26. „Ond da sollst lieben" .... erfülle seine Worte (Gottes) aus Liebe; es gleicht nicht einer, der es aus Liebe tut, einem, der es aus Furcht tut; wer seinem Herrn nur aus Furcht dient, verläßt ihn, wenn ihn dieser bemüht, und geht seines Weges. (Sifrt.) „Mit deinem ganzen Herzen . . . Dein Herz enthalte keinen Widerspruch gegen den Ewigen. (Sifrt.) Sehabbat „Ekew“, 31. Juli 1937. Thoravorlesung: 5. Buch Mose 7,12—11,25. Haftara: Jesaia 49,14—49,26; 50,1—50,11; 51,1—51,3. „Und ihn mit eurem ganzen Herzen zu dienen" . . . fin Dienst mit dem Herzen; das ist das Gebet; denn das Gebet wird ein Dienst genannt. (Sifrt.) „So werde ich den Regen eures Landes geben" . . . wenn ihr getan habt, was euch obliegt, so werde auch ich tun, was mir angehört. (Sifrt.) Budibesprediungen Simon Dubnows „Weltgeschichte des jüdischen Volkes“ in 3 Bänden. Simon Dubnows Lebenswerk, die zehnbändige „Weltgeschichte des jüdischen Volkes“, ist seit seinem vor neun Jahren erfolgten Erscheinen ein unentbehrliches Standardwerk geworden. Für den Laien und die Jugend hat sich aber inzwischen das Bedürfnis nach einer kürzer gefällten Ausgabe herausgestellt, die ohne den großen wissenschaftlichen Apparat auskommt, welcher allerdings eine der vorzüglichsten Grundlagen des Werkes ist. Nach siebenjähriger Vorbereitung erscheint jetzt diese von Dubnow und Steinberg bearbeitete Kurzgefaßte Ausgabe in drei Bänden beim Jüdischen Verlag Berlin. Dubnows soziologische Geschichtsauffassung ist auch hier der tragende Gedanke gegenüber der bisherigen jüdischen Historiographie, die das Theologische mehr in den Vordergrund stellte. Das Judentum ist nationale Individualität, die sich auch in der Diaspora in schweren Kämpfen zu behaupten sucht. Hier wiederum entstehen nacheinander Hegemoniezentren, die dem Historiker eine bestimmte periodische Einteilung ermöglichen. Sie lösen einander ab aus Ursachen außenpolitischer und, damit verbunden, auch sozial-ökonomischer Natur — ein Geschichts* Vorgang, der in seiner Verflechtung historisch außerordentlich interessant und aufschlußreich ist und von Dubnow meisterhaft dargestellt wird. Schon in dem ersten soeben erschienenen Bande sehen wir den Beginn dieser Entwicklung, da dieser Teil des Werkes bereits bis zur spanischen Epoche reicht. Er zeigt uns die Volkwerdung Israels, führt uns über die erste geschichtliche Blütezeit zum ersten Diasporaland -Babylon, behandelt die wechselnden Geschicke des nur noch selten unabhängigen jüdischen Staates bis zu seinem endgültigen Untergang. Einen besonderen Raum nimt die geistesgeschichtliche Schilderang des dann folgenden Zeitraums ein, die großen Auseinandersetzungen mit dem Hellenismus und dem werdenden Christentum, die Entstehung des Talmud, das Aufkommen des Islam, um mit der jüdisch-arabischen Renaissance abzuschließen. Damit entspricht dieser bisher erschienene erste Teil des Werkes den ersten drei Bänden der großen Ausgabe, welche die „orientalische Periode" der Geschichte des jüdischen Volkes behandeln. Die oft bewunderte Lebendigkeit in der Darstellung, die übersichtliche Gliederung und die bei aller Verästelung und Verzweigung des Gegenstandes immer sichtbare Zielrichtung der von Dubnow vertretenen .Idee machen auch diese Ausgabe zu einem Meisterwerk. Durch (Re jetzige Fassung in ihrer geschickten, alles Wesentliche belassenden Verkürzung und den dadurch bedingten wohlfeileren Anschaffungspreis wird dieses Werk des großen Historikers sicherlich weite und verdiente Verbreitung erfahren. J. P. Wölbe, Engen: Geschichte der Juden in Berlin und in der - Mark Brandenburg. Berlin: Kedem 1937. 320 S. Wölbe hat mit diesem Buch die Geschichte der Juden in Berlin und der Mark Brandenburg zum ersten Mal in volkstümlicher, fesselnder Form behandelt, während die wenigen bisher vorhandenen Schriften über diesen nicht zu unterschätzenden Teil jüdischer Geschichte in Deutschland wegen ihres rein wissenschaftlichem Charakter schwerer zugänglich sein dürften. Dabei ist dem Verfasser in den Kapiteln über die neuere Entwicklung gelungen, auch jene Werke durch manche recht interessante und wenig bekannte Tatsache zu ergänzen. Allerdings geht das Buch von Wölbe als Ganzes nicht in die Tiefe. Wichtiges fehlt, Unwichtiges ist zuweilen in den Vordergrund gerückt. Es würde zu weit führen, hierbei ins Einzelne zu gehen. Als Beispiele seien erwähnt für die ältere Zeit, daß die Semnonen-Abstammung der märkischen — * Urbevölkerung umstritten ist. Unter' den ersten urkundlich nachweisbaren seßhaften Märkern finden sich bereits Juden. Im frühen Mittelalter'erwähnt Wölbe weder die bedeutsame Belehnung des Juden Fritze], noch die Judenverbrennung in Königsberg in der Neumark. Die außerordentlich wichtige Beteiligung der Juden an der märkischen Seiden- und Samtmanufaktur, ihre immer wiederholten Versuche am Handwerk teilzunehmen, resp. neue Handwerke zu gründen, werden kaum gestreift, u. s. w. — Trotzdem ist Wolbe’s Buch, wie gesagt, zu begrüßen, denn es wird zweifellos das Interesse an der Geschichte der Juden in einzelnen Bezirken fördern und zum Nachdenken über manche historischen Entwicklungsgänge anregen. a. Die Wunschkiste. Die schönsten Geschichten, Spiele und Rätsel aus dem Kinderblatt der C.-V.-Zeitung. Berlin: Philo-Verl. 1936. 39 S. Quer—8* (Schriftenreihe der C.-V.-Zeitung.) Nach dreijähriger Wirksamkeit — so erfahren wir aus einem aufmunlernden Vorwort von Hilde Marx — hat nun auch Bäder und Pensionen K0I6lSTE^=== Baden bei ans liebevolle Aufnahme Voll« «SSISloa Inldit rituell) Am Maos« ylgr Oaii«a MH U«B««t«S« ond Tnrnyertten Nah« WaM «ad Nords«« Varel IssiSsPaMifesrS Bad Wildungen S.-R. Dr. Albert Kaufmann Sanatorium Dr.Ern:tR'Genberg B.,ü rZodarMwen SdtoParm 1 I Unter persönHdter Leitung | Werlau b. St. Goar a. Rh. Privatpension Juliua- Meyer Wsldrddie Oegend, f. Erk. gute Aufnahme. 4 reldil. MsMx. 3.50 RM. Lieger. am Hanse. prtlietrl M ist * Vch&ohJUc*'' \ksiPBrslendnmm TO L «. IL^ 9*0992 Berlin "”^j| BaferfMbcr Hafz fiUlcttchi ftiascr IsiftL Massab. K. 2M) tS große und kleinere Komfort» Zimmer, leer oder möbliert bei bester Verpflegung. Jede Diät. 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