Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 12 (1934)
- Issue
- 6 (1.9.1934)
- Date
- 1934-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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rin) — ist künftig Personen nichtarischer Abstammung nicht mehr zu erteilen. n. Wer nichtarischer Abstammung ist, bestimmt sich nach den unter dem 8. August 1933 (Reichsgesetzbl. I S. 575) ergangenen Richtlinien zu § 1 a Abs. 3 des Reichsbeamtengesetzes in der Fassung des Gesetzes vom 30. Juni 1933. Berlin, den 2. August 1934. Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Im Auftrag: R o t h s t e i n. An die Herren Regierungspräsidenten und den Herrn Polizeipräsidenten (Abteilung V) in Berlin. — U II M 1409 U II G. I , (Zentrbl. 1934 S. 247.) Einrichtung von Kursen für Lehrerfortbildung Die jüdische Volksschule hat heute für unser Erziehungswesen eine Bedeutung gewonnen, die neue und besondere Anforderungen an unseren Lehrerstand stellt. Deshalb haben der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden und die Reichsvertretung der deutschen Juden beschlossen, unter Federführung des Preußischen Landesverbandes eine Einrichtung zu schaffen, die der Lehrerfortbildung dienen solL Mit dieser Einrichtung soll auch vielfachen Wünschen und Anregungen unserer Lehrerschaft Rechnung getragen werden. Von dieser Lehrerfortbildung sollen sowohl der neu in den Schuldienst übernommene akademisch gebildete Lehrer als auch die bisherigen Volksschullehrer erfaßt werden. Es wird eine Fortbildung angestrebt, die den verschiedenen Notwendigkeiten gerecht werden soll. Sie soll jüdisches Wissen vermitteln, in die besondere Methodik des Volksschulunterrichts einführen, die Ergebnisse der modernen Pädagogik darbieten und überhaupt den Lehrer in Zusammenhang mit den Fortschritten der Wissenschaft halten. Jetzt auch Werbung durch Inserate in unserem Gemeindeblatt Helfen Sie uns, die Verbindung unter den Gemeindemitgliedern durch Aufgabe Ihrer Anzeige zu fördern. Ihre Inserate erreichen Mitglieder Ihrer und der übrigen jüdischen Gemeinden Preußens. Verlangen Sie kostenlose Zusendung unserer Inseraten-Preisliste. Vertreter an allen Plätzen gesucht. Auskunft durch den verantwortlichen Leiter des Inseratenteils: Joseph Jastrow Berlin S42 Ritterstraße 36 28. Nachtrag zum Verzeichnis der dem Landesverband angehörigen Gemeinden. Provinz Hessen-Nassau Meerholz Bekanntmachung betreffend das Verzeichnis der Mitglieder des Rates Unter Bezugnahme auf das im Verwaltungsblatt vom 24. April 1931 (9. Jahrgang Nr. 3) veröffentlichte Verzeichnis der Mitglieder des Rates wird hierdurch bekanntgegeben, daß die Jüdische Gemeinde zu Breslau als Ersatzmann für das Ratsmitglied Rabbiner Dr. Simonsohn Rechtsanwalt Dr. Walter Lux, Breslau 13 gewählt hat. Berlin-Charlottenburg, den 26. Juli 1934. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden W o 1 f f. Schulungskurse für Wohlfahrtspfleger und Wohlfahrtspflegerinnen. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden beabsichtigt, in der Zeit vom I. Oktober bis 3. November d. J. einen Schulungskurs für etwa 30 Wohlfahrtspfleger und Wohlfahrtspflegerinnen aus allen Teilen Deutschlands zu veranstalten. Der Lehrgang ist in erster Reihe bestimmt für erwerbslose, ausgebildete Wohlfahrtspfleger und -Pflegerinnen, die, sei es beruflich, sei es ehrenamtlich, in der Jüdischen Wohlfahrtspflege tätig sein wollen. Außerdem ist er für neu in die jüdische Wohlfahrtspflege hereinkommende Wohlfahrtspfleger und -Pflegerinnen gedacht, sowie für Akademiker, die bereits auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege tätig waren und dies weiterhin zu tun beabsichtigen. Bei dem großen Angebot von stellungslosen Wohlfahrtspflegen! und Wohlfahrtspflegcrinnen muß hervorgehoben werden, daß durch den 3esucb des Kursus ein Anrecht auf spätere Anstellung nicht erworben wifd. Der genaue Lehrplan wird jetzt fertiggestellt und wird nach endgültiger Festlegung in der Presse veröffentlicht. Der Preis für den Kursus beträgt 30 Mark. Es besteht die Möglichkeit, auswärige Teilnehmer in den Räumen des Lehrgangs für Kindergärtnerinnen unterzubringen. Der Preis für Wohnung und Verpflegung für die Dauer des Kursus beträgt 60 Mark. Meldungen von Teilnehmern werden erbeten an die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. laß Seminar für jüdische W issenschaft an der Universität Tartu (Dorpat). In Estland ist an der philosophischen Fakultät der Universität Tartu (früher Dorpat) ein ordentlicher Lehrstuhl für jüdische Wissenschaft eingerichtet worden, der Abiturienten und Studenten Gelegenheit gibt, sich in allen Fächern jüdischer Wissenschaft auszubilden, sich für jeden jüdischen Lehrberuf vorzubilden und auch akademische Titel, Magister und Dr. phil., zu erwerben. Der Lehrplan umfaßt u. a Judaica und Einführungen in das talmudisch-midraschische Schrifttum und dessen Textinterpretationen. Hebräisch in allen Entwicklungsformen, Aramäisch in den Hauptdialekten. Arabisch usw. Die Lebensbedingungen in Tartu (Dorpat) sind günstig; Studenten benötigen durchschnittlich 50 bis 70 Eesti-Kronen. Das Seminar für jüdische Wissenschaft,Tartu, Postfach 50, ist gern zu Jeder weiteren Auskunftserteilung bereit. Bezug von ßeitragskarten für Hilfe und Aufbau. Auf vielfache Anfragen teilt der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hi'fc und Aufbau mit. daß die Beitragskarten jeweils bei den zuständigen jüdischen örtlichen Gemeinden zu beziehen sind. Wo solche nicht erhältlich sind, können sie direkt bei dem Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158, bezogen werden. "W® Sie nicht die Kinlttann(f der Abonnementa-Qtdttang für das nSehate Vierteljahr. - Nur pünktliche Einlösung siehert regelmäßige Zustellung des Gemeindeblatts Verlog undSchrlftleltund, Preuöisdter Landesverband jüdisdier Gemeinden, Berlin-Charlottenburg 2. Kantstr. ISS, Präsident, Kanimergerlditsrat I. R. Leo Wold Neubobeisberg b. Berlin, Berliner Str. 100. Houptschrlftlelter und verantwortlich für den gesamten redaktionellen Text, George Goetz, Berlin W 50 Morbyrger Straße 5. Veranlvtonfldier Leiter des Inseratenteils, Joseph Jastrow, Berlin S42, Ritterstraße 36 Druck, Berthold levy, Berlin C2, Neue FrledrldistraBe48 Auflag« dieser Nummer 8500