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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-07-01 · 7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 12

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit)
Date
1936-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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An jedem Sabbathmorgen findet schon seit geraumer Zeit nach dem Gottesdienst für die Religionsschule Oneg Schab bat statt, abwechselnd vom Rabbiner und Lehrer geleitet. Am 12. Juni wurde für die Religionsschule ein Elternabend abgehalten, an dem Eltern der Schulkinder und Mitglieder des Vorstandes teilnahmcn. In einer anregenden Besprechung wurden aktuelle Schulfragen erörtert. Am 8. Juni fand eine gut besuchte Gemeindeversammlung statt. Es wurden einige Statutenänderungen vorgeschlagen, da einige Paragraphen nicht mehr den jetzigen Erfordernissen entsprachen. Sämtliche vorgeschlagenen Aenderungen wurden von der Versammlung angenommen. Es erfolgte dann die Vorlage des Kassenberichts und des Etats, wobei leider festgestellt werden mußte, daß erhebliche Steuerrückstände bestehen. Weiterhin erfolgte die Neuwahl des Vorstandes, sämtliche vorgeschlagtnen Herren wurden einstimmig gewählt. Bis auf den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen 1. Vorsitzenden und ein durch Tod ausgeschiedenes Mitglied der Beisitzer, für die natürlich Neuwahl erfolgen mußte, wurden die bisherigen Herren wiedergewählt. Zum Schlüsse wurden unter Punkt „V crscliiedenes“ noch einige Anregungen allgemeiner Art besprochen. Der Vorsitzende des Thüringischen Landesverbandes Israelitischer Gemeinden. Gotha Gebetszeiten Sonnabend, 4. Sonnabend, 11. Sonnabend, 18. Sonnabend, 25. Der Vorsitzende des Thüringischen Lai Israelitischer Gemeinden Vorabend: Morgens: Ausgang 7. 36 : 19,30 8,30 21,30 7. 36 : 19,30 8,30 21.25 7. 36 : 19,30 8,30 21,15 7. 36 : 19,30 8,30 21,05 des MITTEILUNGEN DER JÜDISCHEN GEMEINDE DUISBURG Gottesdienste im Juli IQ3Ö Freitagabend Sabbatmorgen Ausga; 3./4. Juli 19,30 9,00 21,44 10./11. Juli 19,30 9,00 21,39 I7./18. Juli 19,30 * 9,00 21,31 24./25. Juli 19,30 9,00 21,19 31. Juli / 1. Aug. 19.30 9,00 21.08 Tischo b'av 27. Juli. Vorabend 20.30 Uhr. 28. Juli. Morgengottesdienst 7 Lrhr. Mincha 19,30 Uhr. Familiennachrichten 80. Geburtstag: 2ß. 6. 1936 Fräulein Ida Schönfeld. Duisburg, Poslstr. 19. 18. 7. 1936 Frau Wwe. Otto Meyer, Duisburg, Neudorferstr. 149. 70. Geburtstag: 31. 7. 1936 Julius Weintraub, Duisburg, l’niversilätsstr. 43. Trauung: 14 . 6. 1936 Fräulein Margot Landau. Duisburg, Charlottenstr. 60 mit Herrn Walter Isaacson, Duisb.-Ruhrort, Landwehrstr. 51. Barmizwoh: 27. 6. 1936 Bernhard Stein, Sohn des Herrn Moses Stein, Duisburg. Charlottenstr. 29. Steuerbeschluß für das Etatjahr 1936/37. I. 1. Es werden erhoben: a) 30% der Reichseinkommensleucr bi 50% der Reichsvernfögenssteuer. 2. Als gesamtes Einkommen im Sinne von 1 a) gilt das für das Kalenderjahr 1935 vom Finanzamt festgestellte Einkommen. 3. Als gesamtes Vermögen im Sinne von 1 b) gilt das durch den Vermögenssteuerbescheid zum 1. Januar 1935 festgestellte Gesamtvermögen. Zugrunde gelegt wird die nach diesem Vermögen für das Rechnungsjahr 1936/37 berechnete Reichsvermögenssteuer. 4. Besteht das Gesamteinkommen oder Gesamtvermögen aus dem zusammengerechncten Einkommen bezw. Vermögen von Ehegatten, so ist, falls nur ein Ehegatte kultussteuerpflichtig ist, die Hälfte des Gesamteinkommens bezw. Gesamtvermögens der Steuerberechnung zugrunde zu legen. 5. Die nach 1 a) berechnete Steuer wird auf die nach 1 b) I «»rechnete Steuer angerechnet. 6. Die Steuer ist in vierteljährlichen Raten fällig am 15. Mai, 15. August. 15. November 1936 und 15. Februar 1937. 7. Nach Ablauf des Etatjahres 1936/37 sind bis zur Zustellung eines neuen Kultussteuerzettels vierteljährliche Vorauszahlungen in Höhe je eines Viertels der für das genannte Etatjahr veranlagten Steuer zu leisten, und zwar erstmalig am 15. Mai 1937. II. Ferner wird ein Gemeindegeld von allen Gemeindeinitglicdern, die bei Beginn des Rechnungsjahres 1936/37 21 Jahre all gewesen sind, erhoben. I. Das Gemeindegeld beträgt: Für kultussteuerfreie Personen und für Pflichtige mit einer Kultussteuer bis RM 15,— HM 4,— 25 — 6 — 50,— 8 — 75,- 10,— 100, 15,— 125,- 20, 150 — 25 — 150 — 30 — über 2. Von der Entrichtung des Gemeindcgeldes find befreit: a) Ehefrauen, die nicht dauernd getrennt von ihrem Ehemann leben, sofern deren Ehemann das Gemeindegeld an die Jüdische Gemeinde zu Duisburg zu zahlen hat. b) Personen, die öffentliche F’ürsorge genießen. 3. Das Gemeindegeld ist in vier Raten wie die Kultusstcuer zu entrichten. Der vorstehende Steuerbeschluß wird, nachdem er von der Behörde genehmigt ist, hiermit bekannt gemacht. Duisburg, den 23. Juni 1936. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Duisburg. Dr. Neumark berichtet über seine Palästinareise Im Rahmen eines „Oneg schabbat“, der am Samstag, den 20. Juni in der bis auf den letzten Platz gefüllten Synagoge stattfand, gab Herr Rabbiner Dr. Neumark in über 2stündiger Rede Bericht über seine Palästinareise. Er ging davon aus. daß das Erleben des „Oneg schabbat“ in Tel-Aviv an der Stelle, wo Bialik ihn als wesentlichen Bestandteil jüdischen Lebens neu gestaltet hat, ihn dazu bestimmt habe, auch hier in ähnlicher Form einen „Oneg schabbat“ zu veranstalten und die scheidenden Sabbatstunden zu wählen, um seinen Bericht zu erstatten. — ln anschaulicher Darstellung schilderte er dann seine Fahrt durch Südeuropa, das dortige jüdische Leben, die erlebnisreichen Tage auf dem Dampfer, das unvergeßliche Erlebnis der Ankunft im Lande, die vielfältigen Eindrücke uralter Stätten voller geschichtlichen Erinnerungen, den Peßaclt in Jerusalem mit dem unvergeßlichen Eindruck des Verweilens an der Klagemauer, aber auch die herrlichen, stolzen Beispiele jüdischen neuen Schaffens in Stadt und Land. Als besonderen Auftrag überbrachte er die Grüße der vielen ehemaligen Duisburger Gemeindemitglieder, die sich voll Interesse nach dem Ergehen ihrer Brüder und ihrer Gemeinde erkundigt hätten und die in Tel-Aviv und in Haifa einen besonderen Gemeindeabend eingerichtet hatten. Überall sei ihm herzliche Gastfreundschaft entgegengetrelen. In die letzte Zeit seines Aufenthaltes im Lande fielen schon die Schatten der schweren Tage der Unruhen. Bewunderungswürdig sei jedoch die entschlossene, disziplinierte Haltung des gesamten Jischuw, der unter allen Umständen sich durch nichts an der Fortsetzung des Aufbaus hindern läßt. — Mit der Hawdala und dem Lied „Hamavdil“ fand die Veranstaltung ihren Abschluß. FAMILIEN - ANZEIGEN r Kurt Waiss Gerda Webs, gab. Kaufmann Varmahlt« Kassel Duisburg Parkstrabe 23 Fuldastrobe 6 Trouung om 5. Juli, 1 Uhr, In der Synagoge Junkernstr. 12

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