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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1934-03-23 · 1 (23.3.1934) · p. [Seite]

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
12 (1934)
Issue
1 (23.3.1934)
Date
1934-03-23
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Erscheint in freier Folg«. des preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden MtfttlhnmHC Mrf«t » ffi—I« Dt» mttlMHoattaton rrhaltrn bat BmoaUmtUlatt f-flrnlo*. — p Achten «n M ^JBanrit«a(lklatl*‘ M Praitztschn, £<ni>tl»trtc«>«» jHHHch» >«W»tt>b»», ^2. Jahrgang Berlin, den 23. März (934 Nr. { Aus der Tätigkeit ^des Verbandes in der Zeit vom 1. Februar 1933 bis iS. AlLrz i934. Der letzte gedruckte Bericht über die Tätigkeit de» Landesverbandes betöret sich in unserem Dernxlltungsblatt vom 15. Februar 1933. Er erstreckte sich auf die Zeit vom 19. Juni 1938 dis 31. Januar 1933. Seitdem ist eine wette« Nummer de» Berroattungsblattes nicht erschienen, auch die» ein deuttiche» Zeichen dafür, doch von den Ereignissen, die in diesem Zeitraum di« Stellung de» deulschen Judentum» erschüttert habe«, lein« in seinem Bereich siegende Erscheinung unberührt geblieben ist. Ilm unsere Abgeordneten und Rcttsmitgtleder nicht allzulange ohne ein« Mitteilung über den Inhalt unserer Arbeit zu lassen, haben wir ihnen am 23. August 1933 einen - Zwischenbericht übersandt. Wir fügen diesen hier als Anlage bei und knüpfen in der weiteren Berichterstattung nunmehr an ihn au. Die Bestrebungen, die Reichsvertretung der jüdischen Landesverbände Deutschland«, deren Entstehungsgeschichte und Wirksamkett in unserem Zwischenbericht mttgeteilt worden ist, auf eine andere Grundlage zu stellen? führte in einer von dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin einbemfenen Versammlung von Vertretern der Grvßgemetaden, der Landesverbände und der großen jüdischen Organisationen am 17. September 1933 dazu, daß eine neue einheitliche Vertretung begründet wurde. Sie hat den Namen .Reichsvertretung der 'deutschen Juden" angenommen und besteht au» dem Rabbiner Dr. Baeck in Berti» als Präsidenten und einem Ausschuß von acht Mitgliedern, der ihm mit beratender Stimme zur Sette gesetzt ist. Im Anschluß an die Begründung der neuen hat die frühere Reichsvettretuag beschlossen, die Leitung der Geschäfte dem Präsidium der neuen Reichsvertretung zu ubergeden. Auch die Reichsarbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände Deutschlands, die diese als eine Dachvereinigung gusammenfaßt und deren Beschlüsse nicht mit bindender Kraft versehen sind, sondern nur den einzelnen Verbänden zur Zustimmung weitergelettet werden, hat kürzlich beschlossen, baß sie zwar weiter bestehen und im Bedarfsfälle zu Beratungen -usammeattetea, daß (k aber ihre Aufgaben bis auf weiteres auf die neue Reichsverttetung übertragen solle. Dieser liegt es somit ob, die Interesse», her deutschen Jude» wahrzunehmen. Damit ist chr eme Wirksamkeit auf potttischem Gttdiete zugewieseA, worden, die sich vor allem auf die bei Reichestellen zu unternehmend«!» Schritte euch, hie mft ihnen zu führenden xwywwwowi ttjmatn you. r Abgesehen hiervon hat die Zuständigkeit der Lattbeoverdänd« irgendeine Wnfchräntung. nicht erfahre». Sie haben ihre rSS^eit in derstDAjÜgt» Wokfe foNzufetzea, wobei freilich p, beachten ist, daß durch die inzwischen völlig gewandelten politischen BerhÄtmss« «ine Aendemng in fast allen sachlichen Arbeitszweigen der Landesverbände eingetrete» ist. Was den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinde» anlangt, so haben, wie bereits in dem Zwischenbericht hewvrgehvden worben ist, die Ereignisse 6es festen Jahres ihn vor zahlreiche neue Aufgaben gestellt. Aber auch feine Wirksamkeit aus seine« bisherigen G^ieten mußte in vielfacher Beziehung vermehrt und vertieft werden. Das Nähe« hierüber ist. in dem Zwischenbericht «densalls bereits berührk worden. I Einen ungewöhnlichen Ilmfang hat der Verkehr mit denjenigen Personen angenommen, die dieMäuM de» Landesverbandes behufs Rücksprachen und Erteilung En Auskünften aufgesucht haben. Vorstandsmitglieder und Beauftragte der Gemeinden, der Provinzialverbände, Radbitter, Lehrer, Vertreter von Organisationen u. a. erscheinen tätlich auf unserem Büro zur allgemeinen Informativ«», zur Beratung und Ans» kunftterteilung über Fragen aus den verschiedensten Gebletrn, wobei die durch die neue Gesetzgebung austauchenden Probleme rechtlicher und tatsächlicher Art, die Gestaltung der Finanzen der einzelnen Gemeinden, die Lösung der Schwierigkeiten in der Erteilung von Religionsunterricht auf dem Lande und in kleinen Gemeinden, die allgemeinen Schalkragen, die Fragen des neuen jüdischen Schukwerks, die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen «önzelnen Gemeinden ober zwischen einer Gemeinde und ihrem Beamten u. dgl. die Hauptrolle spielen. Wir dürfen mit Genugtuung feststeüea, dich die Inanspruchnahme des Landesverbandes durch sejne Mitgtiedsgemeinden-niemals armähernb so stark gewesen Ist, wie im Berichtsjahre und daß es uns unter Einsetzung aller verfügbaren Kräfte gelungen ist, den Gemeinden Ratgeber und Heiser in den Zetten der Rot zu fein. Die veränderten Verhäktnisse haben naturgemäß auch in verstärktem Maße. Verhandlungen mit den Behörden notwendig gemacht. Bnzetzeiten hierüber finden sich ebenfalls im schenbericht. Es haben zahlreiche Besprechungen und Handlungen stattgesunden, in denen uns Gelegeühett wurde, die'Interessen der preußischen Juden zu vertreten. Ergänzend sei bemerkt, daß unsere Bemüh« iangung zufätzlicher Mistel an Stelle der nicht a fügung stehenden staalltchen Beihilfen für die s nicht ohne Erfolg geblieben sind. Der Zentralauoschuß Hilfe und Aufbau hat sich «ntfchloffe«, an» de« b» ~ ' Soinmbwg anfgrbe achten Mitteln zruzächE einen etwa 30969 SSt an di« Rttbimug»!»«»«, Zeit zur Verteilung zu bring». um Er-

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