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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-05-01 · 5 (1.5.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 20

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
5 (1.5.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1936-05-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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Der Abholdienst kann schriftlich oder telefonisch 26 883 angefordert werden. Rosengarten 9/10, Hof 1. * Für schulentlassene Knaben und Mädchen ist ein privater Korsos in Ergänzung des 9. Schuljahres eingerichtet worden. Er umfaßt in der Hauptsache Schüler und Schülerinnen, die aus Lyzeen und Gymnasien kommen. Lehrfächer: Deutsch, Neuhebräisch, Englisch, Französisch, prakt. Rechnen, Geschichte, Erdkunde, Religionsgeschichte, Gartenbau, Hauswirtschaft. Meldungen durch das Verwaltungsbüro der Synagogengemeinde. Amtliche Bekanntmachungen der Synagogen-Gemeinde Stettin Schowuaus-Gottesdienst Dienstag, den 26. Mai: Abends 7Vz Uhr. Mittwoch, den 27. Mai: Morgens 9 L'hr, Predigt IO1/« Uhr, abends 7‘/z Uhr. Donnerstag, den 28. Mai: Morgens 9 Uhr, Predigt IO1/-» Uhr, anschließend Scelenfeier. * An den Sabbath-Nachmittagen, anschließend an den Mincha-Gottesdienst, hält Herr Rabbiner Richter Lehrvorträge über Pirke awoth (Sprüche der Väter). Beginn: Sonnabend, den 2. Mai (Mincha 19.55 Uhr). Synagogensteuer 1936 37 Die 1. Vorauszahlung in Höhe eines Vierteljahresbetrages der vorjährigen Synagogensteuer ist am 20. Mai d. Js. fällig. Wir bringen dies hierdurch in Erinnerung. Der Vorstand. Neue Femsprechansdilüsse Vom 1. Mai 1936 ab haben wir folgende Ferosprechanschlttsse: 266 63 nur für Angelegenheiten der Verwaltung (Steuern, Kultus, Schul- und Bildungswesen, Grundstücksverwaltung, Friedhof, Friehofsgärtnerei, Vereinsangelegenheiten). 268 83 nur für das Wohlfahrtswesen (Fürsorgerinnen, Unterstützungen, Kleiderkammer, Hilfe und Aufbau, Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege), ferner: Berufsberatung, hauswirtschaftliche Beratungsstelle, Wohnungsberatung. Wir bitten, stets auf die Wahl der richtigen Fernsprechnummern zu achten, da sonst dem Anrufenden unnötig doppelte Kosten entstehen. Verwaltungsbüro der Synagogen-Gemeinde. Wichtiger Hinweis Alle Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahre sind berufsschuipflichtig. Niemand darf Stellung annehmen, ohne ein Arbeitsbuch beantragt zu haben. Wohlfahrtsamt der Synagogen-Gemeinde Stettin Dezernent: Herr Louis Lewy, Heumarkt 8, Telefon: 307 12. Sprechstunden: Dienstag und Donnerstag */*9—1/tll Uhr. Sprechstunden von Frau Riess (Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins): Montags und Mittwochs 15 bis 16 Uhr, Moltkestraße 19. Sprechstunden der Fürsorgerinnen im Bücherei- und Lesezimmer, Rosengarten 9—10; Montag 15Vz—161/* Uhr, Dienstag von 12—13 Uhr, Mittwoch und Freitag von 8V* bis 9‘/z Uhr. Die Aasgabe von Krankenpflegeartikeln findet nur noch während der Sprechstunden der Fürsorgerinnen gegen Empfangsbescheinigung der Entleiher statt. Alle Eingaben an die Behörden, z.B. Krlegsbesehädigtennnd Kriegshinterbliebenenfttrsorge, Invalidenversicherungsanstalt, Wohlfahrtsamt, Amt für Wohlfahrtserwerbslose usw. sind nur nach Rücksprache mit den Fürsorgerinnen einzureichen. Arzt des Israelitischen Wohltätigkeits- und Beerdigungsvereins und des Israelitischen Frauenvereins: Herr Dr. Meyer, Augustaplatz3. Sprechstunden: 8V*—10V* und 151/*—17 Uhr. Telefon 20090. Auswärtige Kranke, die sich in hiesigen Krankenhäusern oder Privatkliniken befinden und von unseren Krankenpflegeorganisationen besucht werden möchten, wollen ihre Adressen schriftlich oder telephonisch unserem Verwaltungsbüro Rosengarten 9—10, Telefon 26663, aufgeben. Wir bitten, durchreisende Glaubensgenossen ein für alle mal an das Gemeindebüro zu verweisen, da nur dort geeignete Unterlagen vorhanden sind, um deren Angaben nachzuprüfen und Bedürftigkeit und Würdigkeit festzustellen. Für Weiterbeförderung und Zehrgeld wird dann dort gesorgt. Wohnungen der Beamten: Rabbiner Karl Richter, Friedrich-Karl-Str. 27. Sprechstunden: Montag bis Freitag 11—12 Uhr. Fernsprecher: 26583. Dr. Rosenberg, Friedrichstr. 4, Oberkantor Rainowitz, Elisabethstr. 4. Bücherei. Rosengarten 9~IO. Unentgeltliche Ausleihe von Büchern aus allen jüdischen Wissensgebieten. Reichhaltige Belletristik. Lesezimmer mit Zeitschriften aller Richtungen. Ansleih- und Lesestunden: Dienstag 18—20 Uhr. Rückgabe von Büchern nnr während der Ausgabezeiten in der Bücherei! (nicht im Gemeindebüro!) Bekanntmachungen von Todesfällen und Beerdigungszeiten werden, ebenso wie andere wichtige Gemeindeangelegenheiten, künftighin in dem für Bekanntmachungen bestimmten Gitterkasten an der Hoffront der Synagoge veröffentlicht. Öffnungszeiten für den Friedhof: Sonntag bis Freitag 8 bis 19 Uhr, außer an den Feiertagen. Bei vorkommenden Sterbefällen ist umgehende Benachrichtigung des Bestattungskommissars der Chewra kadischah, Herrn A. Fein, Stoltingstr. 44, Telefon 32630, außerdem Mitteilung an unser Verwaltungsbüro, Rosengarten 9—10, Telefon 26663, erforderlich. Wir bringen in Erinnerung, daß die Beerdigungskosten an die Gemeinde und Chewra kadischah in voraus zu zahlen sind, da unter den heutigen Verhältnissen keine dieser Organisationen in der Lage ist, die notwendigen Barauslagen zu machen. Die sonstigen rituellen Leistungen der Chewra kadischah und des Frauenvereins werden nach wie vor ehrenamtlich ausgeführt. Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Pommern Bezirkssteile für Berufsausbildung Pommern und Mecklenburg. Stettin, Rosengarten 9/10. Fernsprechanschluß: 268 83. Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 10 bis 12 Uhr, Montag 18—20 Uhr. Die Sprechzeit ist genauestens innezuhalten. Auswärtige bedürfen der vorherigen Anmeldung. Veränderungen im Personenstand Trauungen: 5. 4. 36. Max Herpe mit Eva Goldemann. Todesfälle: 18.4.36. Emma Lippmann geb. Gabali (82 J.) Altersjubiläen: 9. 5.36. Jacob Kiewe (85 J.) 26. 5. 36, Siegfried Aron (70 J.) 29. 5. 36: Doris Löwenthal geb. Jacobi (70 J.) 24. 5. 36; Joel Marcuse, Altdamm (80 J.) Buchbesprechungen | Swarsensky: „Das jüdische Jahr “(Verlag Köstenbaum, Berlin). Eine beachtenswerte Abhandlung leitet das Buch ein. Rückkehr zum Judentum, so wird ausgeführt, darf nicht nur eine solche zur Gemeinschaft und zum Volkstum sein, sondern muß ebenso auch zur Religion führen. Diese beiden Faktoren seien für das Judentum unzertrennlich, denn nicht umsonst werden wir ein „heiliges Volk“ genannt. Zwei Wege gibt es: sittliches und zeremonielles Gebot, wobei der Verfasser allerdings zugibt, daß eine Rückkehr zur Orthodoxie nicht möglich sei. Aber er zeigt keinen andern Weg. Das Jahr des Juden ist bereits in Leo Hirschs „Praktischer Judentumskunde“ (hier besprochen) ebenfalls in seinem religiösen Rhythmus aufgezeigt worden, eine Arbeit, die nur auf das 20

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