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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1937-02-01 · 2 (1.2.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 11

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
15 (1937)
Issue
2 (1.2.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1937-02-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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erschien, während ein noch ungedruckter Rest, der interessantere, bei der Tochter Philipp Veits in Sigmaringen liegt. •— Die Italien fahrt des jungen nazarenischen Malers, dessen Streben nach dem Idealen und Unpersönlichen das Streben der gesamten Kunstrichtung der sogenannten Nazarener gewesen, unternahm er mit Hermann Friedländer, der in einem zweibändigen Buch den Aufenthalt in Verona, Padua, Venedig, Ferrara und Bologna beschreibt. Im Dezember 1816 schreibt Bartholdy an den Onkel Abraham Mendelssohn in Berlin, daß Philipp Veit bereits mit dem Karton für das zweite Fresko beschäftigt sei, und in der „Familie Mendelssohn“ kann man diesen Brief nachlesen: „Von Veit kann ich Dir nichts als Gutes sagen. Er ist ein tüchtiger und zugreifender Mensch; er arbeitet jetzt am zweiten Karton für mein Zimmer, und es ist ganz unglaublich, was er seit den paar Monaten, daß er das erste Freskobild gemacht, gelernt hat. Ueberhaupt sind diese Malereien eine wahre Wohltat für unsere Künstler geweseh. nicht wegen der Summen, die ich in meiner Armut ihnen bewilligen konnte und, wie mir ums Herz ist, ohne Eigennutz gegeben habe, sondern wegen der Entwicklung ihrer Kräfte, zu der ich die Hand geboten und nicht unverständig sie, ihnen selbst unbewußt, gezwungen habe.“ Vor den beiden Fresken in der National-Galerie stellt man fest, daß die „Sieben fruchtbaren Jahre“ matter in den Farben sind, man freut sich an. der einheitlichen, fertigen Leistung. Das Gemälde atmet eine behagliche Breite, fast übermütig anmutende Neckerei. Es ist ein Bild heiteren Familiendaseins, das zeigen übrigens auch die Studien und Entwürfe, die Veit uns hinterließ. Dafür zeigt das andere Fresko für die Casa Bartholdy mehr malerischen als farbigen Reiz. Da sind die grünen Schatten in Josephs bläulichem Leibrock, da ist vornehmlich die rechte 'Bildseite mit ihrem satten Gelb und ihrem feinen Grau der Gewänder und dem Olivgrün und dem gebrochenen Blau der Bettstatt. — „Kinder sind etwas Himmlisches“, schrieb 1799 Dorothea Mendelssohn an Rahel Levin. Ablenkung und Anregung fand sie in dem Werden ihres Philipp, der jene klugen, typisch jüdischen dunklen Augen von der Mutter hatte. Das kündet sein Selbstbildnis in Mainz, während der Mutter Bild uns in Anton Graffs Meisterleistung lebendig erhalten blieb. Die Aufstellung der vielen anderen Bilder der National-Galerie nimmt den Maßstab am Europäischen. Vieles ist nach Schulen geordnet, gut zu überblicken, eingehend zu studieren. Berlin repräsentiert sich uns in Eduard Magnus, dessen Porträt von Frau Albertine Magnus geb. Barez zu sehen ist, einem Geschenk der Frau Professor I Ärzte | brmBwBbkmMkpnh. Hka—a. IHmii»«, Bdtidaaspuka; cjiüdBW httufar«. IrniHnw. 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