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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1935-06-21 · 7 (21.6.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
13 (1935)
Issue
7 (21.6.1935)
Date
1935-06-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ausgabe Halle GEMEINDEBIATT FÜR DIE JÜDISCHEN GEMEINDEN PREUSSENS VE RWA LTUNGSB LATT DES PREUSSISCHEN LANDESVERBANDES JÜDISCHER GEMEINDEN Alle Zuidirtften sind zu rldKen an das Verwaltung*- und Gemelndeblatt de« PreulUs<ben Landearerbande* JQdlxfaer Gemeinden, Bin.-Charioaenburg 2, Kantslr.158, lLStcxk Der Bezugspreis für die Unzelnumnier betrlgt M Pfennig. Verantwortlldier Leiter des Inseratenteils: Joseph Jastrow, Berlin S 42, RltterstraBe 96 13. Jahrgang Berlin, den 21. Juni 1935 -Nr. 7 Zehn Jahre Landes v erband! > Zu unserem Jubiläum Von Kammergerichtsrat i. R. Leo W o 1 f f , Präsident des Großen Rats Es waren die Junitage des Jahres 1925, die den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden mitten in die Oeffentlichkeit des jüdischen und damit, entsprechend der damaligen Stellung der Juden, in die Oeffentlichkeit des gesamten religiösen Lebens in Deutschland gestellt haben. Er hatte zu dieser Zeit, rein formal genommen, bereits drei Jahre bestanden. Mit seiner Begründung in jener denkwürdigen, von allseitigem Willen zum Zusammenschluß getragenen Versammlung der preußischen Synagogengemeinden vom 25. Juni 1922 setzte zwar sofort die Fürsorge für die angeschlossenen Gemeinden ein. Der wesentlichste Teil der Arbeit bestand aller darin, die Vorbereitungen zur Schaffung der Organe des Landesverbandes zu treffen und die laufenden Geschäfte zu erledigen. In Art. 35 der Verfassung war der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zur Führung der Geschäfte des Landesverbandes ausdrücklich ermächtigt worden, und er hat sich der ihm gestellten Aufgabe bereitwillig unterzogen. Er bildete hierfür ein besonderes Dezernat und betraute mit seiner Leitung seinen damaligen Beirat Dr. Ismar Freund. Dieser stellte seine große Arbeitskraft und seine reichen Kenntnisse der Sache des Landesverbandes zur Verfügung, und so ist es hauptsächlich ihm zu verdanken, daß am 1. Februar 1925 allgemeine Wahlen stattfinden konnten und der erste Verbandstag am 21. Juni 1925 in Berlin zusammentrat. Damit begann die eigentliche Wirksamkeit des Landesverbandes. Von wie großer Bedeutung sie für die jüdischen Gemeinden Preußens und ihrer Mitglieder, ja für alle deutschen Juden geworden ist, soll an dieser Stelle nicht näher dargelegt werden. Der Landesverband hat seine Tätigkeit stets im Lichte der Oeffentlichkeit ausgeübt. Es gibt kein Gebiet jüdischen Lebens, auf dem seine Arbeit nicht eingesetzt, sein Standpunkt nicht verfochten, sein Ziel nicht mit Ernst und Nachdruck verfolgt wurde. Dieses bestand und besteht in der Stützung und Erhaltung der mittleren und kleinen Gemeinden und des jüdischen Lebens in ihnen, aber auch in der Wahrnehmung der jüdischen Interessen nach innen sowohl wie nach außen. In den öffentlichen Versammlungen des Verbandstages, in den stets reichlich mit Beratungsstoffen versehenen ■ und darum bedeutungsvollen Sitzungen des Großen Rates und der Ausschüsse, aber auch in den beinahe allwöchentlich stattfindenden Zusammenkünften der auf den einzelnen Gebieten tätigen Dezernenten war die Erreichung dieses Zieles Gegenstand und Mittelpunkt aller Erörterungen. Zahlreiche ausführliche und aufklärende Mitteilungen sind über diese verbreitet worden, und der Landesverband verzeichnet es mit großer Genugtuung, daß seine Arbeit in weiten Kreisen des deutschen Judentums Anerkennung gefunden hat. In den verflossenen 10 Jahren war es dem Verfasser dieses Geleitwortes vergönnt, dem LandesVerband an verantwortlicher Stelle zu dienen, nicht bloß in Erfüllung der übernommenen Pflicht, sondern aus innerem Drang und mit ganzem Herzen. Er hat dabei die Unterstützung und die nie versagende Hilfe vieler

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