Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Journal
- Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- 7 (15.10.1931)
- Date
- 1931-10-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3980048-10021620-10021607--661-3980650- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
£rfdxlnt I* freiet $otge. des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden Ver Pnk dlefet llammer beträgt M Pfennig °- Mi«Ned^-Unden «pnltei tta. »«»aftnnfl.blat, boftenloe. - Ml. SnfMPen pnd richten an de. .OenMtung.bkm' de. prentzqchen Cantk^ebnnd« dachet , «tmtiwten. BtfÜn-CbartottenbHrg 2* Hontet. 196. JL Stock S. Jahrgang verlin, den 15. (DMobet 1931 Nr. 7 Aus der Tätigkeit des Rates Am Sonntag, den 28. Juni 1931 tagte zu Berlin unter dem Vorsitz von Landgerichtsrat Dr. Lilienthal der neugewählte Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. In eingehenden Beratungen wurden die ln den diesjährigen Haushaltsplan für Wohlfahrtszwecke eingesetzten Mittel nach genauer Prüfung der eingereichten Anträge den in Betracht kommenden Organisationen und Anstalten der Wohlfahrtspflege zugesprochen. Da gegenüber dem Vorjahre der diesjährige Betrag geringer war, muhte eine Reduktion aller laufenden Subventionen etntreten, und es konnten nur in sehr beschränktem Maße Anträge neuer Anstalten und Verbände berücksichtigt werden. Der Ausschuß war flch darüber einig, daß auch in der neuen Wahlperiode grundsätzlich nur solche Wohlfahrtseinrichtungen durch den Landesverband subventioniert werden dürften, deren Wirkungskreis über örtliche und provinzielle Interessen hinausaeht. Zn erster Linie steht der Ausschuß seine Aufgabe in der finanziellen Unterstützung der zentralen Wohlfahrtiorganisationen, da diesen die Besckaffung von Geldmitteln aus privaten streifen besonders schwer ist, sowie ln dem Ausbau der Stipendlenfonds. Rur wenlae Einzelanstalten und Einrichtungen von anerkannter Gesamtbeoeutung konnten subventioniert werden. lieber die Grundsätze, nach denen die Stlpendlengelder auf die einzelnen Berufe verteUt werden sollen, fand eine ausführliche Aussprache statt. Mit Rückflcht aus die heutige Uebersülluma und die geringen Anstellungsmöglichkeiten in den akadeuufchen und Uzlalen Berufen erschien es aeboten, nur diejenigen jungen Menschen, die hervorragende Eignung und Begabung für diese Berufe mitbringen, zu berückflchtigen und für die Folge den heutigen Notwendigkeiten da- und der Ausschüsse. durch Rechnung zu tragen, daß die Hilfsmittel des Landesverbandes auf die Ausbildung ru solchen Berufen konzentriert werden, die wenigstens aus längere Sicht gesehen, eher Ausstchten für gute Existenzmöglichkelten bieten, besonders auch auf handwerkliche Ausbildung. Außerdem wurde «in gewisser Betrag für hauswirtschattliche Ausbildung bewiMgt, auch soweit fie nicht auf die Ausbildung zu AnstaNSdeamtinnen hlnzielt. Eine Erörterung über den Ausbau des Arbeitsnachweiswesens führte zur Bereitstellung eines Betrages, der im wesentllchen zur Unterstützung der bestehenden Arbeitsnachweise im Reich verwandt werden soll. 2m übrigen wurde die Zentralstelle für Arbeitsnachweise gebeten, die notwendigen Unterlagen über die etwaige Notwendigkeit der Errichtung weiterer neuer Arbeitsnachweise und im besonderen auch über das Erfordernis besonderer starte für jüdisch« Erwerbslose zur Fortbildung und zur Erhaltung der Berufssähtakett in den Gemeinden zusammenzusteüen. Di« notwendigen Maßnahmen sollen gemeinsam von Zentralstelle und Landesverband, getroffen werden. Die Gemeinden Jollen in einem Rundschreiben aut die Wichtigkeit nicht nur der materiellen, sondern auch der geistigen und seelischen arge für die jüdischen Erwerbslosen, besonders die erlöse Jugend, im einzelnen htngewiesen werden. 2m 2nlereffe einer gedeihlichen Gemeinschaftsarbeit mit den großen Zentralorganisationen und gleichzeitig zur Sicherung eines Einfluss^ des Landesverbandes auf di« Verwaltung und Geschäftsführung der subventionierten Anstalten und Organisationen delegierte der Wohlfahrtsausschuß Vertreter in eine Reihe von Anstalten und Organisationen. klmtllche Bekanntmachungen. klusruf zur Winterhilfe. Die Rot ist da. Sie ist in allen Berufen und Ständen. Sie ist auch im Haus«! des FleWaen und Sparsamen, wenn er Keine Arbeit findet. Und Millionen in Deutschland, die arbeiten möchten, finden Keine Arbeit. Der Zusammenbruch tzo^heuck nicht «ehr Einzelnen, sondern dem ganzen Der Streit um die Schuld an der Rothilfi uns nicht weiter. Er macht Keine» Hungrigen satt. Wir wollen nicht streiten, wir Vollen helfen! Die Liebe zum Nächsten und die Sorge um die Zukunft unseres Dockes und damit auch um die eigene Zukunft müssen Zusammenwirken, das Letzte» was jeder hergeben kann, herauszuholen, und «S einzusetzen im stampfe gegen die Rot. Geld. Lebensmittel, stleider, Wäsche, Hol, und stoblen — alles kann helfen, Rot zu lindern. w«nn es im rechten Sinne und am rechten Ort gegeben wird. stelner darf sagen: 2ch kann nichts S^bem mir aeht es MniÄvAffi Etwas zu geben, hat jeder. Wer sonst gar nichts Han hat