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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-07-01 · 7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 10

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit)
Date
1936-07-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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ntmg, an den toh Staat unterhaltenen <md vom Staat verwalteten höheren Scholen vom 1. April 1936 ab gemäß 9 8 Aba. 1 des Schalgeldgesetzes von den Erziehungsberechtigten, die durch Ausbürgerung die Reichsangehörigkeit verloren and nicht die Staatsangehörigkeit eines Landes erworben haben, bei dem die Gegenseitigkeit verbärgt ist, das Doppelte des für Inländer geltenden Schalgeldsatzes za erheben ist and dadurch erzielte Mehreinnahmen za Schulgel de rmäßigungen für begabte und bedürftige Schäler zu verwenden sind, gilt künftig auch hinsichtlich der sonstigen staatenlosen Erziehungsberechtigten. Hierbei gebe ich der Erwartung Ausdruck, daß Härten gegenüber staatenlosen Angehörigen des deutschen Volkstums (z. B. Deutsch-Balten, Siebenbürgen nsw.) vermieden werden. Die Entscheidung darüber, ob bei solchen Staatenlosen von der Erhebung eines Schulgeldzuschlages abzusehen ist, wird den Oberpräsidenten (Abteilung für höheres Schulwesen) übertragen. Den Unterhaltsträgern der nichtstaatlichen öffentlichen höheren Schulen in Preußen wird ein gleiches Vorgehen gestattet und empfohlen. I n. Wegen der Volks- und'mittlere Schulen m Preußen besuchenden Kinder Staatenloser verweise ich auf den Runderlaß vom 28. Februar 1934 — U. II F. 3977/33 —. Dieser Erlaß wird im RMin.AmtsbLDtschW iss. veröffentlicht. Berlin, den 18. Mai 1936. Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volkbildung. I. V.: Zschintzsch. An die Herren Oberpräsidenten (Abteilung für höheres Schulwesen), die Herren Regierungspräsidenten und den Herrn Staatskommissar der Hauptstadt Berlin. — Abschrift zur Kenntnis an die Unterrichtsverwaltungen der Länder und den Herrn Reichskommissar für die Rückgliederung des Saarlandes. — E m c 254 E II c, E II d, E II e, M. (RMinAmtsbl.DtschWiss. 1936 S. 249). Unsere Wanderbücherei Eine Folge von Buchbesprechungen wichtiger neuer und älterer Bücher aus den Wanderkisten des Preußischen Landesverbandes. Neuerscheinungen: Margolins, Hans: Grundlegung zur Ethik. Berlin: Berthold Levy 1936. 17 S. In dreißig, sprachlich schön gefaßten und verständlichen Leitsätzen eröffnet der schon mehrfach mit Abhandlungen über die Ethik hervorgetretene Verfasser einen Einblick in die Philosophie des Guten. Man erfährt im Verlaufe dieser ethischen Wertbetrachtung, wie doch der Geist des Guten und das Wesen der Liebe die stärkste tragende Kraft alles menschlichen Lebens ist, ohne die wesentliche Kräfte in uns unwirksam werden müßten. — Eine kleine „Dietätik der Seele“ kann für manchen dieses Büchlein werden, das ihn vor Haß, Verbitterung und Lebensverneinung bewahren möchte. E. G-—n. Margolins, Alexander: Mutter nnd Kind im alt bi Mischen Schrifttum. Berlin: Berthold Levy 1936. 46 S. „Die Absicht der Arbeit ist eine zusammenhängende Darstellung von Mutter und Kind m der Bibel. Sie will nichts beweisen,“ sagt das Vorwort zu dieser sehr gründlichen und liebevollen kleinen Arbeit, welche die Erscheinung des Muttertums und die Stellung des Kindes mit ihren Rechten und Pflichten eingehend und sachlich darstellt. Aber des Verfassers Wunsch, dem ewi^fen Geheimnis des Muttertums nachzuspüren und ihm zu huldigen, wird doch, das Ganze erhellend und belebend, fühlbar. So wird man auch verstehen können, daß auf viele der großen biblischen Frauengestalten nur von einer Seite, eben von der mütterlichen, ein deutliches Licht fällt. Einen besonderen Reiz des Büchleins bilden noch die talmudischen Erzählungen am Schluß. — Für Mädchen- und Frauenleseabende und zum Selbstlesen als Anregung für Bibelstunden bestens zu empfehlen. E. G—n. Wo finde ich die Urkunden für meinen Stammbaum? Von Rabbiner Dr. N e u f e 1 d , Elbing. Das neuerwachte familiengeschichtliche Interesse veranlaßt viele Juden, sich wieder um die Herkunft der eigenen Familie zu kümmern, führt aber oft nach umfangreicher Korrespondenz zu negativen Ergebnissen. Zur Vermeidung dieses Leerlaufs seien im folgenden die Stellen mitgeteilt, an welchen im allgemeinen Urkunden erreichbar sind: 1. Bis zur Einführung des Standesamts 1873 das zuständige Amtsgericht 2. Seit 1873 das Standesamt 3. Häufig das Einwohnermeldeamt 4. Bisweilen das Stadtarchiv. 5. Die hebräischen und deutschen Inschriften der Grabsteine (häufig erleichtert durch die Gräberlisten der Chewrah). Man kann erst dann mit Forschungen beginnen, wenn man wenigstens weiß, an welchem Ort der betreffende Vorfahr geboren ist, geheiratet hat oder gestorben ist. Ist einer dieser Orte festgestellt, dann wende man sich an - einen am selben Orte oder in unmittelbarer Nähe wohnenden mit Akten und mit hebräischen Grabsteinen und Inschriften vertrauten Herrn, der die gewünschten Urkunden wohl beschaffen dürfte. Mitgliederversammlung der „Hilfe" Die ordentliche Mitgliederversammlung des Versicherungs- Vereins a. G. „Die Hilfe“, Berlin C2, Oranienburger Str. 1, hat am 30. April 1936 stattgefunden. Dem Geschäftsbericht entnehmen wir folgende Ausführungen: Die Situation der in Deutschland lebenden Juden hat im Jahre 1935 eine so durchgreifende Aenderurtg erfahren, daß eine Wirkung auf die Entwicklung unseres Vereins nicht ausbleiben konnte. Trotz verstärkter Auswanderung und der durch das Eintreten in das 4. Geschäftsjahr entstandenen Rückkäufe ist das Ergebnis des abgelaufenen Jahres sowohl in bezug auf den Eingang von neuen Anträgen als auch auf den Eingang der Prämienzahlungen als zufriedenstellend zu bezeichnen. Am Ende des Berichtsjahres waren 10 264 Mitglieder mit RM 6 045 000,— Versicherungssumme vorhanden. Für Sterbefälle allein wurde der Betrag von rund RM 35 000,— im Jahre 1935 ausgezahlt Auch im abgelaufenen Jahr konnten auf Grund der vorhandenen Empfehlungsverträge an verschiedene Landesverbände, Gemeinden und Organisationen entsprechende Beträge für deren Wohlfahrtseinrichtungen abgeführt werden. Der Rückgang der Einnahmen von Beerdigungsgebühren bei den Groß-Gemeinden zeigt immer mehr, daß nur durch eine Sterbeversicherung unserer Art die Gemeinden vor weiteren großen Einnahme-Ausfällen geschützt werden können. „Die Hilfe“ ist der einzige selbständige jüdische Versicherungs-Verein. Er untersteht der Aufsicht des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung. In seinem Beirat und seiner Leitung sind Persönlichkeiten aller jüdischen Richtungen vertreten. An seiner Spitze steht als Vorsitzender des Beirats Herr Adolf S c h o y e r und als stellvertretender Vorsitzender Herr Direktor Heinrich Stahl, ferner als geschäftsführendes Vorstandsmitglied Herr Wilhelm Marcus. Mit Rücksicht auf die große Bedeutung des Vereins kann nur allen Mitgliedern jüdischer Gemeinden auf das nachdrücklichste empfohlen werden, sich ihm anzuschließen. Die Verwaltung, Berlin C 2, Oranienburger Str. 1, sowie die Geschäftsstellen im Reich sind jederzeit bereit, alle gewünschten Auskünfte zu erteilen. ":~= KALENDER =~-. DER JÜDISCHEN KÜNSTLERHILFE mi - «iti i«)i - ins erscheint im Laufe dieses Monats Vcrkaufsbelfcr und Helferinnen gegen Vergütung an allen Plätzen gesucht Joseph Jastrow, Verlagsbuchhandlung Berlin W 15, Kaiserallee 21 Dr. Med. Max I s s e r 11 n Cflbt auch Ziaacr ab) ■tüARKEN ■W| «SAMMLUNGEN ». IIIarken 1 'IS!. 1 m 8,ot** ■ BERLIN. B vrgttr. 13 mäm » TL puhniit mt ist Ns. \K«fWrstssSsmn 70 L u. il.,^ hmpndwn sCßr J6, 0992 ar.J.IUÜWrteT’S arm. 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