Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 1 (1.1.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Tilsit, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/10279732-10279738-10021710--561-3981286- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Impuls b«i der Wiedergabe deutlich spürbar ist. Leider kam dies Konzert durch den beengten Raum nicht zur vollen Geltung. Ein besserer Besuch wäre ihm zu wünschen gewesen. Herr Dr. Max Flesch, Hamburg, sprach am 11. November vor einer sehr gut besuchten Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe, Bremen, über das Thema „Palästina-Wirtschaft 1IM, Kriaen-Aufbau — Zukunftsmügllebkeltcn“ Der Redner erinnerte daran, daß sich der Jahrestag der Balfour-Deklaration am 2. November zum 19. Mal wiederholt habe und daß die Wiedererrichtung des nationalen Heims im Interesse aller Juden liege. Die Unruhen haben nur deswegen solange gedauert, weil die Juden Palästinas nicht an sich dachten, sondern daran, die Tore für alle Juden auf zu halten. In Palästina ist mit bedeutend weniger Mitteln als z. B. für Argentinien hundertmal mehr erreicht worden. Es ist eine schwere Anklage gegen alle Juden draußen, daß der nationale Bodenbesitz trotzdem nicht größer ist. Die Vergrößerung des Bodenbesitzes muß jetzt die Aufgabe für alle Juden sein. Der Anteil der jüdischen Arbeit in der Landwirtschaft ist während der Unruhen bedeutend gestiegen, und die Arbeitslosigkeit ist auf ein Drittel der Arbeitslosen vor den Unruhen zurückgegangen. Dabei muß man bedenken, daß 45 000 Menschen neu in den Arbeitsprozeß aufgenommen sind. Wir können dem Jischuw für seine Haltung nur dankbar sein, und es ist für alle Juden jetzt an der Zeit, die Palästina- Freundschaft durch aktive Mitarbeit zu ergänzen. Am Mittwoch, den 9. Dezember veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe in den Räumen des „Hotel zum Falken“ ihre Chanukkah-Feier. Nach dem feierlichen Anzünden der Lichter durch Robert Platzer und gemeinsamen Gesang von „Moaus zur“ hielt der Vorsitzende der Z. O. G., Karl Abt, die Makkabäer-Rede. Er wies auf die Bedeutung gerade dieses Festes für das jüdische Volk hin, die besonders von den Zionisten immer erkannt worden ist. Was wäre heute Judentum, was wäre Palästina, was wäre das Leben der Juden in der Galuth, wären nicht nach 2000 Jahren im jüdischen Volk wieder Männer erstanden, die ähnlich wie die Makkabäer erfüllt waren von der Liebe zum jüdischen Volk, durchdrungen von der Aufgabe, wertvolles Besitztum nicht untergehen zu lassen und die Juden in aller Welt wieder zum Volk zu sammeln. Die Veranstaltung wurde umrahmt durch Rezitationen, gesprochen von Alice David, und hebräische Schallplatten. Die Mitglieder und Gäste blieben gern noch bis in vorgerückte Stunde in gemütlichem Beisammensein beieinander. Zusammenbruch und Aufbau in der jüdischen Geschichte Am 1. November begann im Lehrsaal Herr Rabbiner Dr. Aber seinen Geschichtskursus über obenstehendes Thema. Der erste Vortrag behandelte die Tempelzerstörung und das babylonische Exil. Nach einer Schilderung des Zusammenbruches im Jahre 586 wurde die Struktur der jüdischen Siedlungen in Babylon und die neu erwachenden religiösen und geistigen Kräfte aufgezeigt, die zum neuen Aufbau in der Perserzeit führten. — Im nächsten Vortrag wurde der Freiheitskampf der Makkabäer und die Überwindung der Gefahr der Assimilation an das Griechentum behandelt. — Der nächste Vortrag hatte zum Thema „Rom—Jerusalem—Jabne“. Im An-* Schluß an eine Schilderung der Auseinandersetzung zwischen Hilfe brictn mmt not JUPUCHE WINTERHILFE Sadduzäern und Pharisäern wurde von den neuen Grundlagen gesprochen, die das Judentum nach der Zerstörung des Tempels und Vernichtung seiner politischen Existenz in Jabne und seinem Lehrhaus fand. Im letzten Vortrag, am 13. Dezember, der im gefüllten Lehrsaal stattfand, wurden selten begangene Pfade der jüdischen Geschichte beschritten und von den Juden im Parther- und Neupersischen Reich sowie im Kalifat Bagdad gesprochen. — Der Cyklus wird im Januar fortgesetzt. Mwanc Basaren betreuen Sie zuverlässig. Solide Preise 32 Jahre Erfa hrung I Achten Sie Rufnummer auf die 24883 Kaufhaus des Westens I Anzeigen- | Schluß am 125.jed.Monats Btncffs Msfcaludfer Lelfcwftstfie WlMbeanlerflgn* Bettbi* Tisdnrisdic Itiif Schiller. Bremen ErfS« Empfähle midi zum Kodwci für HodusHsa, Goi.ffsdiafT.n etc , hotte 20 Jahre die lioydhall. In Vegesack geführt. Free Sophfe Sdrwebe, Wwt. Bremen, Povaetorstufnw.g Mal Bolel zum Falken Bremen, Teleibo« J eden Donnerstag GroBmr Prala-Skat Zar Vertellunw kommen Ginte, Enten, Hühner, Weener Warsrwaren Jedes Sonnabend lästiger Abend Pt ladet ein der Fatkenvin ArtburWolf Schön« sonnig« 1. Etage, 5 Zimmer, Küdie, Bad und Zubehör Imduslve Heizung. Preis RM 110.- per sofort zu vermieten. S. Rothschild Tel. 53876 Osterstrafie 36-57 ia__„ Wäschejenny Anfertigung Schiller Corauts Bomstr. 5 Gameindwtnftglieder, unterstützt den jüdische Hondwrk u. dun Einzulhandul I I Benutzen Sie uneeee TeUfen-tlummee »—i wiener Mdterei BBKTHOLD GKÖGBR ttAA9Q. Ostcrtortteisweg 77 Telefon «OfaB limltrti Sit tat | .! IIAtmaüiialt Ekcaitaliiiiil erfolgreich / seriös f streng diskret I FrauCtlm,?^^' I Können Sie das? OKEY Das nm Male Kttri tnlfwnlOl.fctt, Wagensdimlore Autoöl,Sdimutz, Sdiuhkr.nl, Rufi aus Stoffen, Autopolsturungon und lodur. Atfein V.rtrl.b f. ganz Duutsdil. Julius Horwltz BREMEN Perfcstr. 60 Ptetzvurtretung.w worden nodrabgugubun Anzeigenschluß am 25. des Monats imtttn« r Ferdinand Meyer © Co., Gerhardttr. 9 27355 16 D1/A