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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1928-12-24 · 3 (24.12.1928) · p. Seite 6

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
6 (1928)
Issue
3 (24.12.1928)
Date
1928-12-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 Wahlrecht Au de» Vorstand der Shn^Gem. I. Auf dl« Anfrage vom 5. d.W. erwidern wir ergebenst, waS folgt: ' 8» Ihre» 6tatet findet stch ctec Bestimm»»-, »ach der G» mededebeomt« kein Wahlrecht besitz«», »icht. Bei dieser Sachlage ist der Beamt« ». D. toahlberechtigt. Bach 8 *1 des Gesetzes da» 83. Juki 1847 st»d vom Wahlrecht nur dieje»ige» Mitglieder a»Sgeschloffen, welch« »st der Entrichtung der Abgabe» während der letzte» drei Jahr« b» Rückstand geblieben find. Wer z» der Steuer nicht veranlagt oder von ihr befreit ist, ist mtt der Steuer nicht im Aückstand« und infolgedessen wahlberechtigt. Wir weise» darauf hi», daß 8 16 Ihres Statuts, der das passiv« Wahlrecht z»m Gemeindevorstand regelt, die ausdrücklich« Bestimmung enthält, daß nur gewähst werde» kann, wer beitragendes Mitglied ist. Sowohl für das aktiv« wie für das passiv« Wahlrecht zur Repräfentantenverfammlung fehst es an einer entsprechenden Bestimmung. Befreiung »o» Grundsteuer und »o» KanSzteSstener. An den Borstand der Shnagogengemeind« tz. 1. Rach 8 24 d«S Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1888 find von den Stenern vom Grundbesitz befrett: a) zum öffentlichen Unterricht bestimmte Gebäude; b) Grundstück« der Shnagogengemeind«, soweit fi« für deren Zweck« unmittelbar benutzt werden; c) Dienstwohnungen der Geistlichen, Kirchendiener und DolkS- ' , schullehrer, soweit ihnen bisher Steuerfreihett zu gestanden hat. Danach kann «S unseres DafürhattenS keinem Zweifel unterliegen, daß daS Zimmer im Erdgeschoß, vorausgesetzt, daß «S eine» UnterrichtSraum für den Religionsunterricht darstellt, steuerfrei ist. Der von den Synagogengemeinden auf Grund der Bestimmung im § 62 d«S Gesetzes vom 23. Juli 1847 unterhallen« Religionsunterricht ist alS öffentlicher Unterricht anzusehen, da «S sich um «ine» von einer Körperschaft öffentliche» Rechts auf Grund einer r Sffentllch-rechtlichen Verpflichtung eingerichteten, «in« Teil der alkgemeine» Schulpflicht bildeich«» Unterricht handelt <pgl. auch Gesetz betr. das Dknstetnkomme» der Lehrer «ch Sehrertnnew a» de» öffenblichen Volksschulen (BolkSsch«liehrer-Dienstrinkommenggesetz) vom 17. Dlyember 1920 bqzw- 1. Aprü 1928 (Pr. G. S. UW, C. 899), f 4 Abs. 5 Ziff. 4). Zudem gehört der Religionsunterricht anf Grund der angezogenen Bestimmung«» d«S Gesetzes von 1847 zu den gesetzlichen Aufgaben der Shnagogengemeind«. GS handett sich somit um eine« Raum, der unmittelbar den Zwecken der SyuagOge»» gemeind« dient. WaS di« ander« Wohnung i« ersten Stock anbetrifft, so würde fi« steuerfrei sein, wenn «S sich um «ine Dienstwohnung für «inen an einer öffentlichen BolkSschnl« angestelllen Lehrer handeln würde. DaS ist aber bei Ihnen offenbar nicht der Fall, vielmehr dient di« Wohnung, wie wir annehmen, alS Dienstwohnung für Ihren KnltnSbeamten. Rach der Entscheidung de» ObervervaltnngSgerichtS, an di« di« Katasterämter sich halten, sollen aber nur die Geistlichen und Kirchendiener der christlichen Kirche unter die Bestimmung d«S § 24 Ist. t, nicht auch di« KullnSbeamte» der Mischen Gemeinden. Mithin würden Sie für dies« Räum« Steuerfreiheit nicht verlangen könne«. 2. Don der HauSzinSsteuer finb nach § 3 der HauSzinSsteuerverordnung vom 2. Juli 1928 befreit: a) bk im Eigentum öffentlicher Körperschaften stehenden bebauten Grundstück«, sofern st« von öffentlichen Körperschaften für öffentlich« Zweck« oder für di« unter b) genanntem Zweck« benutzt werden; d) di« Dienstwohnungen der Geistlichen und Kirchendiener; «1 diejenigen blauten Grundstücke, bk nach § 24, Abs. 1« biS i d«S Kommunalabgabengesetzes den Steuern vom Grundbesitz nicht unterliegen, sofern ste nicht bereits gemäß a—c steuerfrei sind. tat der VititKOi AI»a»z«I»Ifttt durch Ku»bctf«% »»» 8Uär» 1987 »ituaaslch« auf dt»vtfchl»4 dt» La»dta,t» di» «»»eis»»» »«»»de». d»d dt« ch»»»,t»,ft»»er t» de» dtadftchll»! »«»«;«»»» «,tz»e» «u» Stlli»d«>t»,r0»de» »u «rl»sse» Ist. (vgl. da» v«r»alt»»g«»t»ti V. >r. I »»» IS. Oktober 1987.) Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden bittet um Derösfenttichung des Nachstehenden i. Wir gestatten*»»-, nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß «in« verbesserte Auflage unseres „Führers durch di« jüdische Wohlfahrtspflege in Deutschland" erschienen ist. DaS Buch umfaßt jetzt 332 Seiten und enthüll ein« Rech« wertvoller Ergänzungen zur ersten Ausgabe. Insbesondere sind Angaben über 38 Gemeinden, zahlreiche Verein« und Einrichtungen new hinzugekommen. Ferner ist «tu ausführliches Sachregister beigegebe», daS für di« praktisch« Arbett wichtig ist. DaS Buch kostet auch in dem vergrößerten Umfang« wieder broschiert 4.— RM, gebunden 5.— RM- Bei Bestellungen von 10 Stück und mehr wird «in Vorzugspreis «ingeräumt. Einer Mittellung über etwaige Bestellungen wird mit großem Interesse «ntgegengesehem. N. VohlfahrtSbrieftnarke» 1928. Seit 15. November 1928 werden von der Deutschen Rothilf« wieder Wohlfahrtsdrieftnarken auSgegeben, deren Erträge zur Linderung von Rotständen im ganzen Reichsgebiet dienen, insbesondere zur ergänzenden Fürsorge für Kinder, all« Leut« »nd Erwerbsunfähig«. LS werden auSgegeben: 5-Pf^Marke zum Verkaufspreis von 10 Pf. (Wappen von Hamburg). 8-Pf^-Marke zum Verkaufspreis von 15 Pf. (Wappen vo» Mecklenburg-Schwerin). 15-Pf^Marke zu» Verkaufspreis vo« 80 Pf. (Wappen vo« Oldenburg). 25-Pf^Marke zu« Verkaufspreis von 59 Pf. (Wappen vo« Braunschweig). 50-Pf^Marke zum Verkaufspreis von 1.— RM (Wappen vo« Anhall). Ferner wird von der ReichSpost «in« amtlich« Bildpostkart« mit eingedruckter 8-Pf^Marke zum Verkaufspreis vo» 15 Pf. zur AuSgab« gebracht. Endlich werden Markenheftchen zum Preise vo« 1.50 RM, enthaltend vier 8-Pf-Mark«n »nd drei 15-Pf>Marken, auSgegeben. Die WohffahrtSbriefmarken find vollwerttg« amtlich« Postwertzeichen, güllig zum Freimache« aller Postsendungen nach de» In- «nd Ausland. Der Postverkauf dauert biS zum 31. Januar 1929. Die postalisch« Gülligkell der Marke» erlischt am 30. April 1929. Di« ZentralwohlfahrtSftelle macht all« jüdischen Organisationen «nd Verein« darauf aufmerksam, daß in diesem Jahr« statt SOtzv 80*4 d«S Reinerlöses der vertreibenden Organisation für ihre eigene« WohlfahrtSzweck« verbleiben. Sk richtet die dringend« Bitte an dk jüdischen Wohlfahrtsstellen, sich nach Kräfte» an dem Verkauf der Briefmarke« zu beteiligen, um dadurch einmal dk Anteilnahme der Juden an de» allgemeinen großen Wohlfahrtsunternehmungen er» neut zum Ausdruck zu bring-n, zum anderen aber auch, weil der Mischen Wohlfahrtspflege dadurch «in« beachtenswert« Einnahmequelle erschlossen wird. Dk Briefmarke« find durch dk LandeS- und Provinzialverbände für Misch« Wohlfahrtspflege sowie durch dk ZentralwohlfahrtSftelle der deutsche» Juden, die z» allen Auskünften bereit ist, zu beziehen. M,r»»t»«rtlich fit kt» f tfaatt» Suhlt«: «.<«. Dt. C4»ti(, Bttfis NB01 rh«W»fi,»ßt>cht 11. — 8ttla(: V«»hifchtt 8aakt*Mti«ak fiMfQtr Gt»ti»kt»» BttU»-Shatl»Nt,h»t, L KuUßttht 158. — Dt»«: »Ifttk tUyt. Btttfm CI 6»nt«>g Ettaht 80

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