Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 3 (1.3.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Tilst, Duisburg, Halle, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 19 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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einer der ordentlichen Zahlstellen verhinderten, eingerichtet. Wir bitten daher unsere Mitglieder, in Zukunft ihre Beiträge reehtseitig am Monatsbeginn bei den ordentlichen Zahlstellen zu entrichten. Die ordentlichen Zahlstellen befinden sich: 1. bei Frl. Bertha Spitzer, Kaiser-Wilhelm-Str. 42, 2. bei der Firma D. Jaßmann (Inh. Herr Hermann Zeidler), Reifschlägerstr. 3. — Die Kasse des Gemeindebüros (Rosengarten 9/10) besorgt n u r Neuaufnahmen und Patenkarten. Wir machen darauf aufmerksam, daß einige Mitglieder trotz unterschriftlicher Beitrittserklärung seit längerer Zeit mit ihren Beiträgen im Rückstand sind. Wir bitten diese Mitglieder nochmals ihrer Zahlungspflicht nachzukommen. Wir können die Einziehung nicht länger hinausschieben. Jüdischer Kulturbund Stettin. Genossenschaftsbank Iwria e. G. m. b. H., Stettin ln der Bilanzsitzung des Anfsichtsrates vom 15. Februar 1937 legte der Vorstand den Jahresbeschluß 1936 nebst Geschäftsbericht vor. Das Geschäftsjahr 1996 ist befriedigend verlaufen. Der Umsatz hat sich von RM 36 Millionen auf RM 41 Millionen erhöht, die Bilanzsumme von RM 778.000.— auf RM 843.000.—. Aus dem Reinverdienst von rd. RiM 8.00Q.-- soll nach Rückstellung von RM 3.000.— und Überweisung an die Reservefonds von RM 2.000.— eine Dividende von i'/i verteilt werden. Verluste irgendwelcher Art sind nicht eingetreten. Bankverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus weiter gegebenen Wechseln bestehen nicht. Vorstand Brandt ist ausgeschieden. An seine Stelle ist der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrates Rechtsanwalt D r. Brock getreten. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hat Rechtsanwalt Dr. Appelbaum übernommen. Aus der Frauenarbeit in Stettin Sonnabend, den 6. März, 20 Uhr, Schillerstr. 5, part. rechts: »Seelische Winterhilfe“ Ortsgruppe Stettin des Jüdischen Frauenbundes. Dienstag, den 9. März, Schillcrstraße 5 part. rechts: Ortagruppennaehmlttag. 16—17 Uhr: Kaffeestunde. Anschließend das im vorigen Monat wegen Erkrankung der Vortragenden ausgefallene Referat von Frau Dr. Emmy Weltmann über das Buch „Reise mit einer jungen Jüdin“ von Alfredo Panzini. Mittwoch, den 10. März. Im Hause von Frau Dr. Aronheim, Bismarckstr. 19 Ortsgruppenabend für die Gruppe der berufstätigen Frauen und für Frauen, welche die ■Nachmittagsveranstaltungen nicht besuchen können. Um 201/» Uhr referiert Frau Dr. Emmy Weltmann über das Buch „Reise mit einer jungen Jüdin“ von Alfredo Panzini. „Wizo” Am Montag, dem 8. März findet unser nächster Wlzo- Teenaehmlttag bei Frau Rieß, Moltkestr. 19 statt. Es wird über Auswanderungsfragen referiert werden, wobei die Möglichkeit besteht, Herrn Adolf P o 11 a c k aus Jerusalem zu hören. — Meldungen bis spätestens Sonntag, den 7. März, an Frau Zadek, Kohlmarkt 8, Tel. 33120. Mit Rücksicht auf den Privathaushalt, bitten wir, Meldungen rechtzeitig bis zur angegebenen Zeit, etwaige Absagen (ebenfalls an Frau Zadek bis spätestens, Montag, den 15. März frühmorgens vorzunehmen. Appell des Makkabi-Hazair, Gdud Stettin Es ist nun schon eine ständige Gepflogenheit, daß der jüd. Pfadfinderbund, Makkabi-Hazair anläßlich „Chamischa-aßarbischwat“ seinen „Tag des Bundes“ feiert. So beging in diesem Jahre zum 1. Male auch der neue Gdud Stettin diesen wichtigsten Tag im Leben des Bundes. Die Tech’sakna leitete die Feierstunde ein. Nach Bekanntgabe einiger organisatorischer Dinge wurde das Bundeslied „Ssuzionah“ gesungen. In Vertretung des verhinderten Gdudleiters Ali Winterfcld verlas Uri Frank eine Botschaft unserer Chawerim in Erez Israel. Sie stellte eine Rückschau auf Erreichtes und einen Aufruf zur Arbeit am Kommenden dar. Uri zeichnete darauf in kurzen Worten ein Bild vom Sinn des Bundestages, der eine Darstellung der gesammelten Kraft des Bundes bezweckt und ging dann auf das Wesen des Bundes selbst ein, das sich ln seinen Formen und Symbolen offenbare Das Leitwort „Heje muchan“ (Sei bereit!) ist ein Aufruf, seine Kraft dort einzusetzen, wo das Bedürfnis des jüdischen Volkes unsere Menschen hinruft; unser Symbol, die Lilie, ist in seiner dreieinigen Bedeutung „Volk, Land, Sprache“ das Bekenntnis zu einem Volk, das sein echtes Leben nur verwirklichen kann in seinem Lande und in seiner Sprache. Unser Gruß „Chasak“ (Sei stark) ist ein täglich-stündlicher Mahnruf, seinen festen Willen im Dienste des Volkes einzusetzen, unbeirrt durch Widerstände, woher sie auch kommen mögen. Die Hatikwah und der Bundesgruß Chasak beendete den Tag des Bundes. Anschließend waren die Chawerim und Chaweroth zu einem „Oneg Schabbath“ zusammen, der sich mit der heutigen Form der „Chamischa-aßanbischwat-Feiern“ in Erez Israel beschäftigte. Güra. In Stettin ist von privater Seite für nicht mehr Schulpflichtige seit April 1936 ein dem 9. Schuljahr entsprechender Kursus für Knaben und Mädchen eingerichtet, der von Ostern 1937 ab das Pensum des 10. Schuljahres weiterführt. Wir werden um Bekanntgabe gebeten, daß vom April 1937 ab diesem Unterricht, welcher Deutsch (Literatur), Englisch und englische Stenographie, Hebräisch, Französisch, Religionsphilosophie, Jüdische Geschichte, Allgemeine Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, Erdkunde, Praktisches Rechnen, Naturwissenschaften, ev. Gartenbau und für Mädchen: Haushalt resp. Näharbeit umfaßt, neue Teilnehmer, evtl, auch nur für einzelne Fächer, beitreten können. Meldungen von interessierten Eltern erbeten an: Frau Grete Peiser, Dohrnstraße 1 (Tel. 266 63). Amtliche Bekanntmachungen der Synagogen - Gemeinde Stettin Synagogensteuer 1936-37 Die Heberolle für das Verwaltungsjahr 1936-37 (1. April 1936 bis 31. März 1937) liegt im Verwaltungsbüro Rosengarten 9-10 vom 1. III. bis 15. III. 1937 an den Wochentagen von 9—12 Uhr offen. Es werden lt. Beschluß beider Gemeindebehörden 26*/* der für 1935 endgültig gezahlten Reichseinkommensteuer bzw. 50°/» der Reichsvermögenssteuer erhoben. Während der Zeit der Offenlegung der Heberolle ist jeder Beteiligte berechtigt, von - dem für ihn festgesetzten Steuerbetrag Kenntnis zu erlangen. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Gottesdienst Freitag, den 26. 3. 37 (Erew Pessach) Morgengottesdienst 7,30 Uhr Hierauf Sxijuai Bechaaria um 8,15 Uhr bei Goldschmidt, Elisabethstraße 65 F estgottesdienste Freirag, - den 26. 3. 37 abends 6,30 Uhr Sonnabend, den 27. 3. 37 morgens 9 Uhr Predigt 10,15 Uhr abends 7,10 Uhr Sonntag, - den 28. 3. 37 morgens 9 Uhr Predigt 10,15 Uhr Donnerstag, den 1. 4. 37 abends 6,30 Uhr Freitag, den 2. 4. 37 morgens 9 Uhr abends 630 Uhr Sonnabend, den 3. 4. 37 morgens 9 Uhr Predigt 10,15 Uhr anschließend Seelenfeier. 19