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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1937-03-01 · 3 (1.3.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Tilst, Duisburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 18

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
15 (1937)
Issue
3 (1.3.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Tilst, Duisburg, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1937-03-01
Page
Seite 18 (sequence 13)
Language
German
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MITTEILUNGEN IERSVNAGOGEJHJEMEINDE ZU STETTIN UND DER SVNAGOCfEN-CjEMEINDEN POMMERNS Zusdtriften für diesen Teil des Blattes sind za richten .an das Venraltonfsbfiro der SynagogauGemeinde, Stettin, Rosengarten MO März 1937 Aus der Gemeinde Da durch Fortzug der beiden zionistischen Vorstandsmitglieder diese Fraktion nicht mehr im Gemeindevorstand vertreten war, halte der Vorstand der Repräsentanten-Fraktion freiwillig in seiner Gesamtheit seine Aemter niedergelegt, um eine Neuwahl zu ermöglichen. Diese fand am 9. Februar statt und|hatte folgendes Ergebnis: Rechtsanwalt Arthur Abrahamsohn, Artur Perl, Mas Eisenstein (lib.), Louis Lewy (kons.), Dr. Martin Aronheim (Zion.). Stellvertreter: Bernhard Bohrmann (lib.), Rechtsanwalt Paul Schlesinger, Ernst Simonsohn (Zion.). Die Wahl ist für die Zeit bis zum Ablauf der geltenden Wahlperiode d. h. bis August 1939 erfolgt. * Die Gemeindekörperschaften haben beschlossen, für das lau: fende Verwaltungsjahr 1936/37 (1. 4. 1936—31. 3. 1937) eine Synagogensteuer in Höbe von 26*/# der Reichseinkommensteuer bzw. 50*/» der Reichsvermögensteuer zu erheben. Eine Erhöhung gegenüber der Steuerquote des Vorjahres hat sich also nicht als notwendig erwiesen. In den nachstehenden „Amtlichen Bekanntmachungen“ ist die Zeit der Offenlegung der Heberolle bekanntgegeben. * Der Gemeindeälteste und frühere langjährige Vorsitzende der Synagogen-Gemeinde Stettin, Herr Justizrat Julius Moritz, jetzt wohnhaft Meran, feierte am 19. Februar seinen 75. Geburtstag. Der Vorstand hat dem um die Stettiner Synagogengemeinde hochverdienten Jubilar die Glückwünsche der Gemeinde übermittelt. Jüdische Winterhilfe Stettin Die Jüdische Winterhilfe der Synagogen-Gemeinde, Stettin, richtet an alle Gemeinde-Mitglieder die dringende Bitte, so weit noch nicht geschehen, die Restbetrüge pünktlich und reichlich zu überweisen. Besonders erinnern wir an die immer noch ausstehenden Rückstände für die bisherigen Termine! Wir können auf diese Beträge nicht verzichten, wenn wir die Winterhilfe auch in diesem Jahre zu einem günstigen Abschluß bringen wollen. Gebt warmen Herzens, damit den Notleidenden unter Euch geholfen wird! Zahlungen erbeten, wenn nicht direkt, auf Bankkonto „Jüdische Winterhilfe“ bei der Iwria J 20 oder auf Postscheckkonto: Stettin, Nr. 12310 „Jüdische Winterhilfe“ (nicht auf das Bank- oder Postscheckkonto der Synagogen-Gemeinde!). März-Sammlungen der Jüdisdten Winterhilfe 1. Eintopfspende. Die Sammlung findet am gleichen Tage statt, an dem die Eintopfspende der allgemeinen Winterhilfe erfolgt, am zweiten Sonntag, dem 14. März. Sie wird durchgeführt von den Jugendlichen der Gemeinde. 2. Pfundsammlung. Diese wird von den Mitgliedern des Israelitischen Frauenvereins am Sonatag, dem 7. März, und dem darauf folgenden Montag abgeholt. Sie kann diirch einen Geldbetrag abgelöst werden oder direkt zur Sammelstelle bei Frau Wolff, Bismarckstraße 18, Eingang Bogislavstraße, gebracht werden. 3. Kleidersammlung. Der Abholdienst kann jederzeit durch Postkarte oder telephonisch 26 883 bei der Geschäftsstelle der Jüdischen Winterhilfe angefördert werden. Bildungswesen der Gemeinde Im Januar/Februar sprach Frau Dr. Weltmann in einer fünfstündigen Vortragsreihe über „Jüdische Künstler 18 im 19. und 2 0. Jahrhunder t“. In anziehendster Weise schilderte die Vortragende das Werk der hervorragendsten jüdischen Maler und Graphiker von Israels bis Chagall, beginnend also bei den Naturalisten über die Impressionisten bis zu den Vertretern der modernsten Richtungen, wobei sie infolge der Zeitbeschränkung allerdings auf die Gestalter von Architektur und Plastik verzichten mußte. Die von Lichtbildern bestens unterstützten fesselnden Ausführungen wurden von den Hörern mit dankbarem Beifall aufgenommen. Vortragszyklus Rabb. Richtei: „Jüdische Fürsprecher im 19. Jahrhundert.“ Rießer -— Crömieux — Montefiore — Herzl. 5 Vorträge im Saale der Vereinigung Bne Briß, Friedrich- Karl-Str. 3, Hof recht II, jeden Donnerstag, pünktlich 20l/s Uhr. Karten zum Gesamtpreis von 1 RM. sind nur im Verwaltungsbüro der Synagogen-Gemeinde, Rosengarten 9—10 erhältlich. Dort können auch Jugendliche und Erwerbslose Anträge auf Freikarten stellen. Konzertankündigung Schon jetzt zeigen wir an, daß wir gegen Ende März oder Anfang April d. Js. unter Mitwirkung des Jüdischen Kulturbundes und der Stettiner zionistischen Vereinigung ein Konzert des berühmten Winawer-Chors in der Synagoge beabsichtigen. Jeder, der die jüdische Presse liest, weiß, was dieser Chor bedeutet und was er leistet. Wir hoffen daher, daß beim Zustandekommen des Konzerts unsere Mitglieder recht zahlreich der Veranstaltung beiwohnen werden. Termin des Konzerts und sonstige Einzelheiten werden später bekanntgegeben. Der Vorstand der Synagogengemeinde Stettin. Mitteilungen des Kultuibundes Das am 16. Februar wegen Erkrankung des Künstlers ausgefallene Konzert des jugendlichen Geigenvirtuosen Gerhard Kander findet am Dienstag, dem 9. März d. Js. 20,/t Uhr im Saale von Karchowski’ - Fischer statt. Als erste Märzveranstaltung bringen wir a m Montag, dem 15. März d. Js. 20*/s Uhr einen Rezitationsabend von Otto Bernstein, einem unserer ersten Sprecher. Als zweite Märzveranstaltung hören unsere Mitglieder am Montag, dem 22. März d. Js. 20*/* Uhr, die bekannte Diseuse Marion Koegel. — Auch die beiden letztgenannten Veranstaltungen finden im Karchowski-Fischer’- schen Saale statt. Zur Vermeidung von Irrtümern unterstreichen wir, daß nach vorstehender Ankündigung — im Hinblick auf die ausge fallene zweite Februar-Veranstaltung — im März drei Abende stattfinden. In der letzten Zeit haben viele unserer Mitglieder ihre Beiträge nicht bei Monatsbeginn an den Zahlstellen entrichtet, sondern sie erst abends, unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung, an der Kafse bezahlt. Dadurch haben sich unerfreuliche Mißstände entwickelt, da bei den engen Verhältnissen der Garderobe der Andrang sowohl bei der Garderobe wie bei der unmittelbar daneben befindlichen Kasse erheblich größer war, als es Umstände und Oertlichkeit gestatten. Auch wurde der Beginn der Veranstaltung verzögert, was mit Recht diejenigen Mitglieder rügen, die ihre Beiträge vorher an den Zahlstellen beglichen hatten und pünktlich zu den Veranstaltungen gekommen waren. Die Abendkasse Ist nur für Sooderfllfe, z. B. wenn Krankheit oder dgl. die rechtzeitige Bezahlung des Beitrages an

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