Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 14 (1936)
- Issue
- 4 (1.4.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern)
- Date
- 1936-04-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Verantwortungibewußtsein vermissen läßt, hat jegliche Rücksichtnahme verwirkt. Im Pall bis zum 15. April Beitrüge oder Beitragsteile aus dem 1. Quartal 1936 rückständig sind, wird namentliche Veröffentlichung im nächsten Gemeindeblatt veranlaßt werden. Bremen, 18. März 1936. Steuer-Kommission. Sprechzeiten in den Verwaltungsbüros Fernruf: Domsheide 2 85 88 Gemeindevorstand (Büros: GartenstraBe 7, I. Etage) Wertags 9—12 Uhr Wohlfahrtspflege (GartenstraBe 7, I) Montags und Donnerstags 9—12 Uhr. Familien-Natiriditen Geboren: 1 Sohn: Arno Schwersenz und Frau Ilse geb. Rothschild, Osterstr. 56 am 13. März. Verlobung: Ruth Arndt und Heinz Neumark. EheaehlieBung: Adolph Teller und Frau Gertrud geb. Abt, EIIhornstr. 34 am 5. April (Wohnsitz: Hamburg). Gerson Lundner und Frau Mali geb. Birenhak, Flieder Str. 41a. Barmtswah: Siegmund, Sohn des Herrn Abraham Juda Flamm, Hastedter Heerstr. 481, am 21. März. Jahrzeiten im April IQ3Ö (am Vorabend, beginnend). Sbb, 4. April '.Herrn. Assenheimer, Mo, 6. April.Hugo Levy, Jul. David, Albert Ries, Mi, 8. April. Jos. Lehmann, Do, 9. April.Erich Benz, Do, 16. April.. L. Oswald, Mo, 20. April. Jacob Isaac, Di, 21. April. Sally Rothschild, Mi, 22. April. Isidor Keller, Fr, 24. April. Johann Kornblum, Mo, 27. April.Ernst u. Otto Meyer. Wer zu Hause kein Jahrzeitlicht anzündet, hat Gelegenheit, die Gedlehtnlslleht-Einriehtung in der Synagoge gegen geringes Entgelt zu benutzen. — Anmeldung beim Vorsitzenden der Synagogen-Kommission. — Wer Jahrzelt hat, pflege den schönen alten Brauch, sich im Gedenken an seine Lieben durch Spenden an unsere Gemeindevereine sozial zu betätigen. . Räumung des Gemeindefriedhofs Die aus Hamburg stammenden Familien werden hierdurch darauf hingewiesen, daß der alte Begräbnisplatz von 1711, der bereits seit 1899 geschlossen ist, nunmehr zum 30. September 1936 geräumt werden muB. Laut Bekanntgabe des Hamburger Gemeindevorstands ist beabsichtigt, zuerst diejenigen Toten zu exhumieren, für welche von den Hinterbliebenen entsprechende Anträge gestellt werden. Die Arbeiten erfolgen unter strengster Wahrung der religionsgesetzlichen Vorschriften. Angehörige, welche die Wiederbeisetzung in Einzelgräbem auf dem Ohlsdorfer Friedhof wünschen und sich zur Tragung der Kosten verpflichten, wenden sich schon jetzt an das Büro der Deutsch- Israelitischen Gemeinde, Hamburg, Rothenbaumchaussee 38. Die Nachbarhilfe der jüdischen Frauenvereine in Bremen ist in der Lage, bei plötzlich auftretender oder vorübergehender Not (Krankheiten, notwendiger Reise u. s. w.) geeignete Vertreterinnen nachzuweisen. — Anfragen an Frau Th. Schragenheim, Sielwall 10II; Fernruf 41656 Was gebraucht das jüdische Wohlfahrtsamt am notwendigsten? Lebensmittel (Pfundspende). — Adresse: Hauswart, GartenstraBe 6. Mäntel, Anzüge, Unterzeug Schuhe usw. .— Adresse: Kleiderkammer, Gartenstraße 7, I. Geld. — Adresse: Bremer Bank. Erwirb die blaue Bettragslcarte für Hilfe und Aufbaut Veranlasse Deine Freunde und Bekannte, ihr Teil zum Hilfswerk beizusteuern I Wer andrer Herz zur Milde rührte Und brach der Guttat Bahn, Der hat oft mehr getan. Als wer die Wohltat selbst voilföhrte. (Baba b. 9a.)- Kultur-Kommission der Israelitischen Gemeinde Bremen Zum Abschluß der laufenden Saison 1935/36 singt die rheinische Künstlerin Käte Frohsinn jüdische und deutsche Lieder, ernst und heiter, am Donnerstag, 2. April im kleinen Saal der „Union“. Als Solist und Begleiter kommt Herr Werner Schüler -Essen. Beide Künstler wurden erst kürzlich in der „Jüdischen Rundschau“ hervorragend kritisiert. — Aus dem reichhaltigen Programm sei erwähnt: Jüdisches Volkslied (Wolfsohn), Ghetto (Benatzky), Kaddisch (Robitschek). Internationale Rundfunkparodie. Der HiUsverein der Juden in Deutschland Der Hilfsverein der Juden in Deutschland e. V„ die anerkannte gemeinnützige jüdische Auswanderer-Beratungsstelle teilt folgendes mit: _ Ab 1. April 1936 befindet sich die Auswanderer-Beratungsstelle Bremen, zu der folgender Bezirk gehört: Stadt und Land Bremen, Stadt und Land Oldenburg (ohne die Landesstelle Birkenfeld und Lübeck), Unterwesergebiet, Ostfriesland, und die Stadt Münster, ‘ im Hause Bremen, Obernstraße 1411 (Leuwer).'Telefon: 26119, nach Geschäftsschluß Telefon: 28086. Bei auswärtigen Besuchen ist vorherige telefonische oder schriftliche Anmeldung erwünscht. Hilfsverein der Juden in Deutschland e. V. Auswanderer-Beratungsstelle Bremen. Dr. R o s e n a k. Vereine und Verbände Sportgruppe Schild im RjF Bremen. Fußball-Ergebnisse V. T. H. 04 I. Hannover — „Schild" I. Bremen 2:0 (1:0) „Schild" Bremen führte ein überlegenes Spiel vor. Beide Tore schoß der Linksaußen Bremens. Ueberragend war der Bremer Torwart. V. T. H. 04 H. Hannover — „Schild" II. Bremen 9:1 Bremen spielte über eine Stunde mit 9 und zeitweise nur mit 8 Mann. Das füllige Punktspiel der zweiten Mannschaft wurde von Bremen kampflos gewonnen, da Hannover einige Leute der ersten Mannschaft in der zweiten beschäftigte. — V. T. H. 04 alte Herren — „Schild" TH. Bremen 1:1 Jüdischer Tum- und Sportverein „Bar Kcxhba“ Bremen Generalversammlung. — Am 19. Februar fand im Lehrsaal des Leopold-Rosenak-Hauses GartenstraBe die Generalversammlung des Bar Kochba statt. Der Bar Kochba muß in Zukunft auf die Mitarbeit seines bisherigen Vorsitzenden, Herrn Felix Scheiniak, verzichten, da dieser wegen seiner bevorstehenden Alijah sein Am» nicht weiterführen kann. Zum 1. Vorsitzenden wurde an seiner Stelle Herr Adolf Sprei. Lindenstraße 2, gewühlt, der auch bisher schon an führender Stelle im Bar Kochba mitgearbeitet hat. Zweiter Vorsitzender wurde Herr Alfred Cohen, Vulkanstraße 92, Kassenwart und Schriftführer Herr Erich Katkitzki. Grünenstraße 102. Sportwart Herr Ernst Aschenberg, Georg GrSningstraße 63c. Dem bisherigen verdienten Vorsitzenden wurde die goldene Ehrennadel des Makkabi verliehen, ferner wurde er zum Ehrenmitglied des Bar Kochba ernannt. Der Rechenschaftsbericht ergab, daß der Bar Kochba bisher eine befriedigende Entwicklung genommen hat. * Der Mitgliederbestand bei den Erwachsenen konnte gehalten werden, trotzdem inzwischen wiederum eine Reihe von Menschen auswanderte. Die Jugendabteilnng konnte sehr vergrößert werden und umfaßt Jetzt schon etwa 80 Menschen; auch liegen bereits Veuanmeldungen vor. Leider mußte der Bar Kochba im letzten Jahr seinen Sportplatz aufgeben, so daß Fußball und Handball nicht getrieben werden konnte. Dagegen wird regelmüßig und eifrig getarnt and Gymnastik getrieben. Ein wichtiges Moment in der Arbeit bildet das Bar Kochba-Helm in der Sügestraße, das durch vorbildlichen Einsatz der Mitglieder geschaffen werden konnte. Es wird eine Hauptaufgabe des neuen Vorstands sein, dieses Heim weiter auszugestalten und zu einem Zentrum der inneren Arbeit zu machen. Sämtliche Gruppen des J. P.-Makkabi Hazair Anden bereits Aufnahme im . Heim und fühlen sich dort sehr wohl. Der neue Vorstand hat auch bereits für die Aelteren einen Heimabend eingerichtet, bei dem in. zwangloser Weise Jeder auf seine Kosten kommt. Der Arbeit des Bar Kochba gebührt die Unterstützung aller Jüdischen Kreise; ihr ist weiterhin guter Erfolg zn wünschen. Tischtennis. Drei Städte-Kampf Am 16. Februar veranstaltete der Bar Kochba in den Klubsälen der„ „Union“ einen Tischtennis-Drei-Städte-Kampf, zu dem außer der Mannschaft des Bremer Bar Kochba Je eine Mannschaft des Bar Kochba Hannover nnd des Bar Kochba Hamburg antraten. Jede Mannschaft bestand aus acht Herren und zwei Damen, und hatte gegen jede der anderen Mannschaften insgesamt 17 Spiele zu liefern. Die Kümpfe gaben den zahlreichen Zuschauern einen Begriff von den Reizen des Tischtennis-Spieles. Gelbart (Hamburg) konnte sein Spiel gegen Radomysler (Hannover) nach hartem Kampf mit 3:2 Sätzen gewinnen, nach dem R. schon mit 2 :0 Sätzen geführt hatte. Dagegen maßte Benzian (Hamburg) gegen Diamant (Hannover) eine glatte 1 : 3 Niederlage einstecken. Die Mannschaft des Bar Kochba Bremen, schlug sich tapfer, kam aber gegen Hamburg und Hannover, wo schon seit vielen Jahren Tischtennis gepflegt wird, nicht auf. — Bei den Damen sah man erwartungsgemäß die Geschwister Schul (Hannover) in Front, die zu den besten 13