Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 14 (1936)
- Issue
- 6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern)
- Date
- 1936-06-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Briefwechsel mit der Gemeinde Um die Beziehungen zu unsern abgewanderten Gemeindemitgliedern zu erhalten und zu pflegen und um gleichzeitig auch unsern Lesern ein Bild von dem Leben und Ergehen dieser früheren Mitglieder zu geben, wollen wir in Zukunft, soweit es die Platzverhältnisse erlauben, in unserm Blatt Berichte oder kurze Ausschnitte aus ihren Briefen veröffentlichen. Wir bitten deshalb unsere Mitglieder, uns derartige Berichte, soweit sie sich zur Veröffentlichung eignen und von allgemeinem Interesse sind, zur Verfügung zu stellen. Kursus für Schulentlassene Die Beratungsstelle besteht schon etliche Jahre, wird aber erst jetzt richtig in Anspruch genommen und freut sich, den Frauen in allen sie drückenden Sorgen und Fragen beratend nach bestem Wissen zur Verfügung stehen zu können. Die Sprechstunden werden auch am Rosengarten 9/10, Hof pt. 1., vormittags am Montag *und Donnerstag 11—12 Uhr und nachmittags am Dienstag und Donnerstag 16V*—17V* Uhr abgehalten. Die Kleiderkammer hat sich auf den Sommer umgestellt und wartet auf Spenden, die auf Wunsch abgeholt werden. Telefon 26 883. Geschäftsstelle Rosengarten 9/10, Hof pt. 1. Für schulentlassene Knaben und Mädchen ist ein privater Kanus in Ergänzung des 9. Schuljahres eingerichtet worden. Er umfafit in der Hauptsache Schüler und Schülerinnen, die aus Lyzeen und Gymnasien kommen. Lehrfächer: Deutsch, Neuhebräisch, Englisch, Französisch, prakt. Rechnen, Geschichte, Erdkunde, Religionsgeschichte, Gartenbau, Hauswirtschaft. Meldungen durch das Verwaltungsbüro der Synagogengemeinde. Amtliche Bekanntmachungen der Synagogen-Gemeinde Stettin F reitagabend-Gottesdienst Der Beginn des Freitagabend-Gottesdienstes wird — zunächst versuchsweise für den Monat Juni — auf 19 Uhr festgesetzt. Durch diese für die Gemeindemitglieder günstiger liegende Zeit erwarten wir einen weiteren, stärkeren Besuch des Gottesdienstes. Lehrvorträge des Rabbiners Richter An den Sabbath-Nachmittagen, anschließend an den Mincha-Gottesdienst, hält Herr Rabbiner Richter Lehrvortrlge über Pirke awoth (Sprüche der Väter). Aus der Frauenarbeit in Stettin Wohnungen der Beamten: Rabbiner Karl Richter, Friedrich-Karl-Str. 27. Sprechstunden: Montag bis Freitag 11—12 Uhr. Fernsprecher: 26583. Dr. Rosenberg, Friedrichstr. 4, Oberkantor Rainowitz, Elisabethstr. 4. Bücherei. Rosengarten Q-IO. Unentgeltliche Ausleihe von Büchern aus allen jüdischen Wissensgebieten. Reichhaltige Belletristik. Lesezimmer mit Zeitschriften aller Richtungen. Ausleih- und Lesestunden: Dienstag 18—29 Uhr. Rückgabe von Büchern nur während der Ausgabe seiten In der Büeherell (nicht im Gemeindebüro!) Bekanntmachungen von Todesfällen und Beerdigungszeiten werden, ebenso wie andere wichtige Gemeindeangelegenheiten, künftighin in dem für Bekanntmachungen bestimmten Gitterkasten an der Hoffront der Synagoge veröffentlicht. Provinzialverband (ür jüdische Wohlfahrtspflege in Pommern Bezirksstelle für Berufsausbildung Pommern und Mecklenburg. Stettin, Rosengarten 9/10. Fernsprechanschluß: 268 83. Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 10 bis 12 Uhr, Montag 18—20 Uhr. Die Sprechzeit ist genauestens innezuhalten. Auswärtige bedürfen der vorherigen Anmeldung. Veränderungen im Personenstand | Nachdem die Winterhilfsarbeit beendet und die Ortsgruppen-Nachmittage nicht mehr stattfinden, ist durchaus kein Stillstand in der Frauenarbeit eingetreten. Vorher schon bearbeitete Fragen treten als Zeichen der Zeit immer fordernder! in Erscheinung. Der Wohnungsnaehweis wird in steigendem Maße mit Angeboten an möblierten, aber auch leeren Zimmern mit und ohne Küchenbenutzung bedacht. Leider steht nur eine schwache Nachfrage dem gegenüber. Auch Wohnungen werden angeboten. Die Nachfrage gilt aber fast ausnahmslos kleinen Wohnungen mit Zentralheizung, nicht nur, um die Miete zu verringern, sondern auch um die Arbeit für die Hausfrau zu verkleinern. Es taucht jetzt auch wieder der Plan auf, eine Etage, als eine Art Wohnheim einzurichten und leere oder möblierte Zimmer mit und ohne Pension davon abzugeben. Die Bewirtschaftung würde eine tüchtige Hausfrau übernehmen, auch ein Mittagstisch soll bei genügender Beteiligung angeschlossen werden. Interessenten hierfür können im Wohnungsnachweis sowohl als auch durch die Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins, Frau Rieß, Näheres hierüber erfahren. Hausbesitzer, die zu diesem Zweck eine Etage von mindestens acht Zimmern anbieten können, werden gleichfalls auf die Sprech- | stunden des Wohnungsnachweises, Montag und Donnerstag vor- I mittag 11—12 Uhr und Dienstag und Donnerstag nachmittag 16V*—17V* Uhr, Rosengarten 9/10, Hof, aufmerksam gemacht. Der Arbeitsnachweis | verfügt über ein großes Angebot von offenen Stellen für alle! Arten des Haushaltes. Hausgehilfinnen, Wirtschafterinnen, Hausdamen, Aufsichten für Kinder, Aufwartungen werden dringend gesucht. Ferner werden gesucht Stenotypistinnen, Buchhalterinnen, Verkäuferinnen, die auch im Haushalt arbeiten wollen.! . Der Arbeitsnachweis, der dem Provinzialverbande des Jüdischen Frauenbundes unterstellt ist, arbeitet gleicherweise für Stettin und die Provinz. Sprechstunden vertretungsweise Rosengarten 9/10, Hof: Montag und Donnerstag vormittag 11—12 Uhr und Dienstag und Donnerstag Nachmittag 161/*—17*/* Uhr. Geburten: 26. 4. 36: Michel Saleschütz und Frau Chana geb. Jacobis 1 Sohn 3.5.36: Rabbiner Karl Richter und Frau Lina Ruth geb. May 1 Tochter Todesfälle: 17.5.36: Martha Goliner geb. Sabatzki (69 J.) 17.5.36: Marie Krisch geb. Joseph (73 J.) Altersjubiläen: 12.6. 36: Oskar Kariel (75 J.) 29. 6.36: Isaac Cohn (75 J.) x | Buchbesprechungen t Soeben ist vom Palästina-Amt, Berlin, ein Gesundheitsratgeber für Palästina „Brluth“ zum Preise von 60 Pfg. herausgegeben worden. Aus dem reichen Inhalt erwähnen wir die Abhandlungen über das Klima und seine Einflüsse auf den menschlichen Körper — Krankheiten — Ungezieferbekämpfung und Desinfektion — Persönliche Hygiene. Anschließend daran werden wir mit den organisatorischen Trägern des Gesundheitswesens, der Krankenversicherung, den Krankenhäusern und der Gesundheitsfürsorge bekanntgemacht. Für die Zuverlässigkeit des Materials bürgt der Name des Verfassers, Dr. Fritz Noack, der seit mehreren Jahren als Medizinalreferent des Vaad Leumi in Jerusalem das öffentliche Gesundheitswesen betreut. Die Broschüre enthält viel wertvolles Material für jeden, der sich mit Palästina beschäftigt, insbesondere wird es für jeden Einwanderer von großem Nutzen sein, dem es für sein teuerstes Gut, die Gesundheit, wertvolle Ratschläge erteilt. Leeres at per Amt Loris, Secuta, Bbaafrihuile 8" MLillin—rr roter VerpSeruni (.niHtwa 19