Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 1 (1.1.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Tilsit, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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MITTEILUNGEN JERISRfiELITKCHEN GEMEINDE BREMEN UND DER SYNAGOGEN-GEMEINDEN NORDWESTLEUTSCHLÄNDS Aus der Israelitischen Gemeinde Bremen Beiträge für den lokalen Teil sind an die Israelitische Gemeinde Bremen, Gartenstr. 7, zu senden. Gottesdienst in Bremen. Synagoge: Gartenstr. 6 Sabbath Vorabend Morgens Minchah Ausgang 2. Jan. Sch’moth 16,20 8,30 16,15 17,10 9. . Waera 16,30 8,30 16,20 17,19 16. . Bo 16,40 8,30 16,30 17,28 23. . Bschalach 16,50 8,30 16,45 17,39 30. . Jithro 17 8,30 17 17,52 Neumondsweihe und Predigt: Sabbath, 9. 1. Neumondstag Schwat: Mittwoch, 13. 1. Sabbat Schiro: Sonnabend, 23. 1. 15. Schwat (Neujahr der Bäume) Mittwoch. 27. 1. Wochentags-Gottesdienst: 7,15 und 16 Uhr, ab 10. 1. lö'/g Uhr. Jahrzeiten im Januar IQ37 (am Vorabend beginnend) 2. 1. Eugen Mendel, S. u. E. Posnansky, Walter Steinberg; 4. 1. Mas Markreich; 5. 1. H. Simche; 8. 1. Eugen Mendel; 10. 1. Levy Körbchen; 11. 1. Ludwig Müller; 14. 1. Rud. Katz; 16. 1. Walther Plaut; 17. 1. Ad. Orbach; 18. 1. Dr. A. Eisenstaedt; 21. 1. Mas Cohn, Heinz Goldschmidt; 24. 1. Alfred Scherbel; 26. 1. Wolff, Herrn, und Adolf Grünherg; 28, 1. Levy Körbchen; 29. 1. Ernst Aschenberg; 30. 1. Sgm. Klein, Eduard Boas; 31. 1.' Eduard Boas. Wer Jahrzeit hat, pflege den schönen alten Brauch, sich im Gedenken an seine Lieben durch Spenden für die Gemeindevereine sozial zu betätigen. F amiliennachrichten Silberhochzeit Max 'Jonas und Frau Johanna geb. Neugarten am 25. Dezember. Gestorben. Marcus Lewinsohn Ww. am 8. Dezember, Heinrich Appel (Altersheim) am 9. Dezember, Siegfried Mendelssohn — Hemelingen am 25. Dezember, Bruno David am 26. Dezember. Jüdische Winterhilfe Bremen Die nächste Verteilung von Lebensmitteln findet am Dienstag, den 5. Januar 1937, Gartenstr. 7, statt. Buchstabe: A—-K von 9 Uhr bis 9 Uhr 45 L—Z von 9 Uhr 45 bis 10 Uhr 30. Die Ausgabezeiten sind genau einzuhalten. Eine Anzahl Gemeindemitglieder hat auf die wiederholte- Aufforderung, ihr Opfer zur Winterhilfe zu leisten, nicht reagiert. Hierdurch wird nochmals dringend ersucht, unverzüglich Einzahlungen auf das Konto der Jüdischen Winterhilfe bei der Deutschen Bank & Disconto-Gesellschaft vorzunehmen. Jüdische Hilfe bricht Jüdische Not! Zahle Dein Winterhilfs-Opfer sofort auf Konto 232357 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft. Hilfsbedürftige, die Schuhbesohlung benötigen, können entsprechende Anweisungen im Büro der Jüdischen Winterhilfe, Gartenstr. 7, erhalten. Nächste Sammlung zur Eintopf-Spende: Sonntag, 10. Jan. Nächste Sammlung zur Pfundspende-Ablösung: Sonntag, 24. Januar. Spendet reichlich und gedenkt auch der Kleiderkammer. Lehrkurse von Rabbiner Dr. Aber im Januar 1937 1. Am Schabbath zwischen Mincha und Maariw: Erklärung der Sprüche Salomos Kap. 15 ff. 2. am Sonntag, den 10. und 24. Januar 1936. Zusammenbrach und Aufbau ln der jüdischen Geschichte. V. Judenwanderung nach der Vertreibung der Juden aus Spanien. VI. Vom Rhein nach Polen. 20 Uhr 30 3. Am Montag Talmud Torah-Schiur: Die Geschichte Abrahams. Beretschith Kap. 15 mit alten und neuen Kommentatoren. 20 Uhr 30 4. Dienstag. 20 Uhr. Modernes Hebräisch für Fortgeschrittene. Bekanntmachungen Auto-Eigentümer werden daran erinnert, jedwede Veränderung im Bestand ihrer Kraftwagen spätestens bis zum 5. Januar an das Jüd. Gemeindeböro, Gartenstr. 7, zu melden. Gemeinde-Beiträge für das neue Rechnungsjahr 1937 werden am 1. Januar fällig. Es ist gestattet, die Beiträge in vierteljährlichen oder in Monatsraten zu begleichen. Einzahlungen werden von der Sparkasse und ihren Nebenstellen auf Konto 6217 und von der Bremer Bank, Konto 3710, entgegengenommen, desgl. Postscheckamt Hamburg Nr. 8083. — Beiträge sind unbeschadet von Neueinschätzungen durch den Finanzausschuß auf jeden Fall pünktlich bis zum 10. jd. Monats zahlbar. Der Finanzausschuß beschäftigte sich in mehreren Sitzungen mit dem Voranschlag für das neue Rechnungsjahr und mit der Nachprüfung der bisherigen Beitragssätze. Durch Ermächtigung seitens der Generalversammlung vom 10. Mai 1936. ist der Finanz-AüsschuB berechtigt, Einsprüche in erster Instanz zu erledigen und bei nicht erfolgter Einigung Vorlage des letzten Einkommensbezw. Vermögenssteuer-Bescheids des Finanzamts zu verlangen. Die Einspruchserhebung hat keine aufschiebende Kraft und entbindet nicht von der monatlichen Zahlung des festgesetzten Beitrags. Hinsichtlich des Steuergeheimnisses finden die Vorschriften für Amtsträger der Religionsgesellschaften sinngemäß Anwendung. Chorkonzert Als erste kulturelle Sonderveranstaltung in dieser Saison fand am 29. November ein Chor-Konzert in der Synagoge statt. Chemja W1 n a w e r brachte mit seinen 30 Sängern liturgische und Volksgesänge, von welchen insbesondere das „Omnom ken“ und die „Talmudische Rhapsodie“ hervorragten. Auch das sephardische „Schomeah Tefillah“, „Anu banu Arzah“ und die „Horrah“ wurden schwungvoll vorgetragen. Die Geschlossenheit und Unterordnung der gut geschulten Sänger bewirken ein Eingehen auf die kleinste Intention ihres Dirigenten, dessen 15